In Leipzig fand am Mittwochabend das Endspiel in der Conference League zwischen Crystal Palace und Rayo Vallecano statt. Beide Mannschaften hatten sich für dieses Duell viel vorgenommen.
Bei Crystal Palace hatte dieses Duell einen ganz besonderen Hintergrund. Denn es war das letzte Spiel für Trainer Oliver Glasner, ehe dieser den Klub mit Ablauf seines Vertrags verlässt. Die Motivation auf den Sieg war hier besonders hoch.
Rayo, der Klub aus Spanien, hatte sich natürlich in den Kopf gesetzt, hier entsprechend dagegen zu halten.
Glasner und Crystal Palace gewinnen die Conference League
Rein von der individuellen Klasse her gesehen ging Rayo als der Außenseiter in dieses Duell. Aber dennoch waren die Spanier recht frech und schafften es, den Gegner vor Probleme zu stellen. Auffällig war, dass den Eagles die Genauigkeit im Passspiel abhanden ging. Das war ein Problem, denn so schaffte man es nicht, die Spanier unter Druck zu setzen. Ein Alemao-Schuss nach 24 Minuten war die erste richtig gute Chance im Spiel für Rayo, ansonsten spielte sich das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen ab.
Bei Crystal Palace dauerte es fast bis zum Halbzeitpfiff, ehe es so richtig gefährlich wurde. Ein Mitchell-Kopfball nach einer Flanke war es am Ende, der knapp neben dem rechten Pfosten landete. Hier war deutlich mehr drin, die Mitspieler hatten sich auch durchaus mehr erhofft. Mit dem 0:0, einem Ergebnis, das so auch in Ordnung ging, gingen beide in die Pause.

Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte Palace aber das Tempo und traf dann in der 51. Minute auch durch Jean-Philippe Mateta. Es war ein Abstaubertor nach einem Distanzschuss von Wharton, den der Torhüter nicht gut kontrollieren konnte. Wenig später hätten die Engländer dann beinahe nachgelegt, Yeremy hatte eine Chance, sein Schuss ging aber erst an den linken, dann an den rechten Pfosten. Wiederum nur eine Minute später war es so, dass die Eagles schon wieder eine Möglichkeit hatten. Jetzt schwamm Rayo bedrohlich.
Nach etwas mehr als einer Stunde wurde ordentlich durchgewechselt, was Rayo noch einmal ein wenig mehr Klarheit im Spiel verschaffte. Die Spanier konnten aber nicht die ganz große Druckphase erzeugen. Die Eagles wurden zu passiv, aber viel mehr als einen Freistoß, der nur im Ansatz gefährlich war, hatte Rayo nicht im Angebot. Und genau das war auch der entscheidende Punkt: Die Spanier konnten keine glasklare Torchance herausspielen, die Engländer waren cleverer und gewannen am Ende verdient mit 1:0!

