Der 1. FC Köln hielt nach dem 1:1-Unentschieden am Freitagabend beim FC St. Pauli die Konkurrenz im Abstiegskampf zumindest auf Distanz. Neben Fragen um den Klassenerhalt musste sich Sportdirektor Thomas Kessler im Interview mit Sky Sport auch Fragen zu einem möglichen Preisschild für Shooting-Star Said El Mala gefallen lassen. Zumindest am Freitag wich er einer klaren Antwort aus.
„Das ist total unseriös, heute Abend ein Preisschild zu nennen. Am Ende hat der Spieler einen Vertrag bis 2030 bei uns. Man hat heute gesehen, wie wichtig er für uns ist.“ Kessler ist sich der reellen Wahrscheinlichkeit bewusst, dass El Mala im Sommer nicht zu halten sein wird.
Zuletzt wurde immer wieder über einen Wechsel auf die Insel zu Brighton & Hove Albion und dem ehemaligen St.Pauli-Trainer Fabian Hürzeler spekuliert. Die Engländer zeigten bereits im Winter großes Interesse, ein Transfer kam nicht zustande. Mit dem FC Bayern München ist auch ein deutscher Club auf der Liste der Vereine, die El Malas Situation zumindest mal beobachten. Wenn auch bis jetzt ohne ein konkretes Angebot.
Köln ist nicht zu einem El-Mala-Verkauf gezwungen
,,Sollte es der Fall sein, dass Angebote reinkommen, dann werden wir uns damit auseinandersetzen“, erklärt Kessler. Allerdings möchte der Sportdirektor nicht proaktiv handeln. ,,Ich werde nicht mit einem Preisschild durch Europa oder durch England rennen und sagen, dafür ist er zu haben. Ich bin sehr froh, dass Said einen Vertrag bis 2030 bei uns hat.“
Verständlicherweise hofft der Effzeh auf den längerfristigen Verbleib ihres Leistungsträgers in der Domstadt. Mit elf Toren und vier Vorlagen ist der Flügelstürmer eine Art Lebensversicherung für die Kölner. Die würden im Falle eines Wechsels zwar viel Geld einnehmen, es allerdings trotzdem schwer haben, El Malas Qualität eins zu eins zu ersetzen.

Auch das Erreichen des Klassenerhalts dürfte eine wichtige Rolle in der El-Mala-Causa spielen. Ein Verbleib in der Bundesliga würde auch den Verbleib von El Mala realistischer werden lassen. Aktuell haben die Geißböcke fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Den belegt der FC St. Pauli, der genauso wie Köln nur noch vier Spiele zu gehen hat. Ein komfortables Polster, auf dem man sich dennoch nicht ausruhen darf.

