Eine Leihe von Bayer Leverkusens Rechtsverteidiger Arthur zeichnet sich offenbar ab. Wie der kicker berichtet, haben sowohl der Hamburger SV als auch Werder Bremen Interesse an einer Verpflichtung des Brasilianers angemeldet. Welcher der beiden Nordklubs am Ende zum Zug kommt, ist derzeit noch offen.
Große Hoffnungen, ständige Rückschläge
Als Arthur vor drei Jahren von América FC aus Brasilien zu Bayer Leverkusen wechselte, galt er als international heiß begehrter Außenverteidiger. Im März 2023 kam sein Debüt in der brasilianischen Nationalmannschaft hinzu. Konstant verlaufen ist seine Zeit in Leverkusen seither allerdings nicht: Zwei schwere Muskelverletzungen bremsten den mittlerweile 23-Jährigen bereits in seiner ersten Saison aus, zuletzt machte ihm ein Syndesmoseriss zu schaffen. Auf drei Jahre beim Werksklub verteilt kommt Arthur so auf gerade einmal 44 Bundesligaeinsätze.
Vom Vertrauensbeweis zur möglichen Leihe
Auffällig ist der zeitliche Zusammenhang: Noch im Mai 2026 hatte Bayer Leverkusen Arthurs Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2031 verlängert – obwohl der ursprüngliche Kontrakt erst 2028 ausgelaufen wäre. Sportgeschäftsführer Simon Rolfes sprach damals davon, Arthur könne „die Zukunft des Vereins maßgeblich mitprägen“, räumte aber auch ein, dass ihn „teils schwere Verletzungen“ auf dem Weg zum Topspieler zurückgeworfen hätten. Dass der Klub nun, keine vier Monate nach diesem öffentlichen Bekenntnis, offenbar eine Leihe des Brasilianers vorantreibt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die aktuelle Kaderplanung in Leverkusen.
Zuletzt gefragt, nun ohne Aussicht auf Einsatzzeit
Dabei war Arthur zuletzt durchaus gefragt: In der vergangenen Saison lief er 20-mal in der Bundesliga auf, 13-mal davon von Beginn an, dazu kamen acht Champions-League-Partien mit drei Startelfeinsätzen. Für die neue Saison soll sich seine Perspektive in Leverkusen dennoch eingetrübt haben. Der Klub plant Berichten zufolge die Verpflichtung eines weiteren Rechtsverteidigers, zum Bundesligaauftakt dürfte stattdessen Innenverteidiger Jarell Quansah auf der Position auflaufen.
Zwei Klubs mit demselben Bedarf
Sowohl der Hamburger SV als auch Werder Bremen suchen derzeit Verstärkung für die rechte Abwehrseite – eine Position, die Arthur sowohl in einer Viererkette als auch auf einer Schiene besetzen kann. Beim HSV fehlt bislang eine echte Alternative zu Bakery Jatta, der zuletzt beim Pokalsieg in Verl (3:0) die Außenbahn bekleidete. Werder wiederum musste im Spiel gegen Lüneburg (3:0) auf den erst 18-jährigen Mick Schmetgens zurückgreifen, da sowohl Felix Agu (muskuläre Probleme) als auch Mitchell Weiser (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) ausfielen. Auch die beiden Leihspieler der vergangenen Saison, Yukinari Sugawara und Isaac Schmidt, stehen nicht mehr zur Verfügung: Sugawara ist zu seinem Stammverein zurückgekehrt, Schmidt hat sich einem neuen Klub angeschlossen. ihren Klubs zurückgekehrt beziehungsweise weitergezogen.

