Vinicius Junior steht mal wieder im Fokus, denn nun gibt es deutliche Kritik aus seiner Heimat Brasilien. Ex-Nationalspieler Joao Miranda stellt klar, dass dem Offensivstar von Real Madrid noch etwas fehlt, um mit den ganz Großen mitzuhalten
Wie Miranda im YouTube-Podcast El camino de Mario erklärte, sieht er den Flügelspieler zwar als herausragenden Fußballer, aber noch nicht auf dem Niveau von Legenden wie Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder Neymar. „Er hat viel Qualität, aber er ist noch weit entfernt“, so der ehemalige Innenverteidiger.
Kritik an Ausstrahlung und Persönlichkeit
Sehr deutlich wurde Miranda bei der Bewertung der Persönlichkeit des 25-Jährigen. Zwar betonte er, dass Vinicius aktuell einer der besten Spieler Brasiliens sei, doch auf dem Weg zur absoluten Weltspitze fehle ihm noch ein entscheidender Faktor. „Ihm fehlt etwas“, erklärte Miranda, ohne dabei konkret zu benennen, woran es genau liegt. Er deutete an, dass es sich um eine Mischung aus Ausstrahlung, Wirkung auf Fans und Präsenz auf dem Platz handeln könnte.

Sportlich bleibt Vinicius unbestritten einer der wichtigsten Spieler bei Real Madrid. Dennoch steht der Brasilianer in dieser Saison stärker unter Beobachtung als zuvor. Während er in den vergangenen Jahren als möglicher Ballon-d’Or-Kandidat gehandelt wurde, fehlt es aktuell an der nötigen Konstanz auf höchstem Niveau.
Hinzu kommt, dass der Flügelspieler in vielen Stadien zur Reizfigur geworden ist. Pfiffe, hitzige Szenen und emotionale Reaktionen begleiten ihn regelmäßig. All das sind Faktoren, die laut Miranda auch Einfluss auf die Wahrnehmung eines Spielers haben können. Auch das Thema Rassismus sprach der ehemaliga Atletico-Verteidger an und bezog sich dabei auf seine eigene Karriere. Der frühere Profi erklärte, dass er selbst solche Erfahrungen nicht gemacht habe, da er sich vollständig auf den Fußball konzentriert habe. Für ihn sei entscheidend, wie ein Spieler mit äußeren Einflüssen umgeht. „Wenn man sich kurz vor einem Spiel davon beeinflussen lässt, kann das die eigene Leistung verändern“.

