Bundesliga: SC Freiburg will Haaland und den BVB ärgern

Gulde (links, Freiburg) Haaland (rechts, BVB) im Zweikampf
Vorschau

Vorschau | Borussia Dortmund will nach dem furiosen Saisonauftakt gegen den SC Freiburg nachlegen. Freiburg hingegen möchte gegen den BVB die ersten drei Punkte der Saison holen.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 15.30 Uhr, live auf Sky.

  • SC Freiburg: Mit viel Tempo und Pressing gegen Dortmund
  • Kann der SCF Haaland stoppen?
  • Borussia Dortmund: Verletzungssorgen entspannen sich leicht

Freiburg mit „wahnsinnig viel Tempo“ gegen den BVB

Das Unentschieden gegen Arminia Bielefeld am ersten Spieltag (0:0) war eines der besseren torlosen Begegnungen. Es gab auf beiden Seiten zahlreiche Chancen, aber vor allem der SC Freiburg haderte nach dem Spiel mit der eigenen Chancenverwertung und dem gegnerischen Torwart. Bielefelds Schlussmann Stefan Ortega (28) war nicht zu überwinden und die Freiburger Akteure sichtlich frustriert.

 

Denn die Leistung der Mannschaft von Christian Streich (56) konnte sich sehen lassen, lediglich das Resultat war am Ende nicht zufriedenstellend. Das soll sich gegen den kommenden Gegner ändern. Das letzte Duell gegen Borussia Dortmund konnte Freiburg für sich entscheiden. Im Februar 2021 konnte man den BVB mit 2:1 bezwingen, Woo-yeong Jeong (21) und Jonathan Schmid (31) avancierten damals zu den Matchwinnern. Einen Plan, diesen Erfolg wiederholen zu können, hat Streich indes bereits.

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Mit „hohem Pressing“ und „wahnsinnig viel Tempo“ möchte Freiburg dem BVB begegnen. Ähnlich wie es der FC Bayern München im Supercup tat. „Wir müssen schauen, dass wir unser Pressing mit aller Konsequenz durchführen“, offenbarte Streich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Denn wenn sie über die erste Linie hinauskommen, wird es äußerst unangenehm“, erklärte der Freiburger Übungsleiter. Sollte dieser Plan aufgehen, „kann auch Dortmund Fehler machen“. Auch „eine gute Tagesform“ sei entscheidend.

Eggestein als Santamaria-Nachfolger im Breisgau

Taktisch wird Freiburg einen etwas anderen Ansatz wählen müssen. Denn durch den Abgang von Baptiste Santamaria (26) fehlt den Freiburgern ein echter Sechser im Kader. Als Ersatz wurde Maximilian Eggestein (24) von Werder Bremen verpflichtet. Der ehemalige Bremer ist allerdings eher als Achter einzuordnen und ist lange nicht so zweikampfstark wie der abgewanderte Franzose. Diese defensive Qualität wird nun Nicolas Höfler (31) fast allein tragen müssen, Eggestein wird vor allem die Verantwortung zufallen, die Räume zulaufen zu müssen.

Christian Streich (Freiburg) gibt Anweisungen

Photo by Imago

In der Startelf wird der 24-Jährige allerdings erst einmal nicht stehen. Jedoch gilt es als wahrscheinlich, dass er für das Duell gegen den BVB zumindest im Kader stehen wird. Das bestätigte Streich auf der Pressekonferenz. Um gegen Dortmund erneut bestehen zu können, seien auch die Fans entscheidend. „Wenn wir gut sind, dann wird es eh richtig laut und dann ist Energie da“, sagte der 51-Jährige. Gegen Schwarz-Gelb wird Streich nicht auf Manuel Gulde (30) zurückgreifen können. Auch Nils Petersen (32) und Jeong werden fehlen.

BVB will furiose Form gegen Freiburg fortsetzen

Der Name Erling Haaland (21) bleibt in aller Munde. Nach seiner Glanzleistung gegen Eintracht Frankfurt (5:2) gab es Lob von allen Seiten. Der Norweger war an allen fünf Treffern direkt beteiligt und knüpft dort an, wo er in der letzten Saison aufgehört hat. Gegen Freiburg wird es auch erneut auf seine Qualitäten ankommen. Um diese weiß der Gegner aber natürlich. „Schnelligkeit, Größe, ein unglaublicher Körper, ein super rechter Fuß, ein guter linker Fuß.“ So beschreibt Streich Haaland, der „eine brutale Dynamik“ mitbringt. Allerdings ist man sich sicher, den torgefährlichen Angreifer unter Kontrolle halten zu können.

„Da müssen wir schauen, wie wir den Job aufteilen“, erklärte Streich. „Dass die Last nicht bei einem liegt, sondern bei zwei oder drei Spielern“, offenbarte Streich, der ausführte, dass man „keine Angst“ vor Haaland oder dem BVB habe. Während Haaland im Hinspiel der vergangenen Saison beim 4:0 seines BVB noch ein Doppelpack gelang, konnten ihn die Freiburger bei der Niederlage der Dortmunder im Februar kaltstellen. Sie wissen also, wie es gehen kann.

Erling Haaland (BVB) im Laufduell mit Upamecano (FC Bayern)

Photo by Imago

Dortmunder Lazarett lichtet sich langsam

Darüber hinaus ist Dortmund vor allem in der Defensive weiterhin enorm verletzungsgebeutelt. Insgesamt vier Verteidiger fallen aktuell aus. Im Supercup musste erneut Axel Witsel (32) den zweiten Innenverteidiger mimen, da Mats Hummels (32) und Dan-Axel Zagadou (22) weiterhin ausfallen. Neuzugang und Talent Soumaïla Coulibaly (17) wird ebenfalls noch länger fehlen. Somit bleibt mit Manuel Akanji (26) nur ein gesunder Innenverteidiger übrig. Witsel machte seine Sache allerdings gut. Schon gegen Frankfurt wusste der Belgier auf dieser Position zu überzeugen und war auch gegen Bayern über weite Strecken solide. Da nun auch Emre Can (27) wieder genesen ist, hat Trainer Marco Rose (44) eine weitere behelfsmäßige Option für die Innenverteidigung.

Neben den bereits genannten verletzten Akteuren gesellen sich auch Mateu Morey (21) und Thorgan Hazard (28) zum Lazarett der Dortmunder hinzu. Raphael Guerreiro (27) hingegen soll nach seinen Wadenproblemen wieder fit sein und gegen Freiburg zur Verfügung stehen.

Prognose

Der BVB will am furiosen Saisonstart anknüpfen und auch gegen den SC Freiburg drei Punkte mitnehmen. Der Verein aus dem Breisgau wird alles in die Waagschale werfen und auf dem Unentschieden gegen Bielefeld aufbauen wollen. Dass die Dortmunder Defensive (mehrere) Chancen zulässt, war gegen Frankfurt und Bayern ersichtlich. Nutzt Freiburg seine Chancen und kann die Offensivpower der Dortmunder kontrollieren, ist auf jeden Fall etwas drin für Streich und Co. 

Mögliche Aufstellungen

SC Freiburg: Flekken – Schmid, Lienhart, N. Schlotterbeck, K. Schlotterbeck, Günter – Höfler, Keitel – Sallai, Grifo – Höler

Borussia Dortmund: Kobel – Passlack, Witsel/Can, Akanji, Schulz/Guerreiro – Bellingham, Dahoud, Reyna, Reus – Haaland, Malen

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Sarom Siebenhaar

Die Oranje-Connection entfachte seine Leidenschaft für den HSV. Durch zahlreiche Tiefen schmecken die vereinzelten Höhen umso süßer. Schätzt attraktiven Offensivfußball genauso wie kämpferische Höchstleistungen. Internationaler Top-Fußball findet sich nicht nur in den Big Five. Seit 2021 bei 90PLUS.

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