Rummenigge sorgt sich wegen finanzieller Entwicklungen im Profifußball

Karl-Heinz Rummenigge sorgt sich um den Profifußball.
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News | Karl-Heinz Rummenigge, aktuell noch Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, hat sich mit Blick auf den finanziellen Aspekt im Profifußball sorgenvoll geäußert. Vor allem die Rolle der Premier League sieht er problematisch.

Rummenigge sieht die Premier League als klaren Marktführer

Trotz ausbleibender Einnahmen, die die Corona-Pandemie bedingte und bedingt, investieren Fußballklubs Millionensummen auf dem Transfermarkt und Spielergehälter steigen. „Das große Problem des Fußballs ist, dass er nicht bereit ist, aus diesen Dingen Konsequenzen zu ziehen“, sagte Rummenigge im Podcast „TOMorrow“ (via „kicker“). „Jede Industrie, die während einer Krise ihre Budgets hochfährt, wird dafür irgendwann eine Rechnung zahlen müssen.“

Problematisch sieht er vor allem die finanzstarken Klubs der Premier League, bei denen Investoren nur verhältnismäßig kleine Hürden überwinden müssen. „Die Premier League treibt im Moment den Fußball, insbesondere in Europa, vor sich her. Sie sind zwar auf Top-Niveau, aber das kann der UEFA nicht recht sein, dass eine Liga eine solche Dominanz mittlerweile ausübt“, sagte der 66-Jährige.

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In Deutschland verhindert die 50+1-Regel größere Investments, da Investoren nicht die alleinige Mehrheit über einen Klub haben dürfen.  Rummenigge fragte in diesem Zusammenhang: „Wie lange können wir uns mehr Tradition als Wettbewerbsfähigkeit leisten?“

Rummenigge für Änderung der 50+1-Regel

Denn der Transfermarkt werde mittlerweile stark von den Premier-League-Klubs betrieben. „Der internationale Wettbewerb wird nur auf dem Transfermarkt entschieden und da können wir mit den Engländern nicht mithalten“, sagte Rummenigge und stellte die Anpassung der 50+1-Regel in den Raum. „Irgendwann muss man darüber nachdenken, ob es nicht besser, moderner und wettbewerbsfähiger wäre, diese Regel für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Liga aber auch für den internationalen Vergleich anzupassen.“

Der Fußball laufe Gefahr, sich von „football first“ hin zu „finance first“ zu entwickeln. „Wir laufen dem Geld hinterher, um noch mehr Einnahmen zu generieren, aber diese Mehreinnahmen wandern von der rechten Tasche der Klubs in die linke Tasche der Spieler und ihrer Berater.“ Das zu unterbinden oder zu kontrollieren sei die Aufgabe der großen Verbände.

 

Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images

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