Lukebakio: “ Ich wollte Hertha verlassen“ – Kritik an Abwehrverhalten

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News | Relativ spät wurde Dodi Lukebakio im vergangenen Sommer von Hertha BSC an den VfL Wolfsburg verliehen. Der Belgier machte nun klar, nichts anderes gewollt zu haben, als Berlin zu verlassen. In Wolfsburg ist Lukebakio aktuell der Kritik an seiner taktischen Disziplin ausgesetzt.

Lukebakio: „Als Wolfsburg kam, wusste ich, dass ich wechseln möchte“

Der Wechsel von Dodi Lukebakio (24) im vergangenen Transfersommer kam dann doch ein wenig überraschend. Zwar gab es am Anfang der Transferperiode immer wieder Gerüchte darum, dass Hertha BSC den 20-Millionen-Euro-Einkauf gerne wieder verkaufen würde, in der Vorbereitung und Anfangszeit der Saison zeigte sich der Belgier jedoch ungewohnt motiviert. Trainer Pal Dardai (45) lebte den Offensivspieler öffentlich – dann, wie aus dem Nichts, folgte die Leihe an den VfL Wolfsburg.

„Ich wollte Hertha verlassen, das wusste der Klub. Für meine Entwicklung wollte ich etwas anderes machen. Als Wolfsburg kam, wusste ich, dass ich wechseln möchte“, erklärte Lukebakio nun dem kicker. „Auch, weil der VfL in der Champions League spielt, dort will jeder Spieler hin.“ Wie der belgische Nationalspieler berichtet, habe es schon einmal Kontakt zum VfL gegeben, „nach meiner Saison in Düsseldorf.“ Auf die Frage, ob er sich eine Rückkehr zu Hertha vorstellen könnte, antwortete Lukebakio: „Mein Fokus liegt in diesem Jahr voll auf Wolfsburg, dann werden wir sehen.“

Kritik an Abwehrverhalten – „Natürlich muss ich es besser machen“

Wie schon in seiner Zeit in Berlin ist Lukebakios Leihe zu Wolfsburg bislang von Unbeständigkeit geprägt. Der pfeilschnelle Angreifer zeigte bereits erste positive Ansätze, sowohl unter Ex-Trainer Mark van Bommel (44), als auch unter Neu-Coach Florian Kohfeldt (39). In den letzten Partien kommt Lukebakio allerdings nicht über Kurzeinsätze hinaus. Womöglich hängt dies auch mit seinem Defensivverhalten zusammen. Der 24-Jährige wurde bereits von Bruno Labbadia (55) und Dardai für seine mangelnde taktische Disziplin kritisiert.

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Auch bei den „Wölfen“ gab es bereits eine sehr prägnante Szene, in der Lukebakio die Arbeit nach hinten schlicht einstellte. Im Spiel gegen den 1. FC Union Berlin am 8. Spieltag verlor er am eigenen Sechszehner den Ball, setzte dann allerdings nicht mehr nach und trabte wieder nach vorne – Union nutzte diese Nachlässigkeit zum 2:0. „Was soll ich sagen? Natürlich muss ich es besser machen. Man lernt in jedem Spiel, Kritik gehört immer dazu“, sagte Lukebakio nach dem öffentlichen Echo. „Mich stört das nicht, Kritik macht mich stärker. Ich weiß, dass ich Schwächen habe, daran muss ich arbeiten, um mich zu verbessern.“

(Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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