Copa del Rey | Barcelona dreht Rückstand beim starken Drittligisten Linares

Der FC Barcelona mühte sich bei Linares zum Weiterkommen.
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News | Der FC Barcelona stieg mit einem Auswärtsspiel bei Linares Deportivo in die Copa del Rey ein, tat sich schwer und gewann die bis zum Ende spannende Begegnung mit 2:1.

Linares nutzt seine Chance gegen uninspiriertes Barcelona

Auf dem sehr gut gepflegte Rasenplatz im selbstverständlich ausverkauften Estadio de Linarejos nahmen die mit Rückkehrer Dani Alves angetretenen Katalanen direkt des Heft des Handelns in die Hand. Die erste Möglichkeit ergab sich nach sechs Minuten, als Ronald Araújo infolge eines Eckball das Spielgerät aus fünf Metern Entfernung per Kopf neben den langen Pfosten setzte.

In der Folge befand sich das Geschehen hauptsächlich in der Hälfte des tief stehenden Drittligisten. Aus dem Spiel heraus fand Barcelona erstmals in der 18. Minute den Weg vors gegnerische Gehäuse. Nico steckte auf Ilias Akhomach durch, der unter Bedrängnis knapp am Tor vorbeischoss. Im direkten Gegenzug köpfte der sich von Oscar Mingueza lösende Hugo Díaz  eine Flanke von Francisco Carnicer ungestört zum überraschenden 1:0 ein.

 

Die Reaktion der Auswahl von Xavi fiel verhalten aus. Schlussmann Brimah Razak musste lediglich bei einem Distanzschuss von Sergio Busquets eingreifen (24.). Ansonsten verteidigten seine Vordermänner äußerst diszipliniert in zwei Viererketten und bekamen in den wenigen brenzligen Situationen immer wieder ein Körperteil dazwischen.

Im Strafraum brannte es erst wieder 180 Sekunden vor der Halbzeitpause. Eine Hereingabe von Nico erreichte den aus rund elf Metern etwas überrascht und daher ungenau abschließenden Riqui Puig. Wenig später rauschte ein Versuch von Eric Garcia am Tor vorbei (44.). Mehr ließ Linares, das mit Alaves bereits einen La-Liga-Klub ausschaltete, nicht zu, weshalb das 1:0 nach 45 Minuten Bestand hatte.

Barcelona legt zu, Linares mit Pfostentreffer

Xavi zeigte sich wohl wenig angetan vom Auftritt der Blaugrana. Zum zweiten Abschnitt wechselte er gleich dreifach. Gerard Piqué, Frenkie de Jong und Ousmane Dembélé ersetzten Araujo, Puig sowie Alhomach. Barcelona begann sehr agil. Keine 60 Sekunden waren vorüber, als Nico nur wenige Zentimeter fehlten, um eine flache Hereingabe von Jordi Alba über die Linie zu bugsieren.

Danach hielt die Blaugrana den Druck aufrecht. Es mangelte trotz der hohen Ballbesitzwerte weiter an Kreativität im letzten Drittel. Ebenso machte sich die Abwesenheit eines gelernten Mittelstürmers bemerkbar, denn oftmals war im Sechszehner keine Präsenz vorhanden. Luuk de Jong – der einzig einsatzfähige Neuner und am Sonntag noch für das Siegtor auf Mallorca zuständig – fehlte gesperrt.

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Dem eingewechselten Dembélé gefiel der Zustand ganz und gar nicht, zog aus der Distanz ab und traf nicht unhaltbar ins linke Eck – 1:1 (63.). Kurz darauf parierte Razak gegen den eingelaufenen Ferran Jutgla. Die Antwort von Linares wäre beinahe postwendend gefolgt. Neto machte beim Kopfball von Manuel Guerrerio keine gute Figur. Da ihm der im Abseits stehende Díaz die Sicht nahm, zählte der Treffer nicht (67.).

Wiederum nur 120 Sekunden besaßen die Katalanen ausnahmsweise mal Freiraum, Jutgla zog nach innen und schlenzte den Ball überlegt ins rechte Eck – 1:2. Der Drittligisten gab sich allerdings noch nicht geschlagen, verlor dabei gelegentlich seine Grundordnung. Dembélé ließ in Minute 74 die Entscheidung liegen, was fast sofort bestraft worden wäre. Eine Flanke von Cristian Carrasado wurde länger und länger und landete am Pfosten.

Auf der Gegenseite hatten die Gastgeber erneut Glück, denn der durchgebrochene Dembélé drosch den Ball an die Latte (78.). Letztlich hatte die schwache Chancenverwertung keine Konsequenzen. Der als Titelverteidiger an der Start gehende FC Barcelona erreichte mühevoll das Achtelfinale der Copa del Rey. Am Samstag (18.30 Uhr, live auf DAZN) geht es im Ligabetrieb beim FC Granada weiter.

(Photo by JORGE GUERRERO/AFP via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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