Bundesliga: Bayern mit erneutem Patzer in Frankfurt? Das Streitgespräch

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Endlich rollt der Ball in der Bundesliga wieder! Am Freitag eröffnen Eintracht Frankfurt und der FC Bayern die neue Saison und die Hessen haben dem Rekordmeister etwas voraus, nämlich einen internationalen Titel aus der letzten Spielzeit. Folglich ist die Euphorie groß, der Favorit soll gleich einmal sein hessisches Wunder erleben. 

Frankfurt gegen Bayern: Ein Klassiker zum Auftakt

In der letzten Saison eröffnete der FC Bayern die Bundesliga im Rahmen eines Traditionsduelles auswärts bei Borussia Mönchengladbach. Auch diesmal muss der Meister reisen, auch diesmal steht beim Auswärtsspiel in Frankfurt ein Traditionsduell auf dem Programm. Die Hessen haben Erfahrung darin, den Rekordmeister vor Probleme zu stellen. In der Vorsaison gewann Frankfurt in München auch dank einer überragenden Leistung von Kevin Trapp, auch in Frankfurt schlugen die Hessen nicht selten gegen den FC Bayern zu.



Außerdem hat Frankfurt eine breite Brust, im Pokal schon die gute Form unter Beweis gestellt und viele kluge Ergänzungen geholt, die dem Kader extrem viel Stärke verleihen. Eine Garantie für einen sehr guten Saisonstart ist das noch lange nicht, aber die SGE ist vorbereitet und will vor großem Publikum im Stadion und an den Fernsehgeräten gleich einen Sieg einfahren oder dem Meister zumindest ein Remis abtrotzen. Doch gelingt das auch wirklich?

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FC Bayern patzt trotz guter Frühform erneut gegen Eintracht Frankfurt

In zwei der letzten drei Heimspiele gegen den FC Bayern ging die Eintracht als Sieger hervor. Auch am heutigen Freitag gibt es mehrere Argumente für einen Punktverlust des deutschen Branchenprimus. Einerseits ist da der Gegner zu nennen. Die SGE spielte eine hervorragende Vorbereitung und schlug im Pokal den spielstarken 1. FC Magdeburg mit 4:0. Nach dem phänomenalen Europa-League-Triumph wurde der Kern der Mannschaft – abgesehen vom Karrierende Martin Hintereggers – zusammengehalten und gar weiter verstärkt. Der temporeiche Filip Kostic, der gegen den deutschen Rekordmeister traditionell besonders gut aufgelegt ist, dürfte in Kombination mit Götze, Borre & Co. die Abwehr des FC Bayern vor Probleme stellen.

Das Publikum wird eine weitere wichtige Rolle bei der Mission Auftaktsieg einnehmen. Oliver Glasner gab sich auf der Pressekonferenz angriffslustig und deutete Tempofußball an, was die Fans der Eintracht gerne sehen. Bei Kontersituationen im eigenen Stadion und bei vielen, gefährlichen Abschlüssen wird sich der Deutsche Bank Park zum Hexenkessel entwickeln. Ein weiterer Vorteil für die Hessen.

SGE Bundesliga Frankfurt Bayern

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Doch wenn der FC Bayern auf dem Platz steht, hängt das Ergebnis häufig von der Leistung des Dauersiegers ab. Julian Nagelsmann scheint mit seiner umformierten Mannschaft auf einem guten Weg zu sein, wenn man die Vorbereitung und den Super-Cup gegen RB Leipzig bewerten möchte. Mit dem Abgang von Robert Lewandowski, der an sechs der letzten zehn Tore gegen die Eintracht direkt beteiligt war, fehlt dem FCB der klassische Strafraumstürmer. Es wird spannend zu sehen sein, ob Oliver Glasner die richtigen Schlüsse aus der Partie der Rot-Weißen gegen RB Leipzig ziehen konnte.

Ein Schlüsselfaktor wird Sebastian Rode einnehmen. Der defensive Mittelfeldspieler wird offenbar in die Startelf zurückkehren und besitzt – vermutlich neben Djibril Sow – die Aufgabe der Vereitelung der Angriffe des FCB. Frankfurt hat mittlerweile auch die Breite im Kader, um in der 2. Halbzeit ordentlich nachgelegen zu können. Deswegen reicht es zumindest zu einem Punktgewinn!

Hendrik Wiese

Frankfurts offensivere Ausrichtung kann Bayern in die Karten spielen

Vorab: Spielt der FC Bayern auswärts bei Eintracht Frankfurt, dann traue ich den Hessen immer, selbst bei einem schwächeren Kader oder schwächerer Form, einen Punkt oder gar einen Sieg zu. Zu häufig waren es Spiele, die ich in Frankfurt mitverfolgt habe, in denen am Ende Nuancen in Richtung der Hessen ausschlaggebend waren, seien es die Fehler eines Teenagers David Alaba oder ein Fallrückzieher von Christoph Preuß, der bis dato nicht einmal wusste, dass er diese Bewegung im Repertoire hat. Dennoch herrscht vor dem Start der Saison 2022/23 eine gewisse Zuversicht.

Bayern wirkt sehr positiv gestimmt, hat in der Vorbereitung endlich mal wieder über einen gewissen Zeitraum an Inhalten arbeiten können, hat neue Ergänzungen geholt, die den Kader deutlich runder gestalten. Die Fluidität in der Offensive gefällt definitiv sehr, auch wenn sich hier noch einige Elemente finden müssen. Darüber hinaus gilt alles, was über die breite im Kader der Hessen gesagt wurde, auch über den FC Bayern. Selbst ohne den noch gesperrten Coman lautet die Auswahl für die Offensive Mane, Sane, Gnabry, Müller und Musiala, der junge Tel ist hier noch nicht einmal mit einberechnet.

Dass es ein souveräner Sieg für den Gast aus München wird, ist eher unwahrscheinlich. Dafür hat Frankfurt zu viel Qualität und kann ein Spiel auch in Sekundenbruchteilen kippen lassen. Ohnehin ist von einem 3:1 für die Hessen über ein 3:3 bis hin zu einem 1:4 irgendwie alles vorstellbar. Bayern ist aber hungrig, gut in Form, hat Leipzig in der ersten Halbzeit phasenweise deutlich die Grenzen aufgezeigt und wird sich mit allem gegen die guten Hessen stemmen. Es reicht zum Sieg, der Auftakt glückt.

Manuel Behlert

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