Manchester United hat trotz eines bereits umfangreichen Mittelfeldumbaus im Sommer offenbar schon jetzt Kontakt zu Borussia Dortmund wegen einer möglichen Verpflichtung von Felix Nmecha aufgenommen. Wie „FussballDaten“ berichtet, will der englische Rekordmeister seine Bemühungen um den deutschen Nationalspieler in den kommenden Monaten intensivieren – mit Blick auf das Winter-Transferfenster 2027.
Erneuter Anlauf nach gescheitertem Sommer-Poker
Nmecha war bereits im vergangenen Sommer intensiv mit United in Verbindung gebracht worden, ehe sich der Klub stattdessen für eine andere Lösung im Mittelfeld entschied. Konkret hatte Dortmund zuvor auch ein von Newcastle United offeriertes Tauschgeschäft samt Ablösezahlung abgelehnt, das unter anderem Stürmer Nick Woltemade als Gegenleistung vorgesehen hätte.
Laut aktuellen Berichten bleibt United trotz des im Sommer bereits abgeschlossenen Umbaus mit den Verpflichtungen von Andrey Santos, Youri Tielemans und Carlos Baleba der ambitionierteste Verfolger und hat auf Klubebene direkten Kontakt zu den Dortmunder Verantwortlichen aufgenommen, um mögliche Bedingungen für einen Wechsel auszuloten. Konkrete Verhandlungen oder ein offizielles Angebot gibt es nach aktuellem Stand aber noch nicht.
Dortmund sieht Nmecha als unverzichtbar
Der BVB dürfte es interessierten Klubs auch im Winter nicht leicht machen. Nmecha hatte erst im März dieses Jahres seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 verlängert und avancierte spätestens bei der Weltmeisterschaft in diesem Sommer endgültig zu einem der wichtigsten Spieler im deutschen Nationalteam. Laut Berichten gilt er innerhalb der Dortmunder Vereinsführung inzwischen als „unverzichtbare Säule“ der Mannschaft – ein Status, der sich bereits im Sommer gezeigt hatte, als der BVB ein Angebot in dieser Größenordnung ablehnte, obwohl gleichzeitig auch Innenverteidiger Nico Schlotterbeck verlängerte.
Sollte es überhaupt zu Verhandlungen kommen, dürfte Dortmund laut übereinstimmenden Berichten eine Ablöse von mindestens 100 Millionen Euro fordern, ergänzt um leistungsabhängige Boni sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung. Zur Einordnung, welchen Wertzuwachs das bedeuten würde: Dortmund hatte 2023 selbst nur rund 30 Millionen Euro beziehungsweise 25,6 Millionen Pfund für Nmecha an den VfL Wolfsburg gezahlt.
Konkurrenz von City und Newcastle
United ist im Werben um Nmecha nicht allein unterwegs. Auch dessen früherer Jugendklub Manchester City sowie Newcastle United gelten als interessiert, wobei die „Magpies“ bereits im Sommer mit dem erwähnten Tauschangebot konkret geworden waren. Laut „Sports Mole“ ist United nach aktuellem Kenntnisstand aber die aktivste Partei im gesamten Bewerberfeld und dürfte seine Kontakte in den kommenden Monaten gezielt ausbauen.
Realistisch eher ein Thema für den Sommer
Trotz der frühen Kontaktaufnahme gilt ein tatsächlicher Wechsel bereits im Januar als eher unwahrscheinlich. Mehrere englische Portale, darunter „The Peoples Person“, stufen einen Winter-Deal explizit als kaum realistisch ein – zumal United im kommenden Sommer ohnehin eine umfassende Abwehrüberarbeitung plant und für andere Projekte wie eine mögliche Verpflichtung von Lewis Hall bereits erhebliche Mittel einplanen dürfte. Realistischer erscheint daher ein erneuter, dann möglicherweise ernsthafterer Anlauf zur kommenden Sommer-Transferperiode.
Winter-Wechsel eher unwahrscheinlich
Für Dortmund bedeutet die erneute Anfrage zunächst keine unmittelbare Gefahr: Der Klub hatte bereits im Sommer bewiesen, dass er auch unter Druck bereit ist, ein Rekordangebot für einen seiner Schlüsselspieler abzulehnen. Solange sich daran nichts ändert, dürfte Nmecha trotz des erneuten United-Interesses zunächst in Dortmund bleiben – zumal ein Winter-Wechsel schon aus sportlicher Sicht mitten in der laufenden Champions-League-Saison für beide Seiten wenig praktikabel erscheint.

