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90PLUS » Nach BVB-Absage: RB Leipzig plant Rekordangebot für El Mala
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Nach BVB-Absage: RB Leipzig plant Rekordangebot für El Mala

Eve Kreisenberg
17.08.26, 16:26
Eve Kreisenberg
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Said El Mala
Foto: Getty Images

Kaum hat Borussia Dortmund den Rückzug erklärt, steht schon der nächste Bundesligist bereit: RB Leipzig will sich laut übereinstimmenden Berichten mit einem noch höheren Angebot in den Poker um Said El Mala einschalten – muss dafür aber erst grünes Licht von Geldgeber Red Bull einholen.

Der BVB ist offiziell raus

Was sich seit Tagen angedeutet hatte, machte Dortmunds Sportgeschäftsführer Lars Ricken am Freitag amtlich: Said El Mala werde in diesem Sommer kein Spieler von Borussia Dortmund. Man habe offene Gespräche mit den Kölner Verantwortlichen geführt, die aber das letzte Angebot abgelehnt hätten – ein weiteres werde es von BVB-Seite nicht geben. Das abgelehnte Paket soll bei 46 Millionen Euro Grundablöse plus sechs bis sieben Millionen Euro an Boni gelegen haben, während Köln auf einer garantierten Fixsumme von mindestens 50 Millionen Euro beharrte. Kölns eigener Trainer René Wagner reagierte demonstrativ gelassen: Er sei „aktuell von nichts anderem ausgegangen“ und freue sich, dass El Mala weiter im Kader stehe.

Leipzig wittert die Chance – mit höherer Ablöse als Dortmund

Nach Informationen von „Bild“ und „Sport Bild“ bereitet RB Leipzig nun ein Gesamtpaket von bis zu 60 Millionen Euro vor: 50 Millionen Euro Grundablöse, fünf Millionen Euro an leicht erreichbaren Boni sowie weitere fünf Millionen Euro für außergewöhnliche Erfolge – ergänzt um eine von Köln durchgesetzte Weiterverkaufsbeteiligung. Damit läge die Fixablöse spürbar über dem, was der BVB zuletzt zu zahlen bereit war. Bevor die Offerte überhaupt nach Köln übermittelt werden kann, muss sie allerdings sowohl den eigenen Aufsichtsrat als auch Mehrheitseigner Red Bull passieren – laut „Sky“ ist die Personalie im Gremium nicht unumstritten, es gebe durchaus Gegenstimmen. Mit einer Entscheidung wird noch in dieser Woche gerechnet.

Warum sich RB die Ablöse leisten kann

Dass es für die Sachsen nicht am Geld scheitern dürfte, liegt auch am bisherigen Transfersommer: Nach dem 125 Millionen Euro schweren Verkauf von Yan Diomandé an Real Madrid steht für RB Leipzig insgesamt schon ein Plus von 124 Millionen Euro zu Buche. Neuer Trainer Martin Demichelis hatte zuletzt öffentlich Nachbesserungsbedarf im Kader angemeldet – Personal und Etat für einen Vorstoß dieser Größenordnung wären also vorhanden.

Kessler gibt sich zugeknöpft, aber nicht abweisend

Kölns Sportgeschäftsführer Thomas Kessler zeigte sich zuletzt öffentlich entspannt: Noch eine Woche vor dem Pokalspiel gebe es keinen Anlass, an einem Verbleib El Malas zu zweifeln, sagte er beim Testspiel gegen Paderborn. Gegenüber dem „Express“ wich er der Preisfrage aber bewusst aus: Ein öffentlich kommuniziertes „Preisschild“ habe es nie gegeben, lediglich einen Bereich, über den man sich unterhalte – ob es zu einer Einigung komme, ließ er ausdrücklich offen. Genau in dieser Preisspanne dürfte sich nun auch die Leipziger Offerte bewegen müssen.

El Mala selbst soll offen für Leipzig sein

Brisant ist ein Detail aus der Kölner Kabine: El Mala habe sich dort laut „Bild“ bereits selbst positiv über einen möglichen Wechsel nach Leipzig geäußert. Der 19-Jährige, gebürtiger Krefelder mit Stationen in der Jugend von Borussia Mönchengladbach, beim TSV Meerbusch und bei Viktoria Köln, hatte zunächst in der 3. Liga für Aufsehen gesorgt (13 Tore in 32 Spielen, Newcomer der Saison 2024/25), ehe er sich in seiner ersten Bundesliga-Spielzeit endgültig als eines der größten deutschen Talente etablierte. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030 – ein Wechsel würde also ausschließlich über eine Ablöse laufen, kein auslaufendes Papier setzt die Kölner unter Druck.

Nicht nur Bundesligisten sind interessiert

Der Fall zeigt zudem, wie international begehrt El Mala mittlerweile ist: Bereits im Sommer 2025 und im vergangenen Winter soll Brighton & Hove Albion bei Köln vorgefühlt haben, wurde beide Male jedoch von Kessler abgewiesen – auch um den Preis des Spielers durch weitere starke Auftritte erst noch in die Höhe zu treiben. Für den kommenden Sommer wird bereits ein dritter Brighton-Vorstoß erwartet. Vor diesem Hintergrund wirkt die Bereitschaft Leipzigs, kurzfristig 60 Millionen Euro zu mobilisieren, auch als Versuch, dem internationalen Markt zuvorzukommen.

Ein weiterer Nebenschauplatz: Moreira zieht es nach Mailand

Parallel klärt sich auch eine andere Personalie, die zuletzt mit RB Leipzig in Verbindung gebracht worden war: Trainer Demichelis hatte Diego Moreira von Racing Straßburg als Kandidaten gehandelt, die von den Franzosen aufgerufene Ablöse habe den Sachsen aber zu hoch gelegen – ein angebliches Einigungsangebot dementierte Sportchef Marcel Schäfer deutlich, einen Austausch zwischen den Klubs habe es laut „Bild“ nie gegeben. Das Rennen um den belgischen Flügelspieler macht nun offenbar der AC Mailand, der sich mit Straßburg auf rund 50 Millionen Euro plus Boni und Weiterverkaufsbeteiligung geeinigt haben soll – Moreira selbst habe einen Wechsel zu den Rossoneri klar gegenüber Anfragen aus Deutschland und England bevorzugt.

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