2. Bundesliga | Düsseldorf ergattert Remis gegen Spitzenreiter St. Pauli

Fortuna Düsseldorf forderte St. Pauli über die gesamte Spielzeit.
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News | Zweitliga-Herbstmeister FC St. Pauli trat am Samstagabend bei Fortuna Düsseldorf an. Trotz Führung langte es nach verbessertem zweiten Durchgang nur zu einem 1:1.

Düsseldorf lässt wenig ideenreiches St. Pauli kommen

Die Hausherren bezwangen in der Vorwoche den Zweitplatzierten SV Darmstadt 98 souverän mit 3:1. Dementsprechend selbstbewusst traten sie in der Anfangsphase auf. Infolge einer schnell ausgeführten Ecke flankte Leonardo Koutris auf den freistehenden Emmanuel Iyoha, dessen Kopfball doch recht klar über das Tor flog (4.). 180 Sekunden darauf platzierte Jackson Irvine auf der Gegenseite das Spielgerät mit dem Schädel auf den Kasten, sodass Raphael Wolf eine starke Reaktion zeigen musste.

Ansonsten tat sich St. Pauli, das zuletzt Schalke bezwang, allerdings schwer, denn das Geschehen verlief nach munterem Beginn zerfahren. Die Gäste konnten dabei aus den höheren Feldanteilen keinen Vorteil ziehen. Die Fortuna wiederum beschränkte sich zunehmend auf die Defensivarbeit, was den eigenen Angriffsbemühungen nicht zugute kam.

 

Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe wieder Torgefahr entstand. Die Gäste fanden Freiraum, weshalb Daniel-Kofi Kyereh sich in aussichtsreicher Position befand, den Ball jedoch direkt in die Arme von Wolf beförderte. Weitere nennenswerte Aktionen blieben allerdings aus, wobei F95 zumindest durch Konter gelegentlich auf sich aufmerksam machte. Insgesamt war das 0:0 jedoch der logische Halbzeitstand.

Fortuna Düsseldorf und der FC St. Pauli lieferten sich ein umkämpftes Duell.

(Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images)

2. Halbzeit: St. Pauli startet perfekt, Hennings antwortet für Düsseldorf

Der zweite Abschnitt erlebte einen fulminanten Auftakt. Etwa 90 Sekunden waren vorüber, als Kyereh aus halbrechter Position gefühlvoll an den zweiten Pfosten flankte, wo Marcel Hartel nur noch den Fuß hinhalten musste. Der Hamburger Stadtteilklub ließ danach nicht locker. Der Ball lief sicher durch die eigenen Reihen, während die Fortuna zumeist nur reagierte.

Darüber hinaus steigerte sich St. Pauli auch bei Standardsituationen. Leart Paqarada zirkelte einen Freistoß aus 17 Metern zwar nicht ins, sondern auf das Tornetz, doch die Anzahl der Torchancen wuchs deutlich an (56.).

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Düsseldorf investierte nach dem Rückstand zwar mehr, aber wirkte bei ihren Vorstößen recht limitiert – bis zur 68. Minute. Dann bediente Khaled Narey auf der rechten Seite mit der Hacke den bis zur Grundlinie durchstartenden Iyoha, dessen flache Hereingabe erreichte Rouwen Hennings, der aus kurzer Distanz zum 1:1 vollendete.

Die Gäste gerieten jedoch nicht außer Fahrt. Sie werkelten an der neuerlichen Führung, die Maximilian Dittgen verpasste, als er haarscharf an einer Flanke von Guido Burgstaller vorbeirauschte (74.). Kurz darauf musste Nikolas Vasilj bei einem Kopfball von Jakob Piotrowski eingreifen. Düsseldorf gab sich nämlich mit dem Remis ebenfalls noch nicht zufrieden, hatte aber auch Glück, dass Schiedsrichter Thorben Siewer – mithilfe des VAR – in der 80. Minute das 1:2 durch Irvine aufgrund einer vorherigen Abseitsstellung von Burgstaller aberkannte.

Die Schlussphase bot einiges an Aufregung. Denn F95 schnupperte ebenfalls am Siegtor, als der einwechselte Kristoffer Peterson aus mittiger Lage nur in die Arme von Vasilj schoss (84.). Weitere Hochkaräter kreierten beide Seiten letztlich nicht mehr, sodass es beim 1:1 blieb. Der FC St. Pauli führt die 2. Bundesliga trotzdem mit vier Punkten Vorsprung auf Darmstadt an. Am Freitag steigt das erste Rückrundenspiel bei Holstein Kiel. Parallel misst sich die momentan auf Rang elf liegende Fortuna aus Düsseldorf mit dem abstiegsgefährdeten SV Sandhausen.

(Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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