Bundesliga | FC Bayern schießt sich gegen den BVB zur Meisterschaft – Die Einzelkritik

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Mit 3:1 gewann der FC Bayern am Samstagabend das Topspiel gegen Borussia Dortmund. Damit steht der Rekordmeister auch in diesem Jahr am Ende der Saison ganz oben in der Tabelle der Bundesliga. 

Es war kein schönes Spiel, sondern eines, das von vielen hektischen Phasen geprägt war. Durch Tore von Serge Gnabry, Robert Lewandowski und Jamal Musiala gewann der FC Bayern am Ende mit 3:1 gegen den BVB, Emre Can traf per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:1.

Der Titel in der Bundesliga ist damit in trockenen Tüchern, ausgerechnet gegen den Konkurrenten aus Dortmund. In Anbetracht der zahlreichen Ausfälle war der Auftritt der Gäste alles andere als katastrophal, allerdings produzierte der BVB zu viele individuelle Fehler. Nach dem Spiel liefern wir die Einzelkritik zum Spiel. Bewertet wird im Schulnotensystem, auch „,5“-Noten sind möglich.

Bayern schlägt Dortmund 3:1: Hier geht es zum Spielbericht

Im Kollektiv: FC Bayern macht zehnte Meisterschaft in Folge klar

Manuel Neuer: Zweimal im Passspiel nicht ganz sauber, ansonsten ließ sich der Nationaltorhüter nichts zu Schulden kommen. War beim Elfmeter machtlos (52.). Parierte kurz darauf stark gegen Reus (54.), verhinderte so den Ausgleich. Note: 3,0

Benjamin Pavard: Ordentliche erste Halbzeit, in der er sich nichts zu Schulden kommen ließ. Nach dem Seitenwechsel jedoch mit einem Leistungsabfall. Hätte für ein Foul gegen Brandt mindestens Gelb sehen müssen (48.), hatte bei einem weiteren Foul gegen Bellingham Glück, dass es kein Elfmeter gab (59.). Note: 4,0

Dayot Upamecano: War immer auf der Höhe und stets zur Stelle, sobald Gefahr drohte. Im zweiten Durchgang hier und da nicht klug positioniert, wodurch sich Räume für den Gegner boten. Bis auf wenige Ausnahmen hatte der Franzose aber auch Haaland stets im Griff. Note: 2,5

Lucas Hernandez: Ähnlich wie Upamecano hatte auch Hernandez nach dem Seitenwechsel ein paar Wackler drin. Ansonsten vertedeidigte der Franzose nahezu alles weg, was es wegzuverteidigen gab. Insbesondere sein Tackling gegen Reus (55.) war wichtig. Kleiner Makel: Seine Spieleröffnung, insbesondere die langen Bälle, war nicht immer ganz sauber. Note: 2,0

Alphonso Davies: Fing unzählige Bälle ab, und das gefühlt auf dem ganzen Platz. Verteidigte auch in höheren Zonen progressiv, leitete auf diese Art und Weise auch immer wieder Angriffe ein. Starker Auftritt des Kanadiers. Note: 2,0

Joshua Kimmich (bis 90.+3): Starke Balleroberung vor dem 2:0 (34.), auch seine Standards waren ordentlich. Ansonsten zeigte Kimmich insbesondere bei progressiven Bällen ungewohnte Mängel. Auch gegen den Ball hier und da fahrig. Verursachte zudem unnötig einen Elfmeter (49.), brachte so Dortmund zurück ins Spiel. Note: 4,0

Leon Goretzka: Gute offensive Laufwege und die Vorlage zum 1:0 (15.) nach einer Ecke. Auch gegen den Ball gut, gewann einige Bälle in höheren Zonen, leitete damit Angriffe ein. Der Nationalspieler hatte schon schlechtere Auftritte im Bayern-Dress. Note: 2,5

Serge Gnabry (bis 63.): Erzielte das wichtige 1:0, beteiligte sich auch sonst gut an Kombinationen und Angriffen, war auch defensiv präsent. Makel: Seine Hereingaben waren zu unpräzise. Note: 3,0

Thomas Müller (bis 82.): Bot sich gut im Zwischenlinienraum an. Schaltete schnell und setzte Lewandowski in Szene, der das 2:0 machte. War er im ersten Durchgang noch etwas unauffällig, wurde Müller nach dem Seitenwechsel aktiver, strahlte auch selbst mehr Torgefahr aus. Note: 3,0

Kingsley Coman (bis 82.): Insbesondere im ersten Durchgang einer der Aktivposten im Spiel nach vorne. Hatte gute Ideen, die jedoch nicht immer funktionieren wollten. Wirkte in manchen Szenen auch etwas überhastet, war für den Gegner so leichter zu greifen. Kein schwacher Auftritt, aber auch keiner, der in die Geschichtsbücher eingehen wird. Note: 3,5

Robert Lewandowski (bis 90.+3): War anfangs nicht richtig ins Spiel eingebunden, musste sich häufig fallen lassen, um Bälle zu bekommen. Nach seinem Tor zum 2:0 wurde der Pole auch häufiger selbst gefährlich, hatte eins, zwei weitere gute Abschlüsse. Hätte in der 69. Minute den Deckel draufmachen müssen, als er frei vor Hitz auftauchte. Note: 3,0

Einwechslungen beim FC Bayern

Jamal Musiala (ab 63. für Müller): Brachte direkt Schwung in die Partie, initiierte viel und setzte seine Mitspieler in Szene. Scheiterte nach einem schönen Tänzchen durch die generische Abwehr zunächst an Hitz, machte im zweiten Anlauf den Deckel auf die Partie und damit auf die Meisterschaft (83.). Note: 2,0

Marcel Sabitzer (82. für Müller): keine Bewertung

Leroy Sané (82. für Coman): keine Bewertung

Niklas Süle (90.+3 für Kimmich): keine Bewertung

Eric Maxim Choupo-Moting (90.+3 für Lewandowski): keine Bewertung

Bayern-Noten von Michael Bojkov

FC Bayern BVB

(Photo by CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images)

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BVB: Die Gäste machen sich das Leben selbst schwer

Marwin Hitz: Beim 0:1 chancenlos. Sah beim zweiten Gegentor etwas unglücklich aus, aber kein Vorwurf. Überragend gehalten in der 70. Minute gegen Lewandowski. Ansonsten ein souveräner Rückhalt, beim 3:1 allerdings unsicher. Note: 3,5

Marius Wolf: War weitgehend defensiv gebunden. Wusste sich mitunter nur durch Fouls zu helfen. Einige Stellungsfehler im Spiel. Stabilisierte sich im Laufe der Partie allerdings. In der zweiten Halbzeit ohnehin seltener im Mittelpunkt, auch, weil vom Rekordmeister nach vorne nicht mehr so viel kam. Note: 3,5

Manuel Akanji: Begann sehr stabil in den Zweikämpfen und war hellwach. Ließ sich weniger als seine Teamkollegen von dem hektischen Spiel anstecken. Bester Verteidiger seiner Mannschaft, auch, weil er mitunter im Spielaufbau Akzente setzte und sich auch vom Pressing nicht signifikant beeinflussen ließ. Note: 2,5

Dan-Axel Zagadou: Unter Druck anfällig, beim 2:0 von Gnabry angelaufen und mit dem Fehlpass. Wirkte in seinen Aktionen zuweilen hektisch, strahlte keine Souveränität aus. Es wurde häufig gefährlich, wenn er involviert war, auch im Kopf mitunter zu langsam. Note: 5

Raphael Guerreiro: Viele Angriffe der Bayern liefen über seine Seite. Defensive ist nicht das Prunkstück des Portugiesen. Konnte seine Offensivvorstöße, auch weil er häufig gebunden war, nicht vollziehen. Keine Entfaltung, wenig Kreativität, wenn er mal im Offensivspiel eingebunden war. Note: 4

Emre Can: Immer im Mittelpunkt des Geschehens, häufig aber dann, wenn es Diskussionen oder Rudelbildungen gab. Holte sich auch eine gelbe Karte nach einer solchen Rudelbildung ab, weil er sich mehrfach einmischte. Außerdem zu viele Ballverluste. Traf dann aber sicher vom Punkt zum 2:1. Das Tor gab Can durchaus Sicherheit, danach gelang mehr. Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit. Note: 3,5

Jude Bellingham: Dynamisch und laufstark wie immer, aber häufig gut von Kimmich und Goretzka bearbeitet. Mitunter beeindruckend, wie viel der Youngster auch instinktiv richtig macht und wie er keinen Ball verloren gibt. Mit Ball ging nicht immer alles, arbeitet sich aber bis zum Krampf und darüber hinaus durch das Spiel. Note: 2.

Julian Brandt: In der 27. Minute mit einem wachen Moment und reaktionsschnell, als er die gute Haaland-Chance auflegte. Danach mit Licht und Schatten. Mitunter zu kompliziert, mitunter aber einfach auch gut kontrolliert. Feine Technik, zeitweise gute Ideen im Offensivspiel, aber es kam zu wenig dabei herum. Note: 4.

Reinier: Dem Brasilianer fehlte der Rhythmus, das war ihm auch anzumerken. Wirkte wie ein kompletter Fremdkörper. Kaum Genauigkeit, wenn er mal am Ball war, was auch relativ selten der Fall war. Sehr unauffällig. Note: 5.

Marco Reus: Agierte etwas hinter Erling Haaland und begann sehr agil, war früh gut eingebunden. Verlor dann aber zunehmend den Faden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit clever, als er den Elfmeter herausholte. Danach auch noch mit der ein oder anderen ordentlichen Aktion, lief vor allem im Pressing mitunter sehr klug an.  Note: 3. 

Erling Haaland: Das Ziel war klar, Haaland sollte nach Ballgewinn auf die Reise geschickt werden, das gelang zu Beginn zu selten, scheiterte mehrfach im Zweikampf an Upamecano. Im Abschluss einmal zu hektisch, einmal abgeblockt, einmal nicht mit der richtigen Schusstechnik. Mehrfach abgelaufen worden, trotz höchster Geschwindigkeit im Spiel. Note: 4.

Einwechslungen beim BVB

Jamie Bynoe-Gittens (ab 67. für Reinier): Keine Bewertung mehr.

Felix Passlack (ab 87. für Wolf): Keine Bewertung mehr.

Youssoufa Moukoko (ab 87. für Haaland): Keine Bewertung mehr.

BVB-Noten von Manuel Behlert

Photo by Getty Images

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