Füllkrug cool – Werder Bremen siegt bei der TSG Hoffenheim

Die Spieler des SV Werder Bremen feiern den Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim in der Bundesliga.
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News | Am Freitagabend eröffneten die TSG 1899 Hoffenheim und der SV Werder Bremen den 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga. In einer mitreißenden Partie behielt Werder Bremen im Duell der beiden stark in die Saison gestarteten Teams mit 2:1 die Oberhand.

Zum Auftakt des 9. Spieltags der Fußball-Bundesliga kam es in der Sinsheimer PreZero Arena zum Duell zweier positiver Überraschungen des bisherigen Saisonverlaufs. Der Fünfte, die TSG 1899 Hoffenheim, empfing den Tabellenachten aus Bremen. Die Kraichgauer hatten sich in Heimspielen (drei Siege, ein Remis), ebenso wie Werder in Partien auf fremden Terrain (zwei Siege, zwei Unentschieden), bislang den Nimbus der Unbesiegbarkeit bewahrt.



Nach dem fulminanten 5:1-Kantersieg der Hanseaten gegen Borussia Mönchengladbach sah sich Trainer Ole Werner (34) zu keinerlei Veränderungen seiner Anfangsformation veranlasst. Besonderes Augenmerk lag im Vorfeld auf der Personalie des Bundesliga Top-Torjägers Niclas Füllkrug (bislang sieben Saisontore), dessen mögliche DFB-Kadernominierung für die anstehende Weltmeisterschaft in Katar aktuell heiß diskutiert wird. Ebenso wie sein Gegenüber setzte TSG-Chefcoach Andre Breitenreiter (49) auf eine Dreierkette, bei der Robert Skov (26) den Tschechen Pavel Kaderabek (Bank) als rechten Schienenspieler im Vergleich zur Vorwoche ersetzte. Der Gastgeber hatte vor der Begegnung die Möglichkeit, mit einem deutlichen Erfolg über Nacht die Tabellenspitze zu erklimmen. Der Bundesliga-Aufsteiger von der Weser würde sich mit einem Sieg auf einen der Champions League Ränge vorschieben.

Werder legt vor, Dabbur egalisiert per Lupfer

Unter der Leitung des 40-jährigen Unparteiischen Benjamin Cortus ging es in die Partie. Die Akteure auf dem Rasen verzichteten auf eine lange Abtastphase. Bereits nach zwei, drei Zeigerumdrehungen hatte der dänische Nationalspieler Skov die ersten vielversprechenden Möglichkeiten der Kraichgauer auf dem Fuß – seine gefühlvollen Schlenzer verfehlten das Bremer Gehäuse allerdings jeweils knapp. Wie in einer Paarung dieser Teams zu erwarten, entwickelte sich ein temporeiches, pressingintensives Geschehen ohne Verschnaufpausen.

In der 18. Spielminute präsentierte das kongeniale Sturmduo der Gäste dann erstmals seine individuelle Klasse und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Einen Doppelpass mit Füllkrug (29) vollendete Bundesliga Top-Vorlagengeber Marvin Ducksch (28) zum 1:0 für die Grün-Weißen. Doch nach einer schnellen Umschaltaktion der Hoffenheimer egalisierte Munas Dabbur (30) wenig später das Resultat (32.). Dennis Geigers (24) feinen Diagonalpass veredelte der Israeli mit einem gekonnten Lupfer über SVW-Schlussmann Jiri Pavlenka (30) hinweg. Den Fans im Stadion wurde im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs, etwa durch Füllkrugs (37.) und Andrej Kramarics (39.) Torannäherungen, weiterhin mitreißender Offensivfußball geboten.

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Füllkrug wird zum Matchwinner

Die TSG Hoffenheim erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte. Nach einer technisch starken Einzelleistung des Österreichers Christoph Baumgartner (23) parierte Pavlenka dessen Abschluss aus spitzem Winkel (55.). Auch in der Folge konnte der tschechische Schlussmann seine Qualitäten auf der Linie gegen Dabbur und Mittelfeldakteur Grischa Prömel unter Beweis stellen (62., 65.). An die Geschwindigkeit und Qualität der ersten Halbzeit konnte die Begegnung aber insgesamt nicht mehr anknüpfen. Beide Mannschaften mussten dem hohen Tempo zunehmend Tribut zollen.

Doch in der 79. Spielminute leitete Ducksch nach einem Konter der Hanseaten die Schlussoffensive ein – Hoffenheims starker Abwehrchef Kevin Vogt (31) klärte jedoch in letzter Sekunde. Kurz darauf eine knifflige Szene im Strafraum der Gastgeber – Neuzugang Stanley Nsoki traf Mitchell Weiser leicht am Fuß (83.). Nach Ansicht der Bilder in der Review-Area entschied sich Schiedsrichter Cortus für Strafstoß. Diesen wiederum verwandelte Füllkrug eiskalt zum 2:1 – sein achtes Saisontor. Schlussendlich ein nicht unverdienter Erfolg für leidenschaftliche Bremer.

Durch den Sieg rangieren die Grün-Weißen nun auf Rang 4 und überholen die Kraichgauer im Tableau. Für die TSG geht es am nächsten Spieltag freitagabends auf Schalke weiter, während die Bremer am Samstagnachmittag den 1. FSV Mainz 05 empfangen.

(Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

 

 

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik musste leiden. Wenn sein persönlicher Traum von der professionellen Fußballkarriere schon platzen musste, entschied er sich dem Sport aus journalistisch-kritischer Perspektive erhalten zu bleiben.

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