La Liga | Hermoso besiegelt nächsten Last-Minute-Wahnsinn zwischen Atlético und Valencia

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News | Am 22. La Liga-Spieltag empfing Atlético Madrid den Valencia Clúb de Fútbol im heimischen Wanda Metropolitano. Erneut wurde es spät spektakulär, diesmal mit dem besseren Ende für den Meister, Atlético brachte Valencia eine historische 3:2-Niederlage bei.

Musah und Hugo Duro schocken Atlético zur Pause

Das Hinspiel im Mestalla sah lange nach drei sicheren Punkten für den amtierenden Meister aus. Mit Ablauf der regulären Spielzeit führte Atlético nach Treffern von Luis Suárez, Antoine Griezmann sowie Šime Vršaljko 3:1, ein Eigentor von Stefan Savić führte zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Den endgültigen stellte Hugo Duro per Doppelschlag in den Minuten 92 und 96 her.

 



 

Für die Gastgeber lief es auch zuletzt eher mäßig. In La Liga kamen sie abermals nicht über ein 2:2 in Villarreal hinaus. Zudem gab es in der Supercopa ein 1:2 gegen den Athletic Club und auch in der Copa del Rey sind die Rojiblancos nach einer 0:2-Niederlage im Anoeta zu San Sebastian nicht mehr vertreten.

Anders Valencia, die Atlético Baleares 1:0 besiegten und in La Liga kürzlich ein 1:1 gegen Sevilla holten. Davor gab es allerdings zwei Niederlagen: 1:4 im Bernabéu und 1:2 gegen Espanyol.

Hugo Duro schlägt erneut zu: Atlético droht zur Pause nächste Heimniederlage

Die Anfangsphase der Partie war von vielen Nickligkeiten und Fouls geprägt, wirklicher Spielfluss kam nur selten auf, von Torchancen ganz zu schweigen. Die erste nennenswerte Offensivaktion gab es in Minute 25: Valencia bekam einen Konter, Gonçalo Guedes verlagerte von rechts hervorragend auf die gegenüberliegende Seite zu Yunus Musah. Der US-amerikanische Nationalspieler zog nach innen, wurde allenfalls halbherzig angegriffen und knallte die Kugel von der Strafraumkante ins kurze Eck. 0:1!

Zwei Minuten später bulldozerte Koke Carlos Soler im Mittelfeld überhart um. Schiedsrichter Isidro Diaz de Mera Escuderos beließ es bei Gelb. Eine Entscheidung, mit der Atléticos Kapitän sicherlich sehr gut leben kann. Allerdings muss er jetzt aufpassen. Sollte er noch einmal die Tür zu laut zumachen, spielt Atléti in Unterzahl.

Weiterhin tat sich wenig. Man könnte sagen, Valencia verteidigte den Vorsprung geschickt. Allerdings gab es auch kaum etwas zu verteidigen. Mit Ausnahme von João Félix, der ein paar gute Aktionen hatte, war die Offensive des Meisters praktisch inexistent.

Konsequenterweise legte der Valencia Clúb de Fútbol in Minute 44 nach. Atlético bekam einen langen Ball nur halbherzig geklärt. So konnte Toni Lato den Steckpass spielen. In der Mitte ließ Carlos Soler – bewusst oder nicht – durch. So kam Hugo Duro, der Doppeltorschütze aus dem Hinspiel, an die Kugel und machte frei vor Jan Oblak kurzen Prozess. 0:2! Dieser Pausenstand ging absolut in Ordnung. Von zwei spielerisch schwachen Mannschaften war Valencia die engagiertere.

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2:3 nach 2:0 – Valencia kassiert historische Niederlage

Einen Wechsel nahm Diego Simeone zur Pause vor: Ángel Correa kam für Renan Lodi. Tatsächlich präsentierte sich Atlético zu Beginn von Durchgang zwei etwas druckvoller. In Minute 54 hatten die Gastgeber ihre beste Chance. João Félix bediente Luis Suárez mit dem Außenrist. Der Uruguayer zögerte allerdings zu lange mit dem Abschluss, der erste Ballkontakt war auch nicht optimal. Jaume Domènech, der den verletzten Jasper Cillessen vertrat, kam raus und parierte.

Trotzdem gelang es Atlético nun besser, Tempo und Tiefe ins eigene Spiel zu bringen. Der Anschlusstreffer fiel allerdings nach einem Eckball, der mit viel Schnitt in den Fünfmeterraum geflogen kam. In der Mitte spielten Carlos Soler und Dimitri Foulquier „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“. Ex-Herthaner Matheus Cunha, der für Thomas Lemar ins Spiel kam, nahm das Angebot dankend an und schob ein.

Atlético tackerte Valencia nun in der eigenen Hälfte fest. Zehn Minuten vor Schluss setzte sich Correa an der Grundlinie durch, zog aus spitzem Winkel ab, Jaume Domènech parierte herausragend mit den Fingerspitzen. Der fällige Eckball entging Diaz de Mera Escuderos.

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Photo by PIERRE-PHILIPPE MARCOU/AFP via Getty Images

Der Ausgleich lag in der Luft – und fiel mit der Schlusssirene: Yannick Carrasco spielte eine Flanke von links. Den Versuch von Suárez konnte Domènech noch abwehren, aber nur nach vorne prallen lassen, wo Ángel Correa ins leere Tor einschob.

Valencia hatte noch nie in seiner gesamten Klubhistorie in La Liga nach 2:0-Pausenführung noch verloren. Bis zum 22. Januar 2022. Matheus Cunha kam halbrechts im Strafraum frei zum Abschluss, der eigentlich zu ungenau war. Doch in der Mitte hatte niemand Mario Hermoso auf der Rechnung, der nur noch einschieben musste. Atlético Madrid hatte die Partie komplett gedreht! Sieben Minuten Nachspielzeit waren angezeigt. Daraus wurden letztlich elf. An der Seitenlinie winkte Diego Simeone bereits die großen Flugzeuge in ihre Parkposition und durfte in Minute 101 jubeln!

Atlético gewinnt verdient gegen ein Valencia, das vor der Pause alles richtig machte, danach aber nicht mehr. Sie ließen Atlético mehr und mehr gewähren, was mit dem Schlusspfiff bestraft wurde. Mit den drei Punkten bleibt Atlético auf 4. Valencia hingegen kassiert die nächste Niederlage und könnte noch von Bilbao um Ex-Trainer Marcelino kassiert werden.

Der Endstand aus dem Estadio Wanda Metropolitano: Atlético de Madrid 3, Valencia Clúb de Fútbol 2.

Photo by PIERRE-PHILIPPE MARCOU/AFP via Getty Images

Victor Catalina

 

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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