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90PLUS » FC Bayern: Dreesen will bestehendes Transfersystem schützen
Bundesliga

FC Bayern: Dreesen will bestehendes Transfersystem schützen

Till Gabriel
11.10.24, 09:06
Till Gabriel
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FC Bayern Dreesen über Diarra-Urteil
(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Fall Lassana Diarra erwarten einige tiefgreifende Änderungen für den Transfermarkt. Jan-Christian Dreesen vom FC Bayern forderte Klarheit.

FC Bayern | Dreesen: Transfersystem kommt „den kleineren Vereinen zugute“

Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern und stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Klub-Vereinigung (ECA), hat sich zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Fall Lassana Diarra geäußert. „Wir müssen jetzt Klarheit erreichen und das Urteil genau bewerten“, zitiert der kicker den 57-Jährigen.

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Diarra hatte sich vor zehn Jahren mit seinem Arbeitgeber Lokomotiv Moskau zerstritten und den Verein nach ausbleibenden Gehaltszahlungen auf eigene Faust verlassen. Die FIFA gab einer Beschwerde der Russen Recht und verhängte eine Strafe in Höhe von zehn Millionen Euro gegen den früheren französischen Nationalspieler. Der CAS bestätigte die Strafe, an der sich etwaige neue Arbeitgeber Diarras beteiligen sollten. Ein Wechsel nach Chaleroi platzte deshalb, der Mittelfeldspieler blieb ein Jahr ohne Verein.

Der EuGH bestätigte nun, dass die Regeln der FIFA gegen EU-Recht verstoßen und die Freizügigkeit der Spieler sowie den Wettbewerb zwischen den Vereinen einschränken. Während einige Experten große Auswirkungen auf das Transfersystem erwarten, mahnt Dreesen zur Geduld: „Das Urteil erlaubt es den Spielern zunächst einmal nicht, ihre Verträge ohne Konsequenzen zu kündigen. Das ist ein wichtiger Teil dieses Urteils.“ Wie groß die Auswirkungen in der Zukunft sein werden, müsse man sehen. Wichtig sei, dass vertragsbrüchige Spieler auch in Zukunft keinen Freifahrtschein erhalten.

„Das derzeitige Transfersystem kommt vor allem den kleineren Verein zugute“, betonte der Funktionär des FC Bayern: „Die nicht über die großen Einnahmen aus Medienrechten und Sponsoring verfügen und auf Einnahmen aus dem Ticketing und dem Transfermarkt angewiesen sind.“

(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

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