Bayer Leverkusen hatte am heutigen Mittwoch den FC Bayern im Halbfinale im DFB-Pokal zu Gast. Beide wollten natürlich das Endspiel erreichen. Vor allem der FCB hatte in den letzten Jahren eine Durststrecke in diesem Wettbewerb hinter sich bringen müssen.
Nach dem Gewinn der Meisterschaft am Wochenende wollte der Rekordmeister jetzt nachlegen. Aber: Leverkusen war eines der Teams, das den Branchenprimus zuletzt ärgern konnte, vor allem in den Spielen in Leverkusen.
FC Bayern von Beginn an dominant
Der FC Bayern begann dominant, hatte gleich mehr Ballbesitz und drückte Leverkusen in die eigene Hälfte. Die erste Chance hatte der Rekordmeister nach fünf Minuten, als nach einem schnell ausgeführten Eckball Dayot Upamecano den Ball über das Tor setzte. Der Bayer-Ansatz war früh klar. Man wollte auf Umschaltmomente lauern und nach Ballgewinn schnell umschalten. Das gelang nach zehn Minuten erstmals und prompt kam man nach einem Konter zum Abschluss, der zum Eckball geblockt wurde. Der Ball bei Bayern lief recht gut, auch wenn in der Anfangsphase ein paar Ballverluste dabei waren, die sonst nicht üblich sind.
Nach 15 Minuten testete Luis Diaz Mark Flekken, der aber sehr gut parierte. Zwei Minuten später scheiterte Kane aus spitzem Winkel am Keeper der Werkself. Es bahnte sich and ass die Bayern-Dominanz früh Früchte tragen würde. Nach 22 Minuten war es dann soweit. Bayern führte einen Einwurf schnell aus, kam über die rechte Seite. Jamal Musiala spielte den Ball in die Mitte, Diaz ließ durch und Kane verwandelte am langen Pfosten. Das Spiel lief komplett in eine Richtung. Nach einem langen Ball von Kane kam Michael Olise nach 28 Minuten zum Abschluss, aber schoss zu unplatziert.

Das Pressing von Bayern war einfach zu gut, Leverkusen kam kaum aus dem eigenen Drittel raus. Gut fünf Minuten vor der Pause hatte Kane die nächste Chance, sein Halbvolley ging aber knapp oben über das Lattenkreuz. Mittlerweile stand es nach Schüssen 10:0. Mit dem Stand von 1:0 für Bayern ging es in die Pause.
Bayern bleibt überlegen und fährt nach Berlin
Auch im zweiten Spielabschnitt hatte Bayern von Beginn an die Kontrolle. Musiala wollte Diaz in der 49. Minute bedienen, doch Robert Andrich klärte noch, bevor der Kolumbianer einschieben konnte. In der 52. Minute hatte Leverkusen die erste gute Chance im Spiel. Nathan Tella testete Manuel Neuer, der schnell in der Ecke war und parierte. Leverkusen war besser in der Partie als in der ersten Halbzeit, aber insgesamt ging das Spiel auch hier weiter klar in Richtung des FC Bayern. Der Rekordmeister hatte auch weiterhin ein Chancenplus. Josip Stanisic und Dayot Upamecano scheiterten aber. Es ging weiter in eine Richtung. Kane scheiterte am glänzenden Flekken, dann am Rasen, ein Musiala-Abschluss wurde noch gerade so gestört.
Nach 69 Minuten hatte Leverkusen plötzlich mal eine Chance, doch Schick köpfte über das Tor. Bayerns einziges Problem war, den Deckel noch nicht draufgemacht zu haben. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende hatte Diaz die Chance, doch wieder war Flekken mit den Fingerspitzen dran. In der Schlussphase wechselte Vincent Kompany sogar defensiv, nahm Musiala runter, brachte Min-jae Kim. Bayer warf jetzt nochmal mehr nach vorne, aber Bayern hatte auch Räume. Diaz vergab eine Konterchance nach 90 Minuten, scheiterte natürlich an Flekken. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Diaz dann doch noch. Ein Konter wurde von ihm veredelt. Die Fahne ging zwar hoch, aber nach der Kontrolle zählte das Tor. Dann war auch direkt Schluss!

