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90PLUS » Dritter Titel in Serie? PSG hat ein näheres Problem
Champions League

Dritter Titel in Serie? PSG hat ein näheres Problem

Fritz Pecker
08.09.26, 11:16
Fritz Pecker
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(Photo by Carl Recine/Getty Images)

Zwei Europapokalsiege in Folge, der Superpokal im August, ein Trainervertrag bis 2030. Und dann steht Paris Saint-Germain nach drei Ligaspieltagen auf Rang 13 – ohne Sieg, sieben Punkte hinter der AS Monaco.

Zwei Punkte aus drei Spielen

Der Reihe nach: 2:2 gegen Rennes, 2:2 in Lille, 1:2 gegen Monaco. In den ersten beiden Partien lag Paris jeweils zwei Tore zurück und kam zurück, in Lille sogar mit zwei Treffern in der Nachspielzeit. Beim Heimspiel gegen Monaco am vergangenen Freitag ging es andersherum: Kapitän Marquinhos traf zur Führung, Nazinho und Stanis Idumbo drehten die Partie.

Fünf eigene Tore, sechs Gegentore. Die L’Équipe fasste den Abend mit einem „Kälteeinbruch im Parc“ zusammen, RMC Sport sprach vom schwächsten Pariser Saisonstart seit 19 Jahren. Wer nach der Mannschaft sucht, die im Mai in Budapest Arsenal im Elfmeterschießen niedergerungen hat, findet sie in der Ligue 1 derzeit nicht.

Luis Enrique sieht keinen Grund zur Unruhe

Der Spanier hatte wenige Tage zuvor vorzeitig bis 2030 verlängert, gemeinsam mit Lucas Beraldo, Senny Mayulu, João Neves und Willian Pacho (jeweils bis 2031) sowie Fabián Ruiz. Nach der Niederlage blieb er demonstrativ gelassen: „Wir hätten den Sieg verdient gehabt, bei aller Demut“, sagte er und rechnete vor, dass Monaco bei zehn solchen Spielen achtmal verlieren würde.

Das kann stimmen. Es erklärt nur nicht, warum eine Mannschaft, die zwei Jahre lang in Europa alles kontrollierte, in drei Heim- und Auswärtsspielen gegen Rennes, Lille und Monaco insgesamt viermal in Rückstand geriet. Enrique selbst hat den Verdacht mit seinem Zahlenspiel eher bestätigt als entkräftet: Die Ligue 1 ist für diesen Kader längst kein Ernstfall mehr. Die Frage ist, was das mit einem Team macht, das acht Wochen Sommerpause nicht hatte.

Der Three-Peat wäre selten – aber nicht neu

Zur Einordnung, weil das Wort gerade überall steht: Ein dritter Titel in Folge wäre in der Champions-League-Ära seit 1992 die zweite Serie dieser Art. Real Madrid hat es unter Zinédine Zidane zwischen 2016 und 2018 vorgemacht. Im alten Landesmeisterpokal gelang es Ajax und Bayern in den Siebzigerjahren, davor Real Madrid ohnehin.

Paris wäre also nicht der erste Klub – aber der erste seit acht Jahren. Und der erste, der es im neuen Ligaphasen-Format versuchen müsste, in dem acht verschiedene Gegner vor der K.-o.-Runde stehen und ein schwacher Herbst direkt in die Playoff-Runde im Februar führt.

Die Auslosung lässt keine Anlaufzeit

Am Mittwoch kommt Slovan Bratislava ins Parc des Princes – slowakischer Meister, seit Juni von Yaya Touré trainiert, der als erster afrikanischer Coach eine Mannschaft in die Ligaphase geführt hat. Ein Auftakt nach Maß, auf dem Papier. Danach wird es unangenehm.

PSG in der Ligaphase 2026/27 Heim (Parc des Princes) Auswärts
Topf 1 FC Barcelona Manchester City
Topf 2 AS Rom Aston Villa
Topf 3 Galatasaray FC Villarreal
Topf 4 Slovan Bratislava Como 1907

Der zweite Spieltag führt am 14. Oktober direkt an die Etihad, sechs Tage später empfängt Paris Barcelona – ausgerechnet den Klub, bei dem Enrique 2015 sein eigenes Triple gewann. Beide Gegner sind Erstgesetzte. Beide kommen aus Ligen, in denen sie gerade souverän starten: City steht bei drei Siegen aus drei Spielen, Barcelona schoss Valencia zuletzt mit 5:0 aus dem Stadion.

Wer Paris stoppen kann – und wer es schon getan hat

Die naheliegenden Namen stehen bereit. Arsenal, das im Finale von Budapest 120 Minuten lang mithielt und als englischer Meister zurückkommt. Manchester City mit einem neu sortierten Kader unter Enzo Maresca. Real Madrid, das José Mourinho für genau diese Nächte geholt hat. Inter, italienischer Meister. Bayern. Barcelona.

Nur: Keiner von ihnen hat Paris in dieser Saison bislang Punkte abgenommen. Rennes, Lille und Monaco haben es getan. Das ist die eigentliche Nachricht dieses Septembers – nicht, wer die Maschine stoppen kann, sondern dass sie seit dem Superpokal-Sieg über Aston Villa am 12. August kein Pflichtspiel mehr gewonnen hat.

Ousmane Dembélé, Ballon d’Or 2025, kam gegen Monaco erst von der Bank und dürfte am Mittwoch beginnen. Nuno Mendes ist nach abgesessener Ligasperre wieder da, die Abwehr bekommt ihr gewohntes Gesicht zurück. Es gibt also gute Gründe anzunehmen, dass sich das alles einrenkt.

Es gab sie auch am Freitag um 20:59 Uhr.

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