Zwei späte Jokertore! Mainz 05 gewinnt Spektakel gegen Leverkusen

Die Spieler des 1. FSV Mainz 05 jubeln.
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News | In einem abwechslungsreichen Bundesligaspiel hat der 1. FSV Mainz 05 Bayer Leverkusen spät mit 3:2 (0:1) besiegt. Zwei Traumtore ebneten den Weg.

Für Bayer Leverkusen, das mit vier Siegen in Serie nach Rheinhessen kam, sollte das Duell beim 1. FSV Mainz 05 ein echter Gradmesser sein. Die Rheinhessen spielen eine starke Saison und haben nicht nur den angepeilten Klassenerhalt, sondern sogar Europa im Blick. Für die Leverkusener ging es darum, im Rennen um die Champions League vorzulegen.

Wie zu erwarten nahm sich das Spiel keine lange Auftaktphase. Schon nach sieben Minuten hatte Kerem Demirbay die erste gute Chance. Links im Strafraum lenkte Stefan Bell den Schuss des Leverkuseners aber rechts am Tor vorbei. Doch auch die Gastgeber, die traditionell zur Fastnachtszeit wieder in Sondertrikots aufliefen, ließen sich nicht lange bitten. Jae-Sung Lee zwang Bayer-Keeper Lukas Hradecky mit einem verdeckten Flachschuss zu einer ersten Großtat (12.).

Mainz 05 hat Chancen, Bayer Leverkusen trifft

Es entwickelte sich ein munteres Freitagabendspiel, in dem die Gastgeber Feldvorteile hatten. Die hoch dekorierte Bayer-Offensive kam gegen den eng gestaffelten Mainzer Defensivverbund kaum zur Geltung. Die Rheinhessen lauerten auf Ballverluste und nutzten die sich bietenden Räume. Die beste Chance bot sich nach einer halben Stunde. Nach einer Bayer-Ecke konterte Mainz. Karim Onisiwo kochte Jeremie Frimpong ab. Der Ball kam zu Jonathan Burkardt und der bediente, frei vor Hradecky, Onisiwo. Der Österreicher wurde jedoch noch entscheidend von Hincapié gestört und verpasste das 1:0 (30.).

Stattdessen schlug Leverkusen dann wie aus dem Nichts zu. Einen eigentlich harmlosen Schuss von Patrik Schick fälschte Moussa Niakhaté unglücklich und ebenso unhaltbar für Zentner ins linke Eck ab – 0:1 (35.). Im Stile einer Spitzenmannschaft rissen die Leverkusener das Spiel an sich und gingen mit der, etwas glücklichen, 1:0-Führung in die Pause.

Aarón zaubert, zweites Mainz-Tor zählt nicht

In Durchgang zwei wurde das Spiel hitziger. Mainz drängte auf den Ausgleich und Leverkusen musste gleich einen ersten Schock verkraften. Schick hatte sich ohne Gegnereinwirkung verletzt und musste durch Lucas Alario ersetzt werden (48.). Dann wurde es hektisch. Nach einem Zweikampf mit Demirbay bekam Dominik Kohr einen zumindest strittigen Freistoß zugesprochen. Aarón Martín war das egal, er setzte die Kugel aus rund 18 Metern unhaltbar zum 1:1 ins linke Eck (57.).

Mainz war drauf und dran das Spiel zu drehen. Nur drei Minuten später köpfte Onisiwo nach einem neuerlichen Aarón-Freistoß die vermeintliche FSV-Führung (60.). Schiedsrichter Benjamin Cortus hielt Rücksprache mit dem VAR und erkannte den Treffer schließlich nicht an, weil Niakhaté im Abseits stand. Schlussendlich zählte der Treffer nicht. Ob Niakhaté aktiv in die Situation eingriff dürfte noch heiß diskutiert werden.

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Mit dem Rücken zur Wand musste Bayer reagieren und tat das nach 69 Minuten. Die FSV-Defensive klärte die die Versuche von Demirbay und Moussa Diaby noch mit vereinten Kräften, doch dann kam Joker Lucas Alario. Mit dem zweiten gefährlichen Gäste-Angriff nach der Pause erzielte er aus rund acht Metern die neuerliche Bayer-Führung (74.).

Mainz schlägt spät doppelt zu und holt sich den Sieg

Mainz blieb aber gefährlich und belohnte sich abermals für eine starke Leistung. Kurz vor Schluss traf der eingewechselte Jean-Paul Boetius volley aber gefühlvoll mit der rechten Innenseite über den chancenlosen Hradecky hinweg zum 2:2 (84.). Es sollte immernoch nicht das Ende sein. Wieder nur vier Minuten später behielt der ebenfalls eingewechselte Marcus Ingvartsen im Getümmel vor Hradecky den Überblick, erzielte das 3:2 und drehte die Partie tatsächlich noch zu Gunsten der Mainzer (88.).

 

Es sollte der Schlusspunkt in einer atemberaubenden Partie sein. Mainz 05 rückt damit auf Platz sieben vor, Bayer Leverkusen bleibt erstmal Dritter.

 

Photo by Alex Grimm/Getty Images

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