La Liga | Elfmeter in letzter Minute! Atletico feiert späten Sieg gegen Espanyol

Atletico Espanyol
La Liga

Nach dem knappen Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen ManCity ging für Atletico am Sonntagnachmittag das Alltagsgeschäft in La Liga weiter. Gegen Espanyol konnten die „Colchoneros“ dank einem Elfmeter in letzter Minute 2:1 (0:0) gewinnen.

Atletico fehlt die Durchschlagskraft

Im heimischen Wanda Metropolitano ließ es Atletico zunächst sehr ruhig angehen. Sie überließen Espanyol den Ball, versuchten in erster Instanz, hinten sicher zu stehen. Die Gäste aus Barcelona kamen so auf ganze 97 Prozent Ballbesitz in den ersten drei Spielminuten. Kurze Zeit später wurden sie auch erstmals richtig gefährlich: Nach einem Eckball kam Innenverteidiger Leandro Cabrera recht unbedrängt zum Kopfball, doch Jan Oblak war zur Stelle und lenkte den Ball über den Querbalken (6.). Atleti zeigte sich derweil äußerst sparsam, was Offensivaktionen anging. Die „Colchoneros“ trauten sich – wenn überhaupt – nur durch Umschaltsituationen in die Nähe des gegnerischen Sechzehners. Auch gegen den Ball gingen sie keinen Schritt mehr als nötig. Vom hohen Pressing gegen ManCity war heute überhaupt nichts zu sehen.

Dass offensiv so gut wie gar nichts ging für Atletico, lag aber auch an den Gästen, die gegen den Ball einen grundsoliden Auftritt ablieferten. Sie standen kompakt, verschoben gut – ohne Tempo gab es kein Durchkommen. João Felix verpasste eine Hereingabe nur knapp (21.), ansonsten erlebten die Dreierkette von Espanyol und Torwart Diego Lopez eine äußerst ruhige Halbzeit. Die Hausherren erarbeiteten sich mit der Zeit zwar immer mehr Spielanteile, auch der Ballvortrag wirkte gefällig, wirklich Gefahr konnten sie aber nicht heraufbeschwören. Nach einem langen Ball in die Tiefe versuchte es Felix aus spitzem Winkel, eingreifen musste Lopez aber nicht, der Ball ging deutlich drüber (35.).

Die Minuten vor der Pause waren dann vor allem von Fouls und Spielunterbrechungen geprägt, viel Fußball gespielt wurde nicht mehr. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen – ein Spielstand, der den Geschehnissen auf dem Platz gerecht wurde.

Atletico Espanyol

(Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)

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Nach Kondogbia-Rot: Atletico jubelt in letzter Minute

Offensichtlich hatte die Halbzeitansprache von Diego Simeone gesessen, denn Atleti zeigte nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht. Die „Rojiblancos“ kamen schwungvoll aus der Pause, hätten durch Matheus Cunha fast ein Abseitstor erzielt (49.). Das Tempo war jetzt ein völlig anderes. Die erste richtig dicke Chance gehörte allerdings den Gästen. Sergi Darder hielt wuchtig aus der Nahdistanz drauf, doch Oblak war mit einer Riesenparade erneut zur Stelle, verhinderte den Rückstand (52.). Im direkten Gegenzug dann der Atleti-Konter: Über Cunha und Antoine Griezmann kam der Ball zu Yannick Carrasco, der einen Gegenspieler ausstiegen ließ und den Ball ins kurze Eck hämmerte. Lopez war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (52.).

Von Espanyol kam derweil nicht mehr viel nach dem Seitenwechsel. Vielmehr waren die Gäste in der eigenen Defensive gefordert, denn die Angriffe der Hausherren hatten jetzt Hand und Fuß, mündeten immer wieder in gefährlichen Strafraumszenen. Es schien eine Frage der Zeit, bis das 2:0 fallen würde. Doch die „Colchoneros“ gingen schlampig mit ihren Torchancen um, so blieb der Aufsteiger im Spiel. Wie aus dem Nichts kam ein langer Ball zu Raul de Tomas, der aus wenigen Metern direkt abzog und Oblak zur nächsten Glanzparade zwang (70.). Es war auch dem Slowenen zu verdanken, dass die Null noch stand.

Kurz darauf musste Geoffrey Kondogbia vom Platz. Ein Schuss der Gäste prallte an die Hand des Sechsers, der daraufhin die Ampelkarte sah (71.) – eine sehr harte Entscheidung. Noch bitterer für Atleti: Der darauffolgende Freistoß saß. Oblak, der zuvor mehrfach glänzend pariert hatte, sah dabei nicht gut aus. Der Slowene stellte seine Mauer komisch, war dann nicht rechtzeitig im Torwarteck, wo der Ball zunächst an den Innenpfosten und von da aus hinter die Torlinie prallte (74.). Das Spiel schrieb somit innerhalb von nur wenigen Minuten seine Geschichte um.

Atleti gab sich aber keinesfalls geschlagen, drückte sogar auf den Führungstreffer. Ein Schuss von Marcos Llorente landete knapp neben dem Kasten (83.), in der Nachspielzeit musste Lopez nochmal gegen Carrasco retten (90.+5). Als alle dachten, das Spiel sei gelaufen, wurde ein mögliches Handspiel von Espanyol im eigenen Strafraum gecheckt. Nach langer Überprüfung entschied der Unparteiische auf Elfmeter für Atleti. Diesen nahm sich Carrasco vor – und verwandelte! In der neunten Minute der Nachspielzeit gelang Atleti somit doch noch der späte Führungstreffer. So bitter das für Espanyol ist: Von einem unverdienten Sieg für Atleti kann an diesem Abend nicht die Rede sein.

Photo by Getty Images

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