„Argumente sprechen mehr für Elfmeter“: Schiedsrichter Petersen bekräftigt Fehlentscheidung bei Ajorque-Szene

8. Februar 2024 | News | BY Steven Busch

Es war der Aufreger des Bundesliga-Nachholspiels zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Union Berlin: Ludovic Ajorque, seines Zeichens Mittelstürmer bei den Rheinhessen, wurde bereits in der Anfangsphase von Gegenspieler Robin Knoche mit dem Fuß im Gesicht getroffen. Der fällige Strafstoß blieb jedoch verwehrt. Auch der Schiedsrichter der Partie, Martin Petersen, konstatiert eine Fehlentscheidung.

Schiedsrichter Martin Petersen: „Im Nachgang finde ich schon, dass die Argumente mehr für Elfmeter sprechen und wäre auch glücklicher gewesen, Elfmeter zu geben“

Die zehnte Spielminute in der Bundesliga-Nachholpartie zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Union Berlin (Endstand: 1:1) am gestrigen Mittwochabend: Robin Knoche, Innenverteidiger der „Köpenicker“, trifft Ludovic Ajorque, seines Zeichens Mittelstürmer der Rheinhessen, innerhalb des Strafraums mit der Fußspitze im Gesicht. Im Nachklang dieser Szene musste der französische Angreifer mit stark blutender Nase verarztet werden, doch, zur Verwunderung der anwesenden Personen in der MEWA Arena, blieb die Pfeife des Unparteiischen Martin Petersen stumm. Kein Elfmeter!

 



Im Nachklang der Begegnung echauffierten sich die Mainzer Verantwortlichen über diese Entscheidung respektive die fehlende Revidierung durch den VAR. Trainer Jan Siewert äußerte sich im DAZN-Interview verständnislos:

Wenn das kein Elfmeter ist, dann weiß ich es nicht. Anscheinend bekommt man den in der Situation, in der wir stecken, nicht. Aber das ist ein hundertprozentiger Elfmeter.

In dasselbe Horn bliesen die Profis des aktuellen Tabellenvorletzten der Beletage des deutschen Fußballs. Neuzugang Nadiem Amiri kritisierte insbesondere das VAR-Team, um Pascal Müller:

Ich habe keine Worte. Für was haben denn den Video-Beweis? Das war doch ganz klar Elfmeter. Er trifft Ajorque ganz klar im Gesicht, ich glaube, seine Nase ist gebrochen. Ich verstehe es nicht, das ist klar Elfmeter. Im Spiel dachte ich, dass er vielleicht den Ball ins Gesicht bekommen hat. Das jetzt hier zu sehen und in der Situation, in der wir sind – unglaublich!

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Unterdessen bezog Schiedsrichter Petersen hinsichtlich der kritischen Szene Stellung und konstatierte eine falsche Wahrnehmung beziehungsweise Fehlentscheidung mit folgenden Worten:

Das ist natürlich nicht die Szene, die ich im Spiel gesehen habe, ich habe von der anderen Seite darauf geguckt. Ich hatte im Spiel auch gesehen, dass der Ball gespielt wird, hatte aber durch meine Positionierung den langen Fuß nicht gesehen und da auch die Spitze des Fußes nicht, die das Gesicht trifft. Zusätzlich habe ich noch wahrgenommen, dass der Spieler mit dem Kopf nach unten und relativ beugend dasteht. Das war dann meine Begründung zu sagen, es gibt Eckstoß. (…) Im Nachgang finde ich schon, dass die Argumente mehr für Elfmeter sprechen und wäre auch glücklicher gewesen, Elfmeter zu geben.

(Photo by Neil Baynes/Getty Images)

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik schwand.


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