Europa League | Shakhtar vs. Basel – Duell der Bundesliga-Besieger

UEFA CL/EL

Vorschau | In der Europa League steht das Viertelfinale zwischen Shakhtar und dem FC Basel an. Beide konnten im Achtelfinale einen Bundesligisten aus dem Wettbewerb werfen. Während Shakhtar Wolfsburg besiegte, gewann Basel beide Spiele gegen Eintracht Frankfurt.

Anpfiff der Partie ist am Dienstag, 21:00 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Shakhtar konnte den Vorgänger der Europa League (UEFA Cup) 2009 gewinnen
  • Beide Mannschaften sind die letzten verbliebenen Teams aus ihrem Land
  • Der FC Basel belegte in der nationalen Liga nur den dritten Platz

Shakhtar Donetsk – der Geheimfavorit?

Shakhtar macht international immer mal wieder auf sich aufmerksam. In den vergangenen Jahren ist der ukrainische Topklub ein immer wiederkehrender Vertreter im internationalen Wettbewerb und mit großen Ambitionen ausgestattet.

Dass es ein Verein aus der ukrainischen Liga, die nicht als die stärkste in Europa anzusiedeln ist, regelmäßig soweit schafft, hat seine Gründe. Shakhtar verpflichtet eine Menge brasilianische Spieler. Aktuell stehen gleich 14 Spieler im Kader, die die brasilianische Staatsbürgerschaft besitzen. Diese “Brasilianisierung” hat einen großen Anteil an dem erfolgreichen Abschneiden auf internationaler Ebene. Zum Einen wird der Spielstil von Shakhtar auch durch das zur Verfügung stehende Spielermaterial bestimmt. Die Ukrainer spielen einen sehr schnellen, technisch starken Fußball, der schwer zu verteidigen ist.

(Photo by LARS BARON/POOL/AFP via Getty Images)

Zum Anderen haben die Brasilianer, die nach Donetsk kommen, große Ziele. Die Ukraine ist ihre erste Station in Europa, folgen sollen nach Möglichkeit weitere Stationen bei großen Klubs in Europa. Die beste Bühne um sich für diese zu präsentieren ist die internationale, im Idealfall kann man sich dort sogar direkt mit internationalen Spitzenvereinen messen.

Auch die aktuelle Form beim Team von Trainer Luis Castro (58) stimmt. Seit dem Re-Start, der in der Ukraine Ende Mai stattfand, sicherte man sich mit sieben Siegen und zwei Unentschieden souverän den Meistertitel. Dazu kam der überzeugende Auftritt im Achtelfinal-Rückspiel gegen Wolfsburg, als man 3:0 gewinnen konnte. Zudem kann Castro gegen Basel so ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Außer dem gesperrten Davit Khocholava(27) sind alle Mann an Bord.

FC Basel – Saison in Europa League versöhnlich beenden

Der FC Basel hat eine enttäuschende Saison hinter sich – wieder einmal. Schaut man sich den Schweizer Fußball an, kann man mittlerweile von einer Wachablösung sprechen. In den Jahren 2011-2017 ging der Meistertitel siebenmal in Folge an den FC Basel. In den vergangenen Jahren tat sich allerdings mit den Young Boys ein neues Spitzenteam hervor, welches aktuell das Maß aller Dinge in der Schweiz ist. Drei mal in Folge hat das Team aus der Hauptstadt der Schweiz nun die Meisterschaft gewonnen. Für Basel reichte es dahinter nur zu Rang zwei, in der kürzlich beendeten Saison musste man auch noch Sankt Gallen den Vortritt lassen und wurde nur Dritter.

Aktuell sieht es nicht danach aus, dass man die Lücke wieder schließen kann und sich seine ehemalige Dominanz zurück erkämpfen kann. Da ist es fast eine Genugtuung, dass man immer noch im internationalen Wettbewerb vertreten ist – als einzige Schweizer Mannschaft.

Und da man in der lokalen Meisterschaft mit dem dritten Platz auch die Qualifikation zur Champions League verpasste, bietet sich über die Europa League zusätzlich die Möglichkeit, diese zu erreichen.

(Photo by FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images)

Gegen Frankfurt im Achtelfinale spielte Basel stark auf. Im Hinspiel gab es im März, bereits vor leerer Kulisse, einen 3:0-Sieg in Frankfurt. Auch das Rückspiel gewann der FC Basel, diesmal reicht ein Treffer zu einem 1:0-Erfolg.

Schon zuvor präsentierte sich die Abwehr sattelfest. In der Zwischenrunde gewann man gegen APOEL Nikosia wie gegen Frankfurt im Hinspiel auswärts mit 3:0 und im Rückspiel im eigenen Stadion mit 1:0.

In der Gruppenphase kassierte man lediglich beim 0:1 in Krasnodar, beim 2:2 bei Trabzonspor und beim 2:1 daheim gegen Getafe Gegentore. Basel hat also in bislang 10 Spielen in der Europa League erst vier Tore kassiert – ein beachtlicher Wert.

Basels Trainer Marcel Koller (59) legt auch gegen Shakhtar Donetsk das Augenmerk auf die Defensive, wie er vor dem Spiel sagte: „Shakhtar ist sehr schnell und technisch stark. Wir müssen wieder [wie gegen Frankfurt] mit der ganzen Mannschaft verteidigen und unsere Chancen in der Offensive nutzen.“

Prognose

Beide Mannschaften sind für ihren jeweiligen Gegner sehr unangenehm zu spielen. Der Turniermodus verleiht dem Spiel einen zusätzlichen Reiz. Nuancen könnten entscheidend sein, die Tagesform ebenfalls. Individuell ist Shakhtar etwas besser besetzt und dementsprechend leicht favorisiert.

Mögliche Aufstellungen:

Shakhtar: Pyatov – Dodô, Kryvtsov, Matviyenko, Bolbat – Marcos Antônio, Stepanenko, Alan Patrick – Marlos, Júnior Moraes, Taison

Basel: Nikolić – Widmer, Van Der Werff, Alderete, Petretta – Xhaka, Frei – Stocker, Campo, Pululu – Cabral

(Photo by SERGEI SUPINSKY/AFP via Getty Images)

Gero Lange

Fußballbegeistert seit der Heim-WM 2006. Großer Fan von Spektakelfußball mit vielen schönen Toren, am liebsten aus der Distanz. Seit 2020 bei 90PLUS

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