Gerüchte um Robert Lewandowski: Das ist der aktuelle Stand

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Robert Lewandowski steht beim FC Bayern noch bis zum Sommer 2023 unter Vertrag. Gespräche über eine Verlängerung hat es bis dato noch nicht gegeben, stattdessen brodelt die Gerüchteküche in den letzten Tagen auf Hochtouren. Wie ist die aktuelle Lage einzuschätzen?

Lewandowski: Verlängerung oder Wechsel?

Der FC Bayern hat derzeit einige personelle Anliegen, die geklärt werden müssen. Vertragsverlängerungen mit Serge Gnabry, Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski stehen an. Mit letzterem wurden offenbar noch keine Gespräche geführt, das berichten diverse Medien übereinstimmend. Der Berater des Polen, Fini Zahavi, soll Gespräche mit mehreren internationalen Topklubs führen und Druck ausüben. Das ist sein Job und das ist gleichzeitig auch seine Masche.



Dass Lewandowski in München aktuell etwas unzfrieden sein soll, reicht nicht über die Ebene der Mutmaßungen hinaus. Seine Form war schon einmal besser, gleichzeitig ist es nicht gerade zuträglich, dass das gesamte Offensivspiel lahmt und auch andere Spieler nicht bei 100 % sind. Ein Wechsel des Polen soll angeblich im Sommer möglich sein, was angesichts der Vertragslage zunächst einmal ohnehin eine Option ist, die in Betracht gezogen werden muss. Gerüchte dieser Art gab es in der Vergangenheit häufig, nicht selten, um Druck auszuüben, vor allem auf den Verein.

Gerüchteküche brodelt vor dem Villarreal-Spiel

Am Dienstagabend findet das wichtige Rückspiel im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Villarreal statt. Vor dieser Partie gab es zahlreiche Gerüchte, die darauf hindeuten, dass vor allem der FC Barcelona großes Interesse an Lewandowski haben soll. Nun, die Katalanen suchen nach Verstärkungen und haben sicher ein spannendes Projekt anzubieten. Den Stein ins Rollen brachte unter anderem das polnische Medium TVP Sport, das einen bevorstehenden Wechsel des Angreifers nach Barcelona vermeldete und schon von einer Einigung zwischen der Spielerseite und den Katalanen sprach. Sogar Oliver Kahn solle schon informiert worden sein.

Die Dinge nahmen ihren Lauf. Sport1 meldete sich zu Wort und sprach von einem möglichen Abgang im Sommer, aber dass eine Entscheidung erst nach den Vertragsgesprächen mit dem FC Bayern fällt. Das ist ein wichtiger Punkt, denn in Sachen Laufzeit und Gehalt hat die Spielerseite natürlich gewisse Forderungen, die mit der Möglichkeit eines Wechsels im Hintergrund zumindest in einigen Fällen leichter durchzusetzen sind. Piotr Kozminski, unter anderem als UEFA-Reporter tätig, dementierte zudem auch am Montag, dass eine Entscheidung gefallen sei, nicht einmal ein Gespräch mit Barcelona habe stattgefunden.

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Ist ein solches Gerücht erst einmal im Umlauf, will natürlich jedes Medium etwas dazu beitragen. Die Gefahr, dass Gerüchteschleudern Details in die Welt setzen, die nicht der Wahrheit entsprechen, sind groß. Von einem „grünen Licht“ gegenüber Xavi und Barcelona  war die Rede, was wiederum nicht zu den vorherigen Meldungen passt. Auch hieß es in einigen Berichten, dass Barcelona weniger Gehalt zahlen würde als der Rekordmeister, dann war wieder von einem deutlich höheren Gehalt als in München die Rede. Kurzum: Verlässliche, übereinstimmende Informationen, die über die Ebene des Interesses hinausgehen, liegen nicht vor.

Wechselgerüchte um Lewandowski: Taktik – oder doch mehr?

Dass Robert Lewandowski vor anstehenden Vertragsgesprächen mit einem Wechsel zu einem Topklub in Verbindung gebracht wird, ist nicht neu. Früher war es oft Real Madrid, diesmal ist es primär der FC Barcelona. Nach aktuellem Stand gibt es sehr viele Berichte, die allesamt im Kern ein Interesse der Katalanen beinhalten und davon sprechen, dass Berater Zahavi einen Interessenaustausch mit Barça sowie anderen Klubs vollzieht. Dass er, der schon lange im Geschäft ist, dies tut, während eine entscheidende Saisonphase für den FC Bayern ansteht, ist auch nicht überraschend.

Es ist also zunächst einmal davon auszugehen, dass die Gespräche von taktischer Natur sind, um das bestmögliche Angebot des FC Bayern zu erhalten. Zweifelsohne lässt sich nicht ausschließen, dass Lewandowski, der langsam in die letzten Jahre seiner aktiven Karriere geht, noch einmal eine neue Herausforderung sucht. Solange er sich nicht dazu äußert oder Details übereinstimmend berichtet werden, bleibt das aber Spekulation.

Eine weiterer Faktor: Ein Wechsel im Sommer würde den aufnehmenden Verein viel Geld kosten. Ablösesumme, Gehalt, Handgeld, Beraterhonorar: Das Gesamtpaket für Lewandowski ist groß, sehr groß. Und: Bayern würde ihn nicht ziehen lassen, ohne einen Ersatz an der Hand zu haben. Bei einem Stürmermarkt, der knifflig ist, und bei eigenen finanziellen Sparmaßnahmen sollte das auch keine Voraussetzung sein, die leicht zu erfüllen ist. Das Thema wird wohl oder übel noch weiter präsent bleiben.

(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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