Am Freitag sind in Monaco die Ligaphasen der Europa League und der Conference League ausgelost worden. Bayer Leverkusen und die TSG Hoffenheim bekommen es dabei nicht nur mit klangvollen Gegnern zu tun, sondern teilen sich auch gleich drei identische Kontrahenten. Als Losfee fungierte der ehemalige Frankfurter Kapitän Sebastian Rode.
Leverkusen: machbares Los mit prominenten Namen
Als topgesetztes Team aus Lostopf eins erwischte Bayer Leverkusen ein weitgehend attraktives, aber überschaubares Programm. Heimspiele bestreitet die Werkself gegen Olympique Marseille, RB Salzburg, NK Celje aus Slowenien und Besiktas Istanbul. Auswärts geht es zu Olympique Lyon, Dinamo Zagreb, Lech Posen und OFI Kreta. Geschäftsführungsvorsitzender Fernando Carro zeigte sich vor Ort zufrieden und sprach von einer „attraktiven Europa-League-Saison“, auf die sich der Klub freuen könne.
Hoffenheim: deutlich schwereres Los aus Topf vier
Ungleich kniffliger fällt die Aufgabe für die TSG Hoffenheim aus, die lediglich in Lostopf vier gesetzt war. Zu Hause warten Olympique Lyon, Ferencváros Budapest, Sturm Graz und Besiktas Istanbul, auswärts geht es zu Crystal Palace, Olympiakos Piräus, RSC Anderlecht und ebenfalls nach Kreta zu OFI. Eine besondere Randnotiz ergibt sich beim Duell mit Sturm Graz: Hoffenheims Trainer Christian Ilzer trifft dort auf seinen ehemaligen Verein, den er 2024 überraschend zur österreichischen Meisterschaft geführt hatte. Auffällig ist zudem die Überschneidung mit Leverkusen: Beide Bundesligisten treffen jeweils auf Olympique Lyon, Besiktas Istanbul und OFI Kreta – nur eben nicht zwingend am selben Ort, da die Heim- und Auswärtsaufteilung unterschiedlich ausfällt.
Freiburg in der Conference League: Wiedersehen mit Mohamed Salah
Auch die Ligaphase der Conference League wurde am Freitag ausgelost. Der SC Freiburg, der die vergangene Europa-League-Saison als Finalist gegen Aston Villa beendet hatte, ist in diesem Jahr im dritthöchsten europäischen Wettbewerb vertreten und trifft dabei auf Gegner aus sechs verschiedenen Ligen: AS Monaco (auswärts), Panathinaikos Athen (heim), Twente Enschede (heim), Trabzonspor (auswärts) mit dem ehemaligen Liverpool-Star Mohamed Salah, den tschechischen Vertreter FK Jablonec (heim) sowie den litauischen Meister FK Kauno Žalgiris (auswärts).
Modus und Termine im Überblick
Seit der Saison 2024/25 gibt es in den Europapokal-Wettbewerben anstelle der klassischen Gruppenphase eine gemeinsame Ligatabelle nach dem sogenannten Schweizer Modell, wodurch sich die Teilnehmerzahl jeweils von 32 auf 36 Klubs erhöht hat. In der Europa League bestreitet jeder Verein acht Partien gegen acht unterschiedliche Gegner, in der Conference League sind es sechs Spiele gegen sechs Gegner. Die Europa League startet am 16. und 17. September in die neue Spielzeit, die Ligaphase endet am 28. Januar 2027; das Endspiel findet am 26. Mai 2027 in Frankfurt statt. Die Conference League beginnt einen Monat später, am 15. Oktober, ihr Finale steigt am 2. Juni 2027 im Beşiktaş-Park in Istanbul. In beiden Wettbewerben qualifizieren sich die besten acht Mannschaften der Ligaphase direkt fürs Achtelfinale, die Plätze 9 bis 24 ermitteln in Playoffs die übrigen Achtelfinal-Teilnehmer.

