Werder Bremen | Baumann über Kohfeldt: „Glaube der Mannschaft ist verloren gegangen“

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News | Frank Baumann, Geschäftsführer von Werder Bremen, hat sich im Doppelpass zur Entlassung von Florian Kohfeldt geäußert. 

Werder: Baumann meldet sich zu Wort

Am Sonntagvormittag hat Werder Bremen mitgeteilt, dass Trainer Florian Kohfeldt (38) entlassen wurde und Thomas Schaaf (60) die Mannschaft bis zum Saisonende übernehmen wird. Sportchef Frank Baumann (45) hat sich per Live-Schalte in den Doppelpass zur Situation in Bremen geäußert.

Der Verein erlebe „seit vielen Wochen einen absoluten Negativtrend“. Schon vor zwei Wochen, nachdem Werder 1:3 bei Union verlor, habe man das Gespräch mit Kohfeldt gesucht. Auf seine Initiative hin hat man sich in Bremen für einen „Neustart“ entschieden, der Veränderungen im Trainingsablauf beinhaltete. Baumann sprach von einer „guten Reaktion gegen Leipzig“ (1:2 n. V. im Pokal) und einer „ordentlichen Leistung gegen Leverkusen“ (0:0 in der Bundesliga).

In Augsburg habe das Team „ratlos und hilflos“ gewirkt. Der Auftritt kam für den 45-Jährigen „überraschend“. „Der Trend der letzten zwei Jahre hat uns zur Überzeugung kommen lassen, dass der Mannschaft der Glaube an dieser Konstellation verloren gegangen ist“, erklärte Baumann. In der vergangenen Spielzeit sei dies trotz einer dramatischeren Ausgangsposition nicht der Fall gewesen.

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Werder: Kohfeldt mit dem Kader nicht zufrieden

„Florian war der Meinung, dass er einen Fußball spielen musste, für den er gar nicht stehen will“, teilte der Werder-Sportchef mit. Kohfeldt habe nicht mehr mit voller Überzeugung das Spiel vermitteln können.

„Ich habe eine Gesamtverantwortung und stelle mich dieser“, sagte Baumann, der jedoch auch auf die Mannschaft hinwies. Grundsätzlich sei es die Aufgabe der Spieler Leistung zu bringen. Bis zur jüngsten Ergebniskrise habe der Kader bewiesen, dass er die Qualität habe, um in der Bundesliga zu bleiben.

Vom Trainerwechsel zu Schaaf erhofft sich Baumann Besserung. Mit seiner Erfahrung und Herangehensweise könne dieser etwas bewegen. „Er kann für Begeisterung und Selbstvertrauen sorgen“, betonte der 45-Jährige.

Photo by nordphoto GmbH gumzmedia/Imago

Damian Ozako

Als Kind von Tomas Rosicky verzaubert und von Nelson Haedo Valdez auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht worden. Geblieben ist die Leidenschaft für den (offensiven) Fußball. Seit 2018 bei 90PLUS.

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