Messi verlässt Barça – Wie konnte es so weit kommen?

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Das scheinbar Unvorstellbare ist nun wirklich Realität geworden: Lionel Messi (34) verlässt den FC Barcelona. Der Abschied kam so abrupt wie unerwartet und ist letztendlich vor allem eines – zutiefst unromantisch. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Dieser Frage gehen wir auf den Grund.

Ist die Liga wirklich an allem schuld?

Sowohl der FC Barcelona  (vertreten durch Präsident Joan Laporta) als auch Lionel Messi selbst betonten in ihren jeweiligen Pressekonferenzen, dass sich beide Seiten einig gewesen seien und eine Vertragsverlängerung lediglich an der fehlenden Möglichkeit zur Registrierung gescheitert wäre. Die Liga, deren Regeln und vor allem die fehlende Flexibilität in Hinblick auf die Auflegung selbiger sind somit Schuld an diesem unwürdigen Ende einer glorreichen Ära – zumindest wenn man den Aussagen der Hauptprotagonisten folgt.

Doch ist dem wirklich so? Zunächst einmal soll klargestellt werden, dass nicht bezweifelt werden, dass sich Barça und Messi einig geworden sind. Dementsprechend soll der Fokus zunächst auf der Kosten-Kontrolle La Liga verbleiben. Anders als vielfach berichtet, handelt es sich dabei nämlich nicht um ein „Salary Cap“ im engeren Sinne, vielmehr gibt die Liga jedem Club ein Budget für die sportlichen Operationen der kommenden Saison mit, das nicht überschritten werden darf. Das Budget darf unterdessen mehr oder weniger frei aufgeteilt werden auf Gehalts- und Transferausgaben, wobei für die Transferausgaben die Abschreibungssummen für das jeweilige Jahr angesetzt werden.

Das Budget selbst beruht auf einer Kalkulation, die verschiedenste finanzielle Faktoren (u.a. vergangene und zukünftig erwartete Umsätze, Verbindlichkeiten, Eigenkapital, …) einbezieht. Die genaue Formel ist allerdings nicht näher bekannt. Der wichtigste Aspekt dessen ist aber, dass das sich das Budget auf zukünftige Ausgaben bezieht und die Einhaltung dessen Voraussetzung für die Registrierung von Spielern für die Liga ist. Da Barça offenbar nicht in der Lage war, Messi unter Einhaltung des Budgets zu registrieren, scheiterte die Verlängerung. So weit, so bekannt.

Messi – Ein Verlust für die ganze Liga und nicht nur für Barca

Nun bestreitet der FC Barcelona auch nicht, dass sie das Budget und damit auch die Regeln nicht einhalten können, doch sie forderten die Liga auf, mit mehr Augenmaß und Flexibilität zu agieren, um den besten Spieler der Welt (und womöglich aller Zeiten) im Club und damit auch in der Liga halten zu können. Liga-Präsident Javier Tebas machte jedoch recht schnell deutlich, dass sie keinerlei Ausnahmen erlauben würden – auch nicht für Messi. Vor dem Hintergrund eines fairen Wettbewerbs und der Chancengleichheit eine sicherlich vertretbare Haltung, doch es fehlt ihr an Weitsicht und wirtschaftlicher Vernunft.

Lionel Messi ist selbstverständlich nicht irgendein Spieler und seine Bedeutung für die Liga geht weit über die Vereinsgrenzen des FC Barcelona hinaus. Er ist DER Star der Liga und ihre größte Attraktion. Messis Abgang ist somit ein Verlust für die ganze Liga, die damit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit massiv an internationaler Aufmerksamkeit verlieren wird. Dass sich das mindestens mittelfristig auch finanziell negativ bemerkbar machen wird, muss man sicherlich nicht weiter ausgeführt werden.

(imago)

Zumal Messis Abgang nur eine weitere Episode eines Trends ist. Er folgt anderen Stars wie Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos, Raphael Varane, Neymar oder auch Aymeric Laporte ins Ausland. Ein Import neuer Stars, wie man es früher gewohnt war, blieb bislang aus – weil es sich die Clubs schlichtweg nicht mehr leisten können. Die strengen La Liga Regeln sollen zwar dazu dienen, dass sich die Clubs nicht mehr in den finanziellen Ruin wirtschaften können, doch das scheint Theorie zu bleiben, wie u.a. der FC Barcelona und der FC Valencia eindrucksvoll zeigen.

Schneidet sich die Liga ins eigene Fleisch?

In der Praxis führen diese Regeln nämlich dazu, dass sich die Clubs in eine Abwärtsspirale begeben, der sie nicht mehr entkommen können. Makroökonomische Entwicklungen und externe Effekte wie die Corona-Krise beweisen eindrucksvoll, wie vulnerabel und unausgegoren dieses System ist. Ausbleibende Umsätze führten und führen dazu, dass die spanischen Clubs ihre Leistungsträger verkaufen müssen (mehrheitlich ins Ausland), ohne dass sie die entsprechende Qualität ersetzen können. Die Folge ist ein Qualitätsverlust der gesamten Liga, der wiederum dazu führt, dass die Clubs in ihrem Kerngeschäft weniger erfolgreich sein, was wiederum zu verringerten Einnahmen führt.

Zusätzliche Investments, um dieser Entwicklung entgegenzutreten sind durch die Regeln der Liga nicht möglich. Eine vertrackte Situation, die sicherlich auch eine große Rolle dabei spielte, dass Real Madrid und der FC Barcelona so vehement für die Einführung der sog. „Super League“ kämpften.

Zusammengefasst: Die Liga schneidet sich – unter dem Vorwand für Gerechtigkeit im Wettbewerb (die Budgets sorgen in erster Linie dafür, dass bestehende Kräfteverhältnisse verfestigt werden) und finanzielle Stabilität zu sorgen – ins eigene Fleisch. Der Verzicht auf eine Ausnahme für Messi wird am Ende allen wehtun.

Ist Bartomeu an allem schuld?

Dennoch wäre es falsch, die alleinige Verantwortung der Liga zu übertragen, schließlich hat sich der FC Barcelona durch jahreslanges Mismanagement auch selbst in eine kritische Lage manövriert. Präsident Laporta betonte in der jüngeren Vergangenheit immer wieder, dass die finanzielle Situation des Clubs noch schlimmer sei, als er es erwartet hatte. Doch es gab etliche Anzeichen, die sich zu einem klaren Bild verfestigten.

Allein die gigantischen Ablösesummen für Ousmane Dembélé, Philippe Coutinho, Antoine Griezmann, Frenkie de Jong, Miralem Pjanic, Malcom, Paulinho, André Gomes, Clement Lenglet, Nelson Semedo, Arthur Melo, Francisco Trincão und Paco Alcacer, die allesamt in den letzten fünf Jahren für jeweils über 30 Millionen Euro und insgesamt über 800 Millionen Euro verpflichtet worden sind, sollten bedenklich stimmen. Zum einen, weil die Ablösesumme in der Bilanz linear über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden und sie somit größtenteils bis heute Auswirkungen haben, und zum anderen weil die Bilanz, die der Verein jährlich veröffentlich aufzeigt, dass auch die tatsächlichen Zahlungen noch lange nicht vollständig geleistet worden sind.

Der FC Barcelona schleppt also auch heute noch die Sünden und die Last vergangener Jahre mit sich mit. Dass die Clubführung unter Ex-Präsident Bartomeu völlig vom Pfad der finanzielle Vernunft und Weitsicht abkam, wird am besten am Beispiel des Tausch-Deals Pjanic-gegen-Arthur mit Juventus Turn deutlich. Abgesehen vom sportlichen Misserfolg für beide Seiten, ist das finanzielle Rational dahinter mehr als fragwürdig.

(Quique Garcia/imago)

Der Pakt mit dem Teufel

Beide Spieler wurden im Rahmen des Transfers deutlich überbewertet – Pjanic mit 60 Millionen Euro, Arthur mit 72 Millionen Euro. Barça verpflichtete Arthur im Sommer 2018 für 31 Millionen Euro von Gremio und statte ihn mit einem 6-Jahresvertrag aus. Zum Zeitpunkt des Verkaufs im Sommer 2020 hatte Barça bei einer linearen Abschreibung folglich schon ca. 10,3 Millionen Euro abgeschrieben, was einen Buchwert von ca. 20,6 Millionen Euro übrig ließ. Abzüglich dessen konnte Barça beim Verkauf Arthurs für 72 Millionen Euro einen Transfergewinn von etwas über 50 Millionen Euro, der im selben Geschäftsjahr bilanzwirksam wurde, verzeichnen.

Auf der anderen Seite wurde Pjanic (den Juventus zu dem Zeitpunkt schon nahezu vollständig abgeschrieben hatte) zwar für 60 Millionen Euro verpflichtet, doch weil er bei Barça gleich einen 4-Jahresvertrag unterzeichnete, wurde nur ein Viertel der Ablösesumme (15 Millionen Euro) im selben Geschäftsjahr bilanzwirksam. In Summe konnte Barça so einen Überschuss von über 35 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2020/21 verzeichnen, was zumindest kurzfristig enorm hilfreich war (Juventus profitierte sogar noch mehr).

Da den übrigen Abschreibungen in den folgenden Jahren aber kein direkte Verkaufserlös mehr entgegensteht, ist ein solcher Deal mittelfristig aber mindestens problematisch insbesondere wenn der Deal zu einem sportlichen Flop wird – wie im Fall Pjanic. Nun, ein Jahr später, möchte Barça den Bosnier, der in den Plänen Koemans keine Rolle zu spielen scheint, nämlich wieder loswerden. Das ist aus zweierlei Hinsicht problematisch: 1. Es ist schwierig einen 31-jährigen Spieler mit einem üppigen Gehalt und noch drei Jahren Rest-Vertragslaufzeit nach einer sportlich schwachen Saison loszuwerden und 2. Wenn Barça Pjanic loswerden sollte, muss der Restbuchwert (ca. 45 Millionen Euro) auf einmal abgeschrieben werden. Folglich ist vermutlich nur ein Leih-Abgang möglich, bei dem Barça womöglich sogar noch Teile des Gehalts tragen muss.

(Marco Canoniero/imago)

Der Bruch mit der eigenen Identität

Ein Management, dass so kurzfristig denkt und derart riskant agiert, ist sicherlich ein Grund, warum sich der FC Barcelona in dieser so misslichen Lage wiederfand. Doch es ist nicht allein ein finanzielles Mismanagement. Auch sportlich gesehen hat die Führung versagt. Gerade in der lukrativen Champions League blieb der FC Barcelona, der den Titel letztmals in der Saison 2014/15 errang, wieder und wieder hinter den Erwartungen zurück, was sich letztlich auch finanziell bemerkbar machte.

Zudem wendete sich der Club unter Rosell und Bartomeu immer mehr von der eigenen Philosophie ab und setzte zunehmend auf Neuverpflichtungen von außen, anstatt den eigenen Nachwuchs zu fördern. Neben etlichen teueren, sportlichen Missverständnissen, verlor man so vor allem auch die spielerische Identität, die dem Club zwischen 2008 und 2012 zum größtmöglichen Erfolg verhalf. Die Abgänge von Spielern und Identifikationsfiguren wie Victor Valdes, Carles Puyol, Xavi und Andrés Iniesta beschleunigte den Prozess. Das Team wurde gewöhnlich und blieb immer öfter erfolglos.

Diese Entwicklung blieb auch Lionel Messi natürlich nicht verborgen, schließlich bekam er mehr und mehr Verantwortung. Auf einmal war er Spielmacher, Torjäger und Kapitän in Personalunion. Er trug die Last des Teams schwer auf seinen Schultern, doch auch der mutmaßlich beste Spieler aller Zeiten kann ein Team nicht ganz allein zu den höchsten Ehren des Sport tragen. Die krachende 2:8-Pleite in der Champions League gegen den FC Bayern, bei dem ausgerechnet Coutinho auch noch doppelt traf (gegen den FC Barcelona, der ihn zu den Münchnern verlieh), war dann des Schlechten zu viel.

Doch kein Happy End

Trainer Setién musste und Superstar Lionel Messi wollte gehen. Der Argentinier verlor den Glauben in seinen Verein und vor allem in die Führung. Bartomeu, zu dem er ohnehin ein angespanntes Verhältnis pflegte, stand mächtig unter Druck, wollte dann aber doch nicht der Präsident sein, der DIE Legende des Clubs vertrieb. Bartomeu ließ Messi nicht gehen, der wiederum mit einem Rechtsstreit um eine Klausel liebäugelte, es dann aber doch nicht über sich brachte. So rauften sich beide Seiten zusammen, doch von Eitel Sonnenschein keine Spur.

Erst nach einem schwierigen Saisonstart und dem Rücktritt Bartomeus klickte es wieder. Messi kam unter Koeman seiner Bestform wieder sehr nahe und durfte am Ende einer Saison, die unter dem Titel „Umbruch“ stand, immerhin die Copa del Rey in die Höhe strecken, bevor er sogar vor dem letzten Spieltag der Ligasaison frei bekam, um sich auf die Copa America mit der Nationalmannschaft vorzubereiten.

Auch wenn sein Vertrag am 30.06. auslaufen sollte, waren sich beide Seiten scheinbar sicher genug, um sich vorzeitig zu trennen und dem Spieler Raum zu geben sein Trauma mit der „Albiceleste“ zu überwinden, was mit dem Titelgewinn in der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft gelingen sollte. Stolz und gut gelaunt begab sich Messi in den Urlaub, in der Überzeugung im Anschluss einen neuen Vertrag bei seinem Herzensclub zu unterschreiben. Doch dazu sollte es nicht kommen…

(Jose Luis Contreras/imago)

Welche Schuld trägt Messi?

Wirft man einen Blick in die Kommentarspalten unter Berichten über den Messi-Abgang in den sozialen Netzwerken, so findet man immer wieder die Frage, warum Messi nicht einfach für einen „symbolischen Euro“ hätte spielen können, schließlich hätte er doch in den vergangen Jahre mehr als genug Geld verdient. Dieser Punkt lässt sich einerseits nicht völlig entkräften, doch auf der anderen Seite muss man auch erkennen, dass es gar nicht um die Summe geht, die Messi verdienen sollte, denn im Budget des Clubs ist nicht ein einziger Euro mehr offen. Vielmehr muss der Club noch weitere Einnahmen generieren, um dem Budget zu entsprechen.

An der Stelle sei auch erwähnt, dass bestehende Verträge natürlich zu bedienen sind, bevor neue geschlossen werden können. Bei der Gelegenheit sei auch darauf hingewiesen, dass die Budget-Regelung La Ligas auch deshalb schwierig ist, weil Spielerverträge für gewöhnlich länger als ein Jahr laufen, während die Registrierung und Budgetierung jährlich erfolgt, was dazu führt, dass die Clubs teilweise aufgrund der Regeln ihre Verträge nicht einhalten/erfüllen können – eine weitere Schwäche des Systems.

Was Nowitzki Messi voraus hat

Nichtsdestotrotz sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Messis letzter, unfassbarer Vertrag den Club über die Jahre mehr und mehr ausgelaugt hat. Nun kann man es dem Spieler sicherlich nicht vorwerfen, dass er so viel Geld annimmt, wie er kriegen kann, doch Beispiele wie in der NBA, wo es immer wieder Spieler gibt, die auf Gehalt verzichten, um es ihrem Club zu ermöglichen sich sportlich besser aufzustellen, zeigen, dass es auch anders gehen kann. Auch die Steuerdelikte der Vergangenheit zeigen, dass die Messi-Entourage finanziell ziemlich skrupellos war, was man nicht zwangsläufig dem Spieler, aber auf jeden Fall seinem Umfeld anlasten muss.

Auf der anderen Seite steht aber natürlich auch ein Verein, der einen Vertrag geschlossen hat, der ihm zu viel abverlangt hat. Das war unseriös und hat die Stabilität des Vereins mehr als nur gefährdet. Eigentlich unverzeihlich in einem mitgliedergeführten Verein. Bartomeu und Co. hatten nämlich durchaus eine Wahl, auch wenn Messi und Entourage natürlich zu jeder Zeit ein sehr gutes Blatt auf der Hand hatten.

Es wäre also etwas zu billig die Verantwortung dem vermeintlich gierigen Spieler unterzuschieben, zumal auch das steuerliche und rechtliche Fragestellungen in Hinblick auf die Vergütung einzuhalten waren. Und auch der Aspekt der Wertschätzung, die durch die Vergütung ausgedrückt wird und mitunter sogar wichtiger ist als das Geld selbst, ist nicht zu unterschätzen, auch wenn die Frage, ob Messi wirklich auf diese Art der Wertschätzung angewiesen ist, erlaubt sein muss.

Fazit

In Summe haben viele Faktoren zu dazu geführt, dass es soweit gekommen ist. Die durchaus kontraproduktiven Finanz-Regeln La Ligas und die fehlende Flexibilität in der Auslegung dieser, das jahrelange Mismanagement – sportlich wie finanziell – und auch der beschriebene Anteil des Spielers sind nur ein Teil dessen, weshalb es zu dieser Trennung kam. Auch der Ausbruch der Pandemie, der den FC Barcelona, der sonst auf das größte Fußballstadion Europas und weitere gewinnbringende Publikumsattraktionen zurückgreifen kann, besonders hart getroffen hat, spielt natürlich eine große Rolle, ebenso wie die Posse rund um die sog. „Super League“ und das noch schwebende Investment des Private-Equity-Unternehmens CVC in die Liga.

Die Ursachen sind folglich vielfältig und komplex, zu komplex um sie alle in einem einzigen Text abbilden zu können. Das Resultat ist dagegen relativ einfach, wenn auch schwer zu begreifen: Lionel Messi verlässt den FC Barcelona – ein Abschied, den (so) niemand gewollt hat.

Weiterführende Artikel:

(Marc Gonzalez Aloma/imago)

Christoph Albers

Cruyff-Jünger und Taktik-Liebhaber. Mag präzise Schnittstellen-Pässe, schwarze Leder-Fußballschuhe, Retro-Trikots und hat einen unerklärlichen Hang zu Fußball-Finanzen. Seit 2016 bei 90PLUS.

Alle Kommentare


  • Richard J. Flohr sagt:

    Ich bin wirklich fassungslos über diesen Kommentar, der allen Finanz-Hasardeuren der Fußball-Welt das Wort redet. Es ist höchste Zeit, daß auch die spanische LaLiga auf die Einhaltung finanzieller Standards achtet und pocht, so wie dies in der deutschen Bundesliga schon „ewig“ der Fall ist. Nur so kann ein System gesunden, das es einem Club wie dem FC Barcelona (bei Real Madrid sieht es kaum besser aus) ermöglichte, fast eine Milliarde Euro Schulden (in Zahlen: 1.000.000.000,00 €) anzuhäufen, um damit sportliche Erfolge auf großem Pump zu erzielen. Leidtragende eines solchen Gebahrens sind nämlich all die seriös wirtschaftenden Clubs, Ligen und deren Fans. (Wer hätte einen Lionel Messi nicht gerne in der Bundesliga spielen sehen?)
    Deshalb kann man LaLiga nur beglückwünschen, dankbar sein und hoffen, daß diese Standhaftigkeit im gesamten Fußball-System (zumindest in allen großen Ligen) Einzug hält und auch die UEFA endlich wirksam Mindeststandards des financial fair play durchsetzt. Nur so kann auch ein fairer sportlicher Wettbewerb auf lange Sicht (bei allen verbleibenden wirtschaftlichen Unterschieden) funktionieren.


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