Hannover 96 | Kind über Trainerjob: „Ist auch immer eine Drecksarbeit“

Martin Kind auf der Tribüne bei Hannover 96.
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News | Hannover 96 trennte sich zu Wochenbeginn von Coach Jan Zimmermann. Die Nachfolgersuche befindet sich trotz Komplikation fast auf der Zielgeraden.

Hannover 96: Funkel lehnt Trainerposten ab

Mit 0:4 ging Hannover 96 am vergangenen Samstag beim Karlsruher SC unter. Der damit verbundene Fall auf den Relegationsplatz gipfelte in der Entlassung des erst im Sommer verpflichteten Trainers Jan Zimmermann (42).

Eine Rolle bei der Findung des Nachfolgers spielte auch Friedhelm Funkel (67). Das Trainerurgestein wurde laut der „Rheinischen Post“ über Umwege kontaktiert, sagte allerdings ab, wie Martin Kind (77), der umstrittene Geschäftsführer der Niedersachsen, der „Neuen Presse“ (via transfermarkt.de) bestätigte: „Wir haben Kontakt gehabt, aber er will nicht.“

 

Weiter fügte er an: „Denen geht es allen wirtschaftlich gut. Und es ist auch immer eine Drecksarbeit – mit hohem Druck und Erwartungen.“ Funkel, der zuletzt den 1. FC Köln vor dem Abstieg rettete, erklärte angesprochen auf das Zitat: „Ja, es gab eine Anfrage. Aber das war für mich von Anfang an kein Thema. Nicht, weil ich es als Drecksarbeit empfinden würde oder ich satt wäre – als Trainer arbeiten zu dürfen ist eine großartige Aufgabe und weit davon entfernt, eine Belastung für mich zu sein. Es hatte alleine private Gründe, warum ich weitere Gespräche abgelehnt habe.“

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Bei den 96ern auf der Liste ganz oben stehen derzeit Daniel Thioune (42) – bis Mai beim HSV tätig – sowie der bis Sommer Fortuna Düsseldorf trainierende Uwe Rösler (53). Kind stellte allerdings klar, dass es „mindestens noch zwei weitere Kandidaten“ gebe. „Die Mannschaft braucht eine konsequente Hand – sie ist jetzt gefordert“, betonte er mit Blick auf die kommenden Wochen.

Im Heimspiel gegen den Hamburger SV übernimmt U23-Coach Christoph Dabrowski (43) das Kommando, ehe ab Montag der neue Mann seinen Job antreten solle. Dabei ließ Kind durchblicken, dass das Gehalt nicht besonders hoch ausfallen wird: „Wir müssen unser Risiko kalkulierbar halten. Wir müssen Herrn Zimmermann weiter bezahlen, wir bekommen wieder Spiele ohne Zuschauer – es ist ja alles ein Desaster.“ Die Vorzeichen waren einst deutlich besser, um bei Hannover 96 zu arbeiten.

(Photo by Swen Pfoertner/Pool via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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