Das Kapitel Xabi Alonso und Real Madrid war nur von kurzer Dauer. Ein Problem war unter anderem die Unzufriedenheit von den Top-Stars. Die Spannungen zwischen Xabi Alonso und Vinicius Junior sollen beispielsweise sehr früh begonnen haben. Der öffentliche Eklat im Clásico gegen den FC Barcelona war demnach offenbar nicht der Auslöser, sondern vielmehr der sichtbare Höhepunkt einer bereits seit Monaten schwelenden Problematik.
Schon zu Beginn von Alonsos Amtszeit soll es intern geknirscht haben. Wie der spanische Radiosender COPE berichtet, kam es bereits im Sommer während der Klub WM zu einem ersten brisanten Vorfall zwischen Trainer und Superstar. Hintergrund soll eine geplante personelle Entscheidung von Alonso gewesen sein, die Vinicius alles andere als gut aufgenommen haben soll.
Vinicius und Alonso: Streit schon bei Klub-WM
Dem Bericht zufolge wollte Alonso den Brasilianer vor einer Partie zunächst auf die Bank setzen, um mit einer Offensivkombination aus Kylian Mbappe und Gonzalo Garcia zu beginnen. Vinicius soll auf diese Nachricht verärgert reagiert haben. Alonso habe daraufhin seine ursprüngliche Planung geändert und den Flügelspieler doch in die Startelf beordert.
Spätestens nach dem viel diskutierten Auftritt des Brasilianers im Clásico gegen Barcelona rückte die Beziehung zwischen beiden stärker in den Fokus. Dass Vinicius seine Auswechslung beim Sieg gegen Barça offenbar nicht akzeptieren wollte, wurde demnach auch als Hinweis auf tieferliegende Spannungen innerhalb der Mannschaft gewertet.
Die Probleme sollen sich dabei nicht allein auf das Verhältnis zwischen Alonso und Vinicius beschränkt haben. Laut dem Bericht hatte der frühere Leverkusen Coach insgesamt Schwierigkeiten, die Kabine vollständig hinter sich zu bringen. Gerade im Umgang mit einigen Führungsspielern soll es intern wiederholt Reibungspunkte gegeben haben.

Sportlich fällt Alonsos Bilanz dennoch keineswegs schlecht aus. In 34 Pflichtspielen als Real Trainer holte der Spanier 24 Siege bei sechs Niederlagen und kam auf einen Punkteschnitt von 2,24. Die Unruhe rund um die Mannschaft und das schwache Abschneiden im Titelrennen dürften jedoch maßgeblich dazu beigetragen haben, dass seine Zeit in Madrid frühzeitig wieder endete.

