Real Madrid findet bei Getafe auf frühen Rückstand keine Antwort

Der FC Getafe brachte Real Madrid zur Verzweiflung.
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News | La Liga meldete sich mit dem Stadtduell zwischen dem FC Getafe und Real Madrid aus der kurzen Winterpause zurück. Überraschend setzten sich die Azulones mit 1:0 durch.

Getafe jubelt früh: Ünal bestraft Militao-Patzer

Die Gäste mussten aufgrund der derzeit durch Spanien fegenden Omikron-Variante auf Vinícius Júnior, Eduardo Camavinga und Luka Jovic verzichten, während das auf eine Fünferkette zurückgreifende Getafe – im Gegensatz zu zahlreichen Ligakonkurrenten – keine Neuinfektionen rund um den Jahreswechsel vermeldete.

Von Beginn an war der Spitzenreiter bei strahlendem Sonnenschein mit reichlich Ballbesitz ausgestattet, fand zunächst aber keine Lösungen gegen einen tief stehenden Kontrahenten. Auf der Gegenseite vertändelte Eder Militao als letzter Mann gegen Enes Ünal, der frei vor Thibaut Courtois überlegt zum 1:0 einschoss (9.).

Enes Ünal brachte den FC Getafe gegen Real Madrid frühzeitig in Führung.

(Photo by JAVIER SORIANO/AFP via Getty Images)

Kurz darauf leistete sich der Schlussmann ebenfalls einen Aussetzer, doch der überraschte Mauro Arambarri schloss aus der Distanz ungenau ab Die erste Viertelstunde verlief somit ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Real Madrid. Anschließend übernahmen sie die Kommando. Besonders auffällig agierte Luka Modric, der erst von der Strafraumgrenze nur knapp daneben zielte und dann in Minute 18 einen feinen Spielzug nach Zuspiel von Karim Benzema mit einem wuchtigen Schuss an den Querbalken beendete.

Wiederum nur 120 Sekunden später vergab Toni Kroos per Direktabnahme infolge einer Hereingabe von Lucas Vazquez. In der Folge befand sich das Geschehen fast ausschließlich in einer Spielhälfte, doch die Azulones hielten dem Druck stand. Darüber hinaus handelte sich ein sichtlich genervter Carlo Ancelotti die Gelbe Karte wegen Meckerns ein.

Seine Halbzeitansprache musste der Coach von Real Madrid schließlich auf einen 0:1-Rückstand ausrichten, der noch hätte höher ausfallen können, aber Militao blockte in letzter Sekunde gegen Carles Alena, dessen Versuch wohl im rechten Eck eingeschlagen wäre (45.).

Real Madrid ohne Lösungen

Zu Beginn des zweiten Abschnitt brachte Ancelotti den die Kapitänsbinde übernehmenden Marcelo und Eden Hazard für Ferland Mendy sowie Marco Asensio. Auf dem grünen Rasen bekamen die 11.890 Zuschauenden ein unverändertes Bild geboten. Real Madrid hatte wesentlich mehr Feldanteile, fand allerdings kein Durchkommen.

Den ersten Torschuss gaben sogar die auf Konter lauernden Hausherren durch Sandro Ramirez ab (56.). Ohnehin schafften sie immer wieder Entlastung und stoppten den Spielfluss der Königlichen mit ihrem robusten Auftreten. Deshalb blieben sie nach dem Seitenwechsel ohne nennenswerte Torszene, bis zur 68. Minute, als Benzema – von Marcelo freigespielt – aus zentraler Position abschloss und Jorge Cuenca mit dem Kopf klärte.

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Keine 60 Sekunden zuvor wechselte Ancelotti mit Mariano Diaz bereits einen weiteren Mittelstürmer ein, der wirkungslose Rodrygo hatte vorzeitig Feierabend. Doch es mangelte weiterhin an Durchschlagskraft, weshalb Casemiro aus 18 Metern abzog und David Soria zu einer Glanzparade zwang (76.). Einen Weg in den Sechszehner hinein fand der spanische Rekordmeister allerdings nur ganz selten. Wenn dies der Fall war, fehlte die Präzision in den Zuspielen.

Daran änderte sich auch in den Schlussminuten – einen zu mittigen Kopfball von Isco ausgenommen – nichts mehr. Das von Quique Sánchez Flores glänzend eingestellte Getafe brachte den 1:0-Vorsprung – trotz acht Minuten Nachspielzeit – ins Ziel und fuhr den vierten Saisonsieg ein. Als Tabellen-16. geht es in einer Woche zum Zweitplatzierten FC Sevilla, der sich Real Madrid annähernd könnte. Aktuell beträgt der Rückstand – bei zwei weniger bestrittenen Spielen.

Die Königlichen müssen am Mittwoch (21.30 Uhr, live auf DAZN) in der Copa del Rey zu Drittligisten Alcoyano. Im vergangenen Jahr gab es das Duell bereits, wobei der krasse Außenseiter mit 2:1 nach Verlängerung triumphierte.

(Photo by JAVIER SORIANO/AFP via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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