Goretzka klar gegen Rechts: „Ist egal, wo du herkommst“

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News | Bayern-Profi und Nationalspieler Leon Goretzka hat sich erneut klar gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit positioniert. Er stünde klar für weltoffene Werte ein und hoffe, die Partei AfD würde bei der kommenden Bundestagswahl viele Stimmen verlieren.

Goretzka will „Aufmerksamkeit und Reichweite“ für gesellschaftliche Themen nutzen

Leon Goretzka (26) hat es sich bereits seit längerem zur Aufgabe gemacht, öffentlich für gesellschaftlich relevante Themen einzustehen. Dieses Engagement hat der Nationalspieler und Profi des FC Bayern München nun noch einmal bekräftigt. „Ich selbst will die Aufmerksamkeit und die Reichweite nutzen, die mir der sportliche Erfolg bescheren, um Themen auf die Agenda zu bringen, die besprochen werden müssen“, sagte Goretzka dem Magazin der Deutschen Bahn. „Das sehe ich als meine Aufgabe.“

„Vor allem auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, erklärte der 26-Jährige. „Das berührt mich sehr, und ich werde weiter bei jeder Gelegenheit dazu Stellung beziehen.“ Hierfür hat der Mittelfeldspieler einen naheliegenden Vergleich. „Mannschaftssport ist ja das perfekte Sinnbild dafür, wie eine Gesellschaft funktionieren sollte: Es ist egal, wo du herkommst, welche Sprache du sprichst oder was für eine Kultur du lebst“, erklärte Goretzka. „Und ich wünsche mir, dass das auch zu 100 Prozent für unser Land gilt.“

Goretzka: Die AfD ist keine Alternative

Goretzka blickt hierbei sehr reflektiert auf das Thema und seine eigene Entwicklung. „Ich muss zugeben, dass Rassismus für mich lange Zeit kein Thema war“, so der gebürtige Bochumer. „Ich bin zunächst auf eine Realschule mit einem sehr hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund gegangen und habe geglaubt, dass wir die alten Vorurteile hinter uns gelassen hätten.“ Eine jüngere Konfrontation mit diesem Thema öffnete Goretzka jedoch die Augen. „Bis ich in diesem Video sah, das bei unserem Länderspiel gegen Serbien im März 2019 entstand, wie ein Zuschauer Leroy Sane und Ilkay Gündogan aufs Übelste rassistisch beleidigte. Am meisten schockierte mich daran, dass außer dem mutigen Journalisten, der das Video gemacht hat, niemand der Umsitzenden etwas unternahm.“

 

„Das war die Initialzündung, mich jederzeit klar und deutlich zu äußern“, so Goretzka. Klare Kante bewies er auch bei seinem Schluss-Statement. „Eine Hoffnung habe ich noch für die Wahl: Dass die AfD, die in der Pandemie wiederholt bewiesen hat, dass sie keine Alternative ist, möglichst viele Stimmen verliert.“

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Foto: IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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