Barcelona vs Atletico Madrid: Gipfeltreffen im Camp Nou

Barcelona Atletico Madrid
La Liga

Vorschau | Das Topspiel-Wochenende in La Liga könnte sich als wegweisend im Meisterschaftsrennen erweisen. Der Showdown steigt in Katalonien, wo der FC Barcelona auf Spitzenreiter Atletico Madrid trifft.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 16.15 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Gelingt Barcelona der erste Sieg über eine vor ihr platzierte Mannschaft ?
  • Atletico: Der Verlust der Tabellenführung droht 
  • Die Colchoneros gewannen das Hinspiel mit 1:0 und gastieren nun beim besten Rückrundenteam

Der Vierkampf um die Meisterschaft im Überblick:

FC Barcelona: Messi und Griezmann im Blickpunkt

Die Blaugrana liegt vier Spieltage vor Schluss weiterhin in aussichtsreicher Position. Dies hätten ihr nach dem ernüchternden Saisonstart wohl nicht viele Beobachter zugetraut. Eine Serie von 19 ungeschlagenen Ligaspielen führte die Katalenen zurück in die vorderste Spitze, sodass sie nur zwei Zähler hinter dem heutigen Gegner Atletico sowie punktgleich mit Real Madrid auf Rang drei. Dahinter lauert der FC Sevilla mit geringen Außenseiterchancen. Die Ausgangslage hätte für Barca sogar noch aussichtsreicher ausschauen können, allerdings unterlag es im Nachholspiel dem FC Granada mit 1:2. Eine vollkommen überflüssige Niederlage, die den Motor aber nicht ins Stottern brachte. Am Sonntag sprang beim FC Valencia ein verdienter und zudem hart erarbeiteter 3:2-Erfolg raus.

 

 

Dabei geriet der Tabellendritte nach einem Patzer des sonst gut aufgelegten Torhüters Marc-Andre ter Stegen (29) in Rückstand. Lionel Messi (33), der wohl zu einer Vertragsverlängerung bereit zu sein scheint, per Doppelpack und der formstarke Antoine Griezmann (30) – in den letzten fünf Pflichtspielen gelangen ihm fünf Treffer – drehten die Begegnung zugunsten der Katalanen. Das Duo hat in den vergangenen Wochen immer besser zusammengefunden. Insgesamt steuerte es 40 Saisontore bei. Auch heute werden Messi und Griezmann eine Schlüsselrolle einnehmen müssen, damit Barcelona die drei Punkte einheimsen kann. Besonders der im Sommer 2019 aus Madrid gekommene Franzose profitierte vom vorgenommen Systemwechsel zum 3-1-4-2. Ronald Koeman (58) traf damit eine goldrichtige Entscheidung, die schließlich auch im Gewinn der Copa del Rey endete. Dennoch hat er mit mehreren großen Problemen zu kämpfen.

Die Chance im Überholspiel nutzen

Zum einen darf er zum Topspiel nicht auf der Trainerbank Platz nehmen, da er gegen Granada glatt Rot sah und für zwei Spiele gesperrt wurde. Der Einspruch der Katalanen wurde vorerst abgewiesen. Assistent Alfred Schreuder (48) wird in die Chefrolle schlüpfen, die ihm bereits aus seiner Zeit bei 1899 Hoffenheim bekannt ist. Zum anderen hat der FC Barcelona lediglich eines von fünf Spitzenspielen für sich entscheiden können. In Sevilla fuhr er einen verdienten 2:0-Erfolg ein. Gegen die Madrider Spitzenklubs hagelte es dagegen drei Niederlagen. Im Hinspiel bei Atletico stand am Ende ein unglückliches 0:1 zu Buche. Eine weitere Pleite wäre für die Blaugrana wohl gleichbedeutend mit dem Ausscheiden aus dem Meisterschaftsrennen. Ein Sieg dagegen würde für den vorzeitigen Sprung an die Tabellenspitze sorgen. Koeman kann auf seine beste Mannschaft zurückgreifen. Nur die Langzeitausfälle Coutinho (28) und Ansu Fati (18) sowie Martin Brathwaite (29) setzen weiterhin aus.

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Atletico Madrid: Die Auswärtsschwäche abstellen

Bis in den Februar hinein schienen die Colchoneros unaufhaltsam in Richtung Meisterschaft zu eilen. Mit teilweise zehn Punkten Vorsprung führten sie die Tabelle an. Doch dann gerieten die Hauptstädter in eine Leistungsdelle oder die Ergebnisse entsprachen mehr den gezeigten Leistungen. Denn nach „xPoints“ haben sie weiterhin satte 16 Punkte zu viel eingesammelt. Zum Vergleich: Der FC Barcelona erlangte nach dieser Berechnung lediglich 2,39 Zähler mehr als erwartet. Fakt ist, dass Atletico nur vier der letzten elf Ligapartien gewann. Insbesondere auswärts fallen die Ergebnisse nur mäßig aus. Neben einigen Unentschieden gab es Niederlagen in Sevilla und Bilbao. Einen Schritt in die richtige Richtung begingen die Madrilenen in der Vorwoche, wo sie mit 1:0 in Elche gewannen.

 

 

Zur Hauptfigur avancierte Marcos Llorente (26), der das Siegtor erzielte und kurz vor Schluss einen Handelfmeter verschuldete, der gab Pfosten landete. Erneut wäre die Mannschaft von Diego Simeone (50) beinahe für ihre zunehmend inaktive Spielweise bestraft worden. An eine ansprechende erste Hälfte wurde nicht angeknüpft, weil erneut die Ergebnisverwaltung im Vordergrund bestraft. Letztendlich hatte das Missgeschick des Spielgestalters aber keine Konsequenzen. Llorente dürfte auch heute eine prägende Rolle einnehmen. Mit zwölf Toren sowie zehn Vorlagen ist er der Topscorer noch vor Luis Suarez (34). Dafür steht der im Sommer bei Barcelona aussortierte und daher umso höher motivierte Angreifer bei bereits 19 Saisontreffern. In Elche gab er sein Startelf-Comeback, nachdem er zuvor sogar drei Pflichtspiele verletzungsbedingt aussetzen musste. Der Uruguayer netzte sogar frühzeitig ein, jedoch griff der VAR ein und verhinderte sein erstes persönliches Erfolgserlebnis seit dem 21.März.

Simeone hat die freie Wahl

Die Blicke dürften am Samstagnachmittag vor allem auf Suarez gerichtet sein. Bei Atletico rückte allerdings noch eine weitere Personalie in den Vordergrund. Sorgenvoll schauen alle Unterstützer auf Jose Gimenez (26), der in der Endphase beim Elche-Spiel angeschlagen ausschied. Noch ist sein Einsatz nicht gesichert. Als Ersatz stünde Felipe (31) bereit. Definitiv werden die Colchoneros die Begegnung laut Simeone mit „Begeisterung und Demut“ angehen. Seine Mannschaft wird er wohl wieder mit einer Dreierkette aufs Spielfeld schicken. Der Kader wird bestens bestückt sein, da neben dem Fragezeichen bei Gimenez nur Renan Lodi (23) als Ausfall feststeht. 

Prognose

Die Zuschauer dürfen sich auf das Aufeinandertreffen zweier komplett unterschiedlicher Spielstile einstellen, wenn die beste Offensive auf die beste Defensive trifft. Es ist mit einer ausgeglichenen Begegnung zu rechnen, wo am Ende – wie im Hinspiel – ein Moment den Unterschied herstellen kann. Ein Remis erscheint ebenfalls im Bereich des Möglichen.

Mögliche Aufstellungen:

Barcelona: ter Stegen,-Araujo, Pique, Lenglet,-Busquets,-Roberto (Dest), de Jong, Pedri, Alba,-Griezmann, Messi

Atletico: Oblak,-Savic, Gimenez (Felipe), Hermoso,-Trippier, Llorente, Kondogbia, Carrasco,-Correa, Lemar,-Suarez

(Photo: Imago/Oscar J. Barroso)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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