Die Weltmeisterschaft macht es aktuell vor, die Klub-WM könnte nachziehen. Zusammen mit der Lobby-Gruppe EFC (European Football Clubs) steht die FIFA kurz vor dem Abschluss eines Joint Ventures. Ziel der Kooperation ist die Aufstockung des Wettbewerbs auf 48 Teams. Die erhofften Benefits liegen dabei vor allem im finanziellen Bereich.
Laut einem Bericht des Guardian hat die FIFA einer Zusammenarbeit bereits zugestimmt. Eine erfolgreiche Umsetzung der Pläne würde eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes von 32 auf 48 Teams bedeuten und vermutlich vor allem weiteren Premier-League-Schwergewichten den Zugang zum Wettbewerb erleichtern. Realisiert werden könnten die Änderungen bereits 2029.
Das Hauptargument der EFC in ihrem Plädoyer liegt im prognostizierten kommerziellen Wertanstieg des Turniers, sollten weitere europäische Big-Player-Vereine am lukrativen Wettbewerb teilnehmen. Im Vordergrund stehen deutlich höhere Medien- und Sponsoreneinnahmen. Die EFC beruft sich dabei auf die Annahme, dass durch eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes Probleme wie die Vermarktung der Übertragungsrechte unkomplizierter gelöst werden können.
Wer profitiert von einer XXL-Klub-WM?
In der vergangenen Ausgabe der Klub-WM wurde Europa durch insgesamt zwölf Vereine vertreten. Dabei handelte es sich um die vergangenen vier Sieger der UEFA Champions League und acht weitere Club mit dem höchsten UEFA-Koeffizient. Allerdings wurde die Teilnehmerzahl pro Land auf zwei Vereine beschränkt.

Das hatte zur Folge, dass Teams wie Manchester United, der FC Liverpool, der FC Barcelona und die SSC Napoli nicht am Wettbewerb teilnehmen konnten. Gerade im Fall der drei Letztgenannten, die allesamt im Jahr 2025 Meister ihrer jeweiligen Ligen wurden, scheint ein Ausschluss vom Wettbewerb fragwürdig. Verständlich ist es allemal, dass die großen Vereine ihr Stück vom Luxus-Kuchen abhaben wollen. Im vergangenen Jahr triumphierte der FC Chelsea im Finale mit 3:0 über Paris Saint-Germain und freute sich über die Summe von 84 Millionen Pfund Preisgeld.
Dass die Neuerungen tatsächlich zum nächstgelegenen Zeitpunkt in Kraft treten könnten, gilt als sehr wahrscheinlich. Die EFC arbeitet unter anderem auch mit der UEFA in Bezug auf die europäischen Klubwettbewerbe zusammen. Die FIFA zeigt sich höchst beeindruckt von den kommerziellen Erfolgen der Organisation, die in Bezug auf die Champions League und andere Wettbewerbe den Umsatz in einem Vierjahresfenster um 25% steigern konnten.

