Didier Deschamps hat klargestellt, dass seine Zeit im Fußball mit dem Ende seiner Amtszeit als französischer Nationaltrainer noch längst nicht vorbei sein soll. Der 57-Jährige bekräftigte erneut, nach der Weltmeisterschaft 2026 bei Les Bleus aufzuhören, schloss einen Rückzug aus dem Trainergeschäft aber deutlich aus.
Am Donnerstagabend gab der Frankreich-Boss seinen Kader für die anstehende Weltmeisterschaft bekannt. Mit Randal Kolo Muani, Eduardo Camavinga oder Corentin Tolisso verzichtet er auf zahlreiche Hochkaräter beim anstehenden Turnier.
Deschamps kündigt Trainer-Comeback an
Deschamps hatte bereits vor zwei Jahren angekündigt, sein Amt nach dem Turnier im Sommer niederzulegen. Als heißester Nachfolger gilt seit Längerem Zinedine Zidane. Doch auch wenn seine Ära bei Frankreich nach dann 14 Jahren endet, denkt der Weltmeister von 2018 offenbar nicht an Ruhestand.
Im Rahmen der Kaderbekanntgabe für die WM wurde Deschamps auf seine Zukunft angesprochen und antwortete unmissverständlich. Er werde sich „nichts verwehren“ und nach der Weltmeisterschaft nicht aufhören. „Ich werde verfügbar sein. Und das weiß jeder.“
Damit dürfte der Franzose automatisch zum Thema bei mehreren Topklubs werden. Zuletzt war sein Name bereits im Zusammenhang mit Real Madrid genannt worden, wo Alvaro Arbeloa wohl kaum eine Zukunft haben dürfte. Mit seiner Erfahrung auf höchstem Niveau, seinem sehr guten Player Management und seiner Vita als Weltmeister von 1998 sowie Weltmeistertrainer von 2018 bringt Deschamps jedenfalls eine seltene und überaus erfolgreiche Vita mit.
Gerade in Madrid, wo Unzufriedenheit und massive Unruhe herrscht, könnte der unruhige Deschamps eine nahliegende Lösung sein. Nichtsdestotrotz scheint Jose Mourinho der Top-Kandidat für den Posten zu sein.
Eine kleine Spur zu seiner möglichen Zukunft legte der Franzose gleich selbst. So erklärte Deschamps mit einem Augenzwinkern, er bessere aktuell sein Italienisch auf. Ganz ausgeschlossen erscheint ein Engagement in der Serie A damit nicht. Die Verbindung nach Italien ist jedenfalls da: Als Spieler lief er zwischen 1994 und 1999 für Juventus auf, später trainierte er den Klub und führte ihn 2007 nach dem Abstieg zurück in die Serie A.

