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90PLUS » Gersbeck hält Hertha ins Glück: 4:2 im Elfmeterschießen beim 1. FC Saarbrücken
DFB-Pokal

Gersbeck hält Hertha ins Glück: 4:2 im Elfmeterschießen beim 1. FC Saarbrücken

90PLUS Redaktion
22.08.26, 21:11
90PLUS Redaktion
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Portrait of Farid Alfa-Ruprecht wearing a Bayer Leverkusen jersey against a black background with red crosses

Hertha BSC steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals – aber es hat 120 Minuten und acht Elfmeter gedauert. Der Zweitligist setzte sich am Samstagabend im Ludwigsparkstadion beim 1. FC Saarbrücken nach einem 1:1 nach Verlängerung mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Zum Helden wurde Torhüter Marius Gersbeck, der zwei Strafstöße parierte.

Das Elfmeterschießen im Detail

Schiedsrichter Benjamin Brand traf sich mit den Kapitänen Florian Pick und Josip Brekalo im Mittelkreis. Der erste Münzwurf legte fest, dass vor den Gästefans geschossen wurde, den zweiten gewann Brekalo – Hertha begann.

# Schütze Verein Ergebnis Stand
1 Josip Brekalo Hertha ✅ rechte Ecke 0:1
2 Mladen Cvjetinović Saarbrücken ✅ linke Ecke 1:1
3 Linus Gechter Hertha ✅ hart, Broll mit der Hand dran 1:2
4 Florian Pick Saarbrücken ❌ Gersbeck pariert mit den Beinen 1:2
5 Luca Schuler Hertha ✅ souverän eingeschoben 1:3
6 Calogero Rizzuto Saarbrücken ✅ linke Ecke 2:3
7 Kevin Sessa Hertha ✅ rechte Ecke, Broll springt links 2:4
8 Kai Brünker Saarbrücken ❌ Gersbeck fischt ihn aus der rechten Ecke Endstand 2:4

Hertha verwandelte damit alle vier Versuche, Saarbrücken scheiterte zweimal an Gersbeck. Nach Brünkers Fehlschuss war die Partie beendet.

Ein Traumtor und ein Nackenschlag

Der Weg dorthin war für die Berliner unnötig kompliziert. Über weite Strecken war die Mannschaft von Stefan Leitl die klar bessere: Schon in der Anfangsphase hätte die Führung fallen müssen, als Deyovaisio Zeefuik in der 16. Minute die Querlatte traf, Jón Dagur Þorsteinsson kurz darauf am glänzend reagierenden Kevin Broll scheiterte und Sebastian Grønning einen Kopfball knapp vorbeisetzte.

Nach der Pause blieb Hertha tonangebend, ohne durchzukommen – bis Paul Seguin in der 69. Minute die Diskussion beendete. Aus rund 30 Metern hämmerte er den Ball ins linke obere Eck, Broll war chancenlos. Ein Tor, das dem Schützen selbst sichtlich die Sprache verschlug.

Es hätte die Entscheidung sein müssen. Doch in der 90.+2 Minute klärte die Berliner Defensive einen Eckball nur in den Rückraum, wo Philip Fahrner der Ball vor die Füße fiel. Aus 18 Metern zog der Saarbrücker per Dropkick ab – 1:1, Verlängerung.

Verlängerung ohne Ertrag

In den zusätzlichen 30 Minuten drückte Hertha, ohne zwingend zu werden. Pascal Klemens verfehlte per Kopf knapp den linken Pfosten (92.), die größte Gelegenheit vergab die Alte Dame in der 112. Minute: Broll wehrte einen Schuss von Luca Schuler mit dem Gesicht ab, Brekalos Nachschuss strich am rechten Pfosten vorbei.

Saarbrücken beschränkte sich zunehmend aufs Verteidigen, hatte durch Kelsey Owusu aber noch zwei Halbchancen. Insgesamt kam Hertha auf elf Ecken, ohne daraus Kapital zu schlagen.

Ein Spiel mit Kartenflut

Emotional wurde es vor allem ab der 65. Minute: Nach einem Wortgefecht zwischen Linus Gechter und Kai Brünker sahen beide Gelb, kurz darauf verließ auch Hertha-Trainer Stefan Leitl seine Coaching-Zone und wurde von Brand verwarnt. Später folgten Karten für Oluwaseun Adewumi (98.), Sebastian Vasiliadis (118.) und Kevin Sessa (117.).

Einordnung

Für Hertha ist es der dritte Pflichtspielsieg in Folge. Nach dem 1:0 gegen den VfL Bochum und dem 4:1 gegen den 1. FC Heidenheim steht der Hauptstadtklub in der 2. Bundesliga auf Rang zwei und will nach vier Mittelfeldjahren wieder um den Aufstieg mitspielen. Vor der Partie hatte Leitl gewarnt, Saarbrücken sei eine brutal schwere Aufgabe – man spiele gegen einen gefühlten Zweitligisten. Das Spiel gab ihm recht.

Im Pokal bleibt der Traum vom Finale im eigenen Olympiastadion damit am Leben. In der vergangenen Saison war Hertha im Viertelfinale ausgeschieden – ebenfalls im Elfmeterschießen, mit 5:6 gegen den SC Freiburg.

Der 1. FC Saarbrücken, der mit zwei Siegen gegen Essen (5:2) und Regensburg (1:0) ebenfalls als Tabellenzweiter in die Partie gegangen war, scheitert dagegen zum dritten Mal in Folge in Runde eins. Für einen Klub, der 2020 und 2021 im Halbfinale stand, ist das eine bittere Serie.

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