Bemühtes Barcelona gleicht kurz vor Schluss gegen Granada aus

Yusuf Demir und Sergio Escudero duellieren sich im Zweikampf.
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News | Mit einer gehörigen Portion Druck empfing der FC Barcelona am Montagabend den FC Granada und bot erneut eine enttäuschende Leistung, die letztlich zu einem 1:1 führte.

Traumstart für Granada – Barcelona taut erst spät auf

Der in der Kritik stehende Trainer Ronald Koeman mischte seine Mannschaft kräftig durch. Philippe Coutinho erlebte sein Startelf-Comeback, während der erst 17-jährige Alex Bálde als Linksverteidiger und der nur wenige Monate ältere Yusuf Demir – im 4-3-3-System – ihre Premieren feierten. Gäste-Coach Robert Moreno tauschte sogar auf gleich sechs Positionen. Schon in der Vorwoche (1:2 gegen Real Betis) startete Domingos Duarte, der nach 87 Sekunden eine Flanke von Sergio Escudero aus kurzer Distanz per Kopf verwertete – 0:1. Der extrem frühe Gegentreffer hinterließ durchaus seine Spuren bei den Katalanen. Sie ergattern zwar Feldvorteile, doch auch die nächste Großchance besaß Granada, als Darwin Machis in Minute 12 Jorge Molina fand, dessen Direktabnahme nur knapp über das von Marc-André ter Stegen flog. Auf der Gegenseite traf der aus dem Gewühl am Schnellsten schaltende Sergi Roberto aus 13 Metern die Latte (17.).

 

Ansonsten gab es für Barcelona jedoch kaum ein Durchkommen. Es fehlte an flüssigen Kombinationen sowie der Durchschlagskraft in Eins-gegen-Eins-Situationen gegen tief verteidigende Andalusier. Deshalb wirkten sich die über 70 Prozent Ballbesitz nicht auf das Resultat aus. Insbesondere zwischen der 25. und 40. Minute verlief die Partie ereignisarm. Zu allem Überfluss verlor die Blaugrana in der 42. Minute auch noch den sehr engagiert auftretenden Bálde verletzungsbedingt. Oscar Mingueza sprang für ihn in die Bresche (42.).

Kurz darauf wehrte ter Stegen einen Distanzschuss von Monchu mit beiden Fäusten ab. Fast im Gegenzug musste Luis Maximiano sein ganzes Können bei einem Kopfball von Ronald Araujo abrufen. Der Druck nahm in der Endphase zu. Denn Barcelona schnürte die Gäste am eigenen Sechzehner ein. Araujo beförderte das Spielgerät mit dem Schädel knapp neben das Gehäuse und Sergio Busquets prüfte nochmals den aufmerksamen Maximiano, sodass es beim 0:1-Pausenstand blieb.

Domingos Duarte köpft zur Führung für Granada in Barcelona ein.

(Photo: Imago/Alejandro Garcia)

Barcelona legt zu – mit spätem Erfolg

Der zweite Abschnitt begann etwas verhaltender. Barca, das zumeist über Flanken Torgefahr ausstrahlte, vertraute dem Ansatz weiterhin. Immer wieder fanden die Hereingaben Araujo, der seinen Kopfball in Minute 56 erneut zu weit nach rechts setzte. Immerhin agierten die Katalanen deutlich präsenter im letzten Drittel des Spielfelds, was sich in einer erhöhten Anzahl an Torabschlüssen widerspiegelte. Zum auffälligsten Akteur stieg Memphis Depay auf, dem es aber an Präzision fehlte.

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Granada hingegen schaffte nur noch selten Entlastung. Dafür überstanden die Gäste die bislang größte Drangphase unbeschadet. Zudem mangelte es der Blaugrana durchgängig an zündenden Ideen. Vorherrschendes Stilmittel blieben hoch in den Strafraum fliegende Bälle. Einer rutschte Mingueza vom Fuß und wäre beinahe über Maximiano im langen Eck eingeschlagen (77.). 120 Sekunden köpfte der eingewechselte Luuk de Jong aus sechs Metern freistehend über das Tor. Weitere Großchancen entstanden allerdings lange nicht – weil der Spielfluss aufgrund des Zeitspiels der Andalusier abnahm. Doch in der 90. Minute war dann der über die gesamte Spielzeit gesehen gefährlichste Spieler zur Stelle – Araujo vollendete nach Flanke von Youngster Gavi zum 1:1. Die Nachspielzeit bot noch einige Gelbe Karten, jedoch hatte das 1:1  bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Santiago Jaime Latre Bestand.

Der FC Barcelona tritt somit als Tabellensiebter die Reise zum FC Cadiz (Donnerstag, 22.00 Uhr) an, während Granada zwar zum zweiten Mal in Folge nicht im Camp Nou verlor, in der laufenden Saison aber noch keinen Sieg einfuhr. In drei Tagen treffen die Nazaríes auf das gut aufgelegte Real Sociedad.

(Photo: Imago/Jose Breton)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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