Schalke | Grammozis: „Ich weiß, auf was ich mich einlasse“

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News | Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der FC Schalke 04 seinen neuen Cheftrainer Dimitrios Grammozis. Gemeinsam mit dem aktuell sportlich Gesamtverantwortlichen Peter Knäbel sprach er über den schon länger andauernden Kontakt zu den Königsblauen sowie die schwierige Lage, die er bei Amtsübernahme vorfindet.

Grammozis: „Wichtig ist, dass man dran bleibt, wenn man von der Braut überzeugt ist“

Am Sonntagmorgen gab der abgeschlagene Tabellenletzte FC Schalke 04 die Trennung von Trainer Christian Gross (66), Sportvorstand Jochen Schneider (50),Co-Trainer Rainer Widmayer (53), Athletik- und Rehatrainer Werner Leuthard (58) und Teammanager Sascha Riether (37) bekannt. Peter Knäbel (54) bekam vom Aufsichtsrat die Aufgabe als sportlicher Gesamtverantwortlicher zu fungieren. Er fällte schnell erste Entscheidungen, die mit der Verpflichtung von Dimitrios Grammozis (42) abgeschlossen wurden.

Der in Wuppertal geborene neue Chefrainer präsentierte sich positiv gestimmt auf der heutigen Pressekonferenz: „ Es waren sehr aufregende Tage für mich seit dem Treffen mit Peter Knäbel. Ich freue mich riesig auf die Aufgabe und weiß, auf was ich mich einlasse.“ Er sei sehr heimatverbunden. Daher wisse er genau wie der Verein tickt und wie die Leute leben. Zunächst wolle sich Grammozis ein Bild von allen Leuten, die im Verein arbeiten, machen. „Schalke ist vom Personal her eine andere Hausnummer als Darmstadt“, wo er sich erste Meriten als Trainer im Profibereich verdiente.

Der Übungsleiter, der mit Sven Piepenbrock (38) einen Assistenten mitbringt und zudem mit dem als langfristigen Co-Trainer vorgesehenen Mike Büskens (52) zusammenarbeitet, wisse genau, was ihn erwarte. Er beschäftigte sich schon seit geraumer Zeit mit den Königsblauen. Denn er sprach bereits mit Jochen Schneider, bevor dieser im vergangenen Herbst Manuel Baum (41) verpflichtete. Dennoch „waren es sehr gute Gespräche. Die Gespräche mit Knäbel haben mich in meiner Ansicht noch mehr bestärkt, zu Schalke zu gehen.“, so Grammozis. „Wichtig ist es, dass man dran bleibt, wenn man von der Braut überzeugt ist“, antwortete er auf Nachfragen, ob er sich denn nicht von Schalke abgewendet habe, nachdem der Verein sich zunächst gegen ihn entschied.

Sofortiger Einstieg als beste Option

Für Peter Knäbel sei es zudem die „beste Variante“ Grammozis sofort und nicht erst Sommer einsteigen zu lassen: „Er kann so sowohl der einen als auch der anderen Aufgabe gerecht werden. Wir werden in den verbleibenden elf Spielen alles tun, um den maximalen Erfolg zu erreichen. Trotzdem ist es unverantwortlich nicht den Blick in die Zukunft zu wagen.“ „Dimitrios ist der richtige Mann, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort“, verdeutlichte er.

Der Fokus richtet sich vor allem auf das Heimspiel am Freitagabend gegen den Vorletzten Mainz 05. Es stellt die wohl  allerletzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt da. „Wichtig ist es, dass wir uns mit aller Power auf Mainz vorbereiten“, betonte Grammozis. Er wolle die Energie kanalisieren, die Schalke ausstrahle. In der Kürze der Zeit bis zum ersten Pflichtspiel könne er fußballerische Inhalte kaum trainieren. Der Hauptanteil seiner Arbeit fließe zunächst in Kennenlerngespräche mit den einzelnen Beteiligten: „Wir müssen sehen, wie sie zur Lösung beitragen können.“ Seine Mannschaft habe Qualität, die sie aus „verschiedensten Gründen“ nicht hätte zeigen können.

Angesprochen auf den Spielstil, der ihm vorschwebt, erklärte er: „ Als Trainer muss man erstmal sehen, zu was für einem Verein man kommt, was er verkörpert. Es ist klar, dass Schalke nicht der Tiki-Taka-Klub ist. In vorderster Linie stehen harte Arbeit, Zusammenhalt und Gas geben. Ich kann versichern, dass man den Jungs nicht nachsagen wird, dass sie nicht alles gegeben haben.“

Knäbels langfristige Zukunft ist noch ungeklärt

Die problematische Lage in der Führungsebene beschäftige Grammozis dagegen überhaupt nicht, denn er habe mit Peter Knäbel einen „klaren Ansprechpartner.“ Wie lange dies der Fall sein wird, ist allerdings noch ungeklärt. Knäbel leitete zuvor die Knappenschmiede und könnte in diese Rolle zurückkehren, falls der Aufsichtsrat sich für die Verpflichtung eines neuen Sportvorstands entschiedet. „Ich kann nur sagen, was ich weiß. Bis auf Weiteres habe ich die sportliche Gesamtverantwortung“, erklärte Knäbel. „Fußball ist kein Wunschkonzert. Ich habe die Aufgabe gerne übernommen und habe schon in meiner Jugend gelernt, dass man mit anpackt, wenn man gefragt wird“, fügte er an.

Die schnelle Trainerinstallation sowie die Nominierungen von Mike Büskens als langfristigen Co-Trainer und Gerald Asamoah (42) als Teammanager, der auch als Gesprächspartner für die Medien zur Verfügung stehen wird, seien von Nöten gewesen:„Wenn man eine Aufgabe hat, muss man natürlich entscheiden können. Es ist wichtig, dass es nicht nur provisorisch ist, sondern das man seine Verantwortung wahrnimmt und das Bestmöglichste entscheidet.“ Außerdem sei es wichtig, dass „wir in die Abläufe schnell Dynamik reinbekommen, sodass wir in zwei Wochen schon denken, dass Dimitrios schon einige Monate hier ist.“

Bekanntgegeben wurde zudem, dass die vorherigen Co-Trainer Naldo (38) und Onur Cinel (35) – als kommender U17-Trainer – Posten in der Knappenschmide übernehmen werden.

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(Photo by Sascha Steinbach/Pool via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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