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90PLUS » Noah Atubolu zieht Reißleine: Freiburgs Torhüter trennt sich von Berateragentur
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Noah Atubolu zieht Reißleine: Freiburgs Torhüter trennt sich von Berateragentur

Eve Kreisenberg
21.08.26, 09:22
Eve Kreisenberg
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Noah Atubolu
Foto: Getty Images

Ein Sommer voller Enttäuschungen: Noah Atubolu wollte den SC Freiburg in Richtung Premier League verlassen – passiert ist bislang nichts. Jetzt hat der Torhüter die Konsequenzen gezogen und sich von seinen Beratern getrennt.

Die Trennung ist vollzogen

Noah Atubolu hat sich nach Regelung aller Formalitäten offiziell von der Agentur Epic Sports getrennt. Die Agentur selbst hat den Schritt gegenüber dem „Kicker“ mittlerweile bestätigt. Erst im Januar 2026 war der 24-Jährige zu der schillernden, in Abu Dhabi ansässigen „Boutique“-Agentur gewechselt – mit dem erklärten Ziel, den nächsten Karriereschritt im Ausland zu gehen, am liebsten in England.

Mit Luftschlössern bei Laune gehalten

Sieben Monate später ist von diesem Plan nichts übrig. Laut übereinstimmenden Berichten soll Atubolus Berater Ali Barat den Torhüter über Monate mit vagen Wenn-dann-Szenarien hingehalten haben: Ihm sei suggeriert worden, bei Borussia Dortmund, AC Milan oder Aston Villa ein heißer Kandidat zu sein, sollte dort die etatmäßige Nummer eins den Verein verlassen. Real existiert hat keines dieser Szenarien – weder bei Gregor Kobel in Dortmund noch bei Mike Maignan in Mailand oder Emiliano Martínez in Birmingham deutete sich ein Abgang an. Konkrete Angebote gab es dem Vernehmen nach lediglich von den englischen Aufsteigern Hull City und Coventry City, die Atubolu jedoch beide ausgeschlagen haben soll.

Wer ist Ali Barat?

Der iranische Agent gilt als eine der schillerndsten Figuren im europäischen Spielerberatergeschäft. Erst im vergangenen Sommer hatte er die kostspielige Leihe von Nicolas Jackson zum FC Bayern eingefädelt und den Deal anschließend in einer ungewöhnlich detaillierten Pressemitteilung gefeiert. Ende 2025 kürte ihn die italienische Sportzeitung „Tuttosport“ zum zweiten Mal nach 2023 zum Agenten des Jahres – womit er mit dem langjährigen Ronaldo-Berater Jorge Mendes gleichzieht. Zu Barats Klientel zählen unter anderem Denzel Dumfries, Piero Hincapié und Kevin Schade.

Freiburg hat längst reagiert, Frankfurt könnte profitieren

Für den SC Freiburg war die Situation ohnehin klar: Da Atubolu eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus abgelehnt hatte, um seinen Wechselwunsch zu untermauern, zog der Klub die Konsequenzen und verpflichtete mit Mio Backhaus (von Werder Bremen) für die Vereinsrekordsumme von zwölf Millionen Euro bereits einen neuen Stammtorhüter. Atubolu ist damit auf der Tribüne angekommen – und genau das soll ihn nun zum Umdenken bewogen haben.

Durch die Trennung von Epic Sports bietet sich überraschend eine neue Option: Eintracht Frankfurt sucht nach der 0:7-Testspielpleite gegen den FC Brentford dringend eine neue Nummer eins, nachdem weder der fehleranfällige Kaua Santos noch der erst im vergangenen Sommer verpflichtete Michael Zetterer Cheftrainer Adi Hütter überzeugen konnten. Laut „Kicker“ gilt Atubolu inzwischen selbst einen Wechsel nach Frankfurt als „stabilste Alternative“ zu seinem gescheiterten Plan eines Wechsels ins europäische Spitzenfeld. Erste Gespräche soll es bislang nur zwischen der Eintracht und dem Spieler selbst gegeben haben, nicht zwischen den beiden Vereinen.

Ganz einfach dürfte ein Wechsel an den Main aber nicht werden: Zur Ablöse kursieren unterschiedliche Zahlen – während „Kicker“ und „Bild“ von rund 15 Millionen Euro sprechen, ist laut einer dpa-Meldung sogar von bis zu 20 Millionen Euro die Rede; sein aktueller Marktwert liegt bei rund 25 Millionen Euro. Erschwerend kommt hinzu, dass die Eintracht ihren für diesen Sommer angepeilten Transferüberschuss von mehr als 50 Millionen Euro noch nicht erreicht hat.wiederum hat ihren für diesen Sommer angepeilten Transferüberschuss von 50 Millionen Euro noch nicht erreicht, konkrete Verhandlungen mit Freiburg soll es bislang nicht gegeben haben.

THEMENBundesligaNoah AtuboluSC Freiburg
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