Lange ideenloser BVB gewinnt knapp in Mainz

Der BVB setzte sich beim FSV Mainz 05 durch.
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News | Am frühen Mittwochabend trafen der coronageplagte FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund aufeinander. Der klare Außenseiter hielt stark mit, musste aber das späte 0:1 hinnehmen.

Mainz engagiert, BVB uninspiriert

Noch am Samstag setzten die Rheinhessen aufgrund zahlreicher Corona-Fälle im Kader aus. Die Verantwortlichen kündigten bereits an, dass sie zum Duell mit dem BVB nur eine Notelf aufs Spielfeld schicken können. Angreifer Delano Burgzorg erwischte es sogar wesentlich härter. Bei ihm wurde infolge der Erkrankung eine leichte Herzmuskelentzündung festgestellt.

Die Sorgen waren den Hausherren auf dem Spielfeld durchaus anzumerken. Sie verzichteten auf das permanente hohe Pressing, was sie sonst auszeichnet, und griffen nur situativ tief in der gegnerischen Hälfte an. Der Zweitplatzierte erlangte daher reichlich Ballbesitz, blieb aber zunächst ohne Torchancen.

 

Etwas mehr Gefahr strahlte Mainz 05 aus. Emre Can klärte gleich zweimal in brenzligen Situation gegen Karim Onisiwo sowie Anton Stach. Torhüter Gregor Kobel musste sich somit keinen Prüfungen stellen. Seinem Gegenüber Robin Zentner erging es ähnlich – bis zur 22. Minute, als er einen Versuch aus spitzem Winkel von Thorgan Hazard problemlos festhielt.

Fünf Zeigerumdrehungen später wäre Kobel womöglich geschlagen gewesen, doch Can verteidigte erneut exzellent und blockte den Abschluss von Jonathan Burkardt, der den Konter zuvor auch einleitete, am Fünfmeterraum. Die Szene stellte tatsächlich die beste Möglichkeit des ersten Abschnitts dar.

Der größte Aufreger ereignete sich in Minute 42. Marius Wolf und Anderson Lucoqui gerieten aneinander, woraufhin eine kleine Rudelbildung entstand. Schiedsrichter Sascha Stegemann beruhigte das Geschehen mit Verwarnungen gegen Wolf und dem ebenfalls mitmischenden Stefan Bell und pfiff kurz darauf zur Pause.

Etwas Hektik kam kurz vor dem Pausenpfiff zwischen Mainz 05 und Borussia Dortmund auf.

(Photo by Alexander Scheuber/Getty Images)

Mainz hält dagegen, doch der BVB trifft

Beide Mannschaften kamen unverändert aus den Kabinen. Die Begegnung verlief auch nach dem Seitenwechsel zweikampfgeprägt. Der Führung etwas näher war weiterhin Mainz 05. Kevin Stöger legte einen Eckball in den Rückraum auf Anton Stach, dessen Abschluss nur knapp das linke obere Eck verfehlte (50.). Nach 56 Minuten reagierte Marco Rose schließlich auf den offensiv harmlosen Auftritt seiner Mannschaft und brachte Erling Haaland für Wolf.

Die nächste Gelegenheit besaßen aber die Rheinhessen. Eine scharfe Lucoqui-Hereingabe rauschte durch den Sechszehner, ehe Silvan Widmer sie am zweiten Pfosten erreichte und direkt abzog, Kobel wehrte zur Ecke ab (60.). Die brachte Diskussionen, denn Can brachte Onisiwo mit einem robusten Körpereinsatz zu Fall, Stegemann winkte aber ohne jegliches Zögern ab.

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Die BVB-Drangphase ließ dagegen weiter auf sich warten. Zumindest gelang in der 66. Minute eine schnelle Kombination über mehrere Stationen, sodass der bis dato unauffällige Donyell Malen zum Schuss kam, jedoch deutlich verzog. 120 Sekunden darauf scheiterte Haaland dann infolge einer Flanke von Nico Schulz aus zwölf Metern an Zentner. Direkt im Anschluss brachte Rose mit Giovanni Reyna und Julian Brandt zwei weitere frische Kräfte.

Den Mainzern war der Kräfteverschleiß inzwischen anzusehen. Trainer Bo Svensson handelte in Form eines Doppelwechsels. Jean-Paul Boetius sowie Merveille Pamela ersetzten Marcus Ingvartsen und Stach. In der Schlussphase rannte die Borussia, bei der Jude Bellingham trotz eines harten Kopf-an Kopf-Zusammenstoßes mit Niklas Tauer die Partie beendete, weiter an und durfte in der 87. Minute jubeln. Ein von Reyna getretener Freistoß landete beim ungestörten Axel Witsel, der aus kurzer Distanz mit der Innenseite vollendete – 0:1.

Den Vorsprung brachte der BVB kontrolliert ins Ziel, womit er auf vier Zähler an den FC Bayern heranrückt. Am Sonntag (19.30 Uhr, live auf DAZN) folgt das schwierige Auswärtsspiel beim 1. FC Köln. Der FSV Mainz 05 empfängt einen Tag zuvor Arminia Bielefeld.

(Photo by Alexander Scheuber/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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