Ramy Bensebaini droht nach seiner Roten Karte im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern (1:2) eine Sperre für den DFB-Pokal. Der Algerier wurde in der 90. Minute nach einer überharten Grätsche gegen Bayern-Neuzugang Ismael Saibari vom Platz gestellt.
Sportgericht statt Bundesliga-Sperre
Für die Bundesliga muss Bensebaini keine Sanktion befürchten. Die Rote Karte im Supercup wirkt sich nach geltender Regelung auf den DFB-Pokal aus, über das Strafmaß entscheidet das DFB-Sportgericht.

Eine vergleichbare Konstellation gab es 2024 bei Martin Terrier und Victor Boniface von Bayer Leverkusen. Dortmund bestreitet wegen der Supercup-Teilnahme sein Pokal-Erstrundenspiel erst am 1. September beim Fünftligisten HEBC Hamburg. Die Entscheidung des Sportgerichts steht noch aus.
Geteilte Meinungen zum Platzverweis
BVB-Sportdirektor Nils Book bewertete die Rote Karte als sehr harte Entscheidung für seinen Spieler. Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich kam bei Sky zu einer anderen Einschätzung: Von den drei maßgeblichen Kriterien für einen Platzverweis – Dynamik, Trefferbild und Chance auf den Ball – seien zwei erfüllt gewesen. Der Ball sei bereits weg gewesen, das Trefferbild habe er als übel bewertet.
Ittrich erklärte zudem, auch eine direkte Gelbe Karte von Schiedsrichter Daniel Schlager hätte seiner Einschätzung nach Bestand gehabt. Bayern-Profi Joshua Kimmich teilte diese Bewertung und verwies auf die Dynamik der Aktion sowie deren Wirkung im Spielmoment auf Schiedsrichter und Spieler.
Folgen für Dortmund
Ob und wie lange Bensebaini im DFB-Pokal gesperrt wird, entscheidet das DFB-Sportgericht. Für die Bundesliga hat der Platzverweis im Supercup keine Folgen. Dortmund spielt am 1. September in der ersten Pokalrunde bei HEBC Hamburg.

