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90PLUS » Ohne Perspektive in Leverkusen: Hofmann vor Absprung nach Saudi-Arabien?
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Ohne Perspektive in Leverkusen: Hofmann vor Absprung nach Saudi-Arabien?

Eve Kreisenberg
27.08.26, 12:46
Eve Kreisenberg
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Jonas Hofmann
Foto: Getty Images

Bei Bayer 04 Leverkusen ist offen, wie es mit Jonas Hofmann weitergeht – schon länger gilt der Routinier als Kandidat für einen Abschied. Jetzt liegt ihm nach Informationen des kicker und der Bild-Zeitung ein konkretes Angebot des saudischen Klubs Al-Shabab vor. Für alle Beteiligten könnte sich daraus eine Lösung ergeben, die sportlich wie wirtschaftlich passt – privat ist die Sache für den 34-Jährigen jedoch komplizierter.

Ein Trainerwechsel zu viel

Hofmanns Situation in Leverkusen hat sich über mehrere Umbrüche hinweg verschlechtert. Unter Meistertrainer Xabi Alonso, der den Klub im Sommer 2025 in Richtung Real Madrid verließ, war er noch gesetzt. Unter dessen Nachfolger Erik ten Hag, der bereits nach der ersten Saisonniederlage entlassen wurde, und anschließend unter Kasper Hjulmand geriet Hofmann zunehmend ins Abseits. Auch mit dem seit Juli amtierenden neuen Cheftrainer Carles Martínez Novell hat sich daran bislang wenig geändert: In der Vorbereitung kam Hofmann bei mehreren Testspielen nur noch als Einwechselspieler zum Einsatz, unter anderem bei der Niederlage gegen Nottingham Forest, ohne dabei Akzente setzen zu können.

Bereits Mitte Juli hatte Hofmann selbst öffentlich gemacht, dass der Klub keine Vertragsverlängerung mit ihm plane – sein aktuelles Arbeitspapier läuft noch bis Sommer 2027. Auf den offensiven Außenpositionen ist Bayer inzwischen so dicht besetzt, dass neben Hofmann auch Martin Terrier und Ernest Poku als Wechselkandidaten gehandelt werden. Selbst Kapitän Robert Andrich wird mit einem Abschied – zu Eintracht Frankfurt – in Verbindung gebracht. Der einstige Marktwert des ehemaligen deutschen Nationalspielers (23 Länderspiele, vier Tore, letzter Einsatz 2023) ist unterdessen auf rund 1,5 bis 2 Millionen Euro gesunken.

Eine Konstellation, die für beide Seiten passt

Ein Wechsel innerhalb der Bundesliga scheiterte bislang vor allem am Geld: Hofmanns Vertrag in Leverkusen ist noch gut dotiert, ein Umzug zu einem anderen deutschen Klub würde für ihn deutliche finanzielle Einbußen bedeuten. Mit dem Angebot von Al-Shabab ergibt sich nun eine andere Ausgangslage. Beim saudischen Klub arbeitet seit Juli mit Thomas Letsch ein deutscher Trainer, der zuvor unter anderem den VfL Bochum und RB Salzburg betreute und dort mit Kapitän Yannick Carrasco bereits einen prominenten Führungsspieler im Kader hat.

In Saudi-Arabien werden hohe Netto-Gehälter gezahlt – schätzungsweise könnte Hofmann dort binnen einer Saison mehr verdienen, als würde er seine Karriere in Deutschland auf höchstem Niveau fortsetzen. Angesichts seines Alters ist ohnehin fraglich, wie viele weitere Jahre auf diesem Niveau realistisch wären. Für Bayer Leverkusen wiederum würde sich mit einem Verkauf die Möglichkeit eröffnen, Hofmann ohne Abfindungszahlung von der Gehaltsliste zu bekommen und zusätzlich noch eine kleine Ablösesumme zu erzielen – andernfalls müsste der Klub ihn zum Saisonende ablösefrei ziehen lassen.

Nicht das erste Angebot – aber wohl das bislang reizvollste

Wechselwillig war Hofmann bislang keineswegs bei jeder Gelegenheit: Eine konkrete Anfrage von Werder Bremen soll er in der laufenden Transferperiode bereits abgeblockt haben. Die Offerte aus Saudi-Arabien scheint für ihn nun aber eine andere Kategorie zu sein.

Privat ist die Entscheidung für Hofmann jedoch nicht einfach: Der Mittelfeldspieler ist mit der TV-Moderatorin Laura Hofmann verheiratet, das Paar hat bereits einen gemeinsamen Sohn und erwartet im Herbst sein zweites Kind. Ob sich Hofmann den Umzug in die Wüste in dieser Lebensphase vorstellen kann, ist offen.

Zeit bleibt Hofmann noch

Eine endgültige Absage an Al-Shabab hat Hofmann bislang nicht erteilt. Zeit für seine Entscheidung bleibt ihm durchaus: Während die Bundesliga-Klubs nur noch bis Dienstag, 1. September, 20 Uhr, Spieler verpflichten dürfen, schließt das Transferfenster in Saudi-Arabien erst am 6. Oktober – Bayer Leverkusen könnte also selbst nach dem deutschen Deadline Day noch einen Käufer für Hofmann finden.

THEMENBayer 04 LeverkusenBundesligaJonas Hofmann
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