Schalke | Schröder erstmals über Kaderplanung, Finanzen und Grammozis

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News | Rouven Schröder ist nun offiziell als neuer Sportdirektor des FC Schalke 04 vorgestellt worden. Diese Gelegenheit nutzte der ehemalige Mainzer, um über seine Pläne mit den „Königsblauen“ zu sprechen. Dabei ging Schröder vor allem auf den sich im Wandel befindlichen Kader ein.

Schröder: Schalke braucht Spieler, die „nicht des Geldes wegen“ da sind

Er hat eine Mammut-Aufgabe vor sich: Rouven Schröder (45) ist der neue sportliche Verantwortliche beim FC Schalke 04. Am Freitag ist Schröder als Sportdirektor der „Königsblauen“ vorgestellt worden. Eine passende Gelegenheit, um die Pläne mit dem Bundesliga-Absteiger zu erläutern. „Ich bin voller Stolz. Die erste Zeit war so intensiv und so viel Schalke, dass ich eine große Lust verspüre, hier anzufangen“, zeigte sich Schröder motiviert. „Ich fühle mich im Ruhrgebiet pudelwohl, die Klarheit, Offenheit, das ist genau das, was wir brauchen.“

Für seine Aufgabe auf Schalke forderte Schröder Demut ein. „Die Gegenwart heißt 2. Bundesliga – und wir haben viel zu tun“, stellte er klar. Die Führungsriege hat sich gefunden, mit Dimitrios Grammozis (42) steht auch der Trainer für Liga zwei schon länger fest. Nun muss der Kader zusammengestellt werden. „Jeder einzelne Spieler, der auf Schalke unterschreibt, muss das Gefühl vermitteln, dass er nicht des Geldes wegen auf Schalke spielt“, erklärte Schröder. „Das ist eine Herausforderung. Wir haben Spieler im Kader, die einen Vertrag haben, der aus der 1. Liga stammt.“ Damit steht schon einmal fest, dass Schalke noch gut dotierte Verträge los werden muss.

„Es ist schwierig, den Endkader zu benennen, da wir noch viele Spieler unter Vertrag haben“, so Schröder. „Wichtig ist die Achse, wir brauchen eine gesunde Mischung. Nur mit jungen Spielern wird die 2. Bundesliga sehr schwer zu bestehen sein.“ Mit Simon Terodde (33), Danny Latza (31), Viktor Palsson (30) und Marcel Kaminski wurden bereits gestandene Spieler verpflichtet. „Wir brauchen stabile Spieler, die druckerprobt sind, Spieler führen können.“

Schröder will eine Mannschaft, „die Ambitionen hat, die Emotionen zeigt, Qualität hat“

Grundsätzlich will Schröder einen Kader aufbauen, mit denen man sich in Gelsenkirchen wieder identifizieren kann. „Uns ist vollkommen bewusst, dass wir eine Mannschaft stellen wollen, die Ambitionen hat, die Emotionen zeigt, Qualität hat“, stellte der neue Schalke-Manager klar. Dafür wird sich der Klub von gewissen Spielern trennen. „Einige Spieler passen von ihrer Budgetstruktur nicht in die 2. Bundesliga“, erklärte Schröder. „Die Achse steht, der Grundkader steht. Wir müssen aber auch auf die Kadergröße achten. Wir können nicht mit 35, 40 Spielern in die Vorbereitung gehen.“

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Das Gesicht der Mannschaft wird sich trotz der zahlreichen bereits feststehenden Zu- und Abgänge weiter verändern. „Ich sehe keinen Spieler, der unverkäuflich ist“, beschrieb Schröder die finanzielle Situation des Absteigers. „Schalke muss lernen, auch mal Nein zu sagen, auch wenn man einen Spieler unbedingt haben will“, erklärte der 45-Jährige. „Wir machen Dinge, die wir können – mit vollster Überzeugung. Wenn nicht, werden wir die Spieler nicht verpflichten.“

Mit vollster Überzeugung will Schröder auch mit Trainer Grammozis zusammenarbeiten: „100-prozentige Unterstützung. Er ist in alle Planungen involviert. Wir sprechen aus vollster Überzeugung den Kader durch. Es gibt kein Wenn, kein Aber, nur eine Richtung: Gemeinsamkeit.“

Foto: IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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