Granada vs Atletico: Kann Atléti den Trend vor den Wochen der Wahrheit fortsetzen?

Vorschau

Vorschau | Am 23. Spieltag empfängt Granada Tabellenführer Atlético Madrid. Während die Gastgeber auf ihren ersten Ligasieg seit einem Monat hoffen, gilt es für die Mannschaft von Diego Simeone, den Trend zu bestätigen. Denn für sie ist es der Start in entscheidende Wochen der Saison.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 14:00 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Granada CF: Standortbestimmung nach der Copa und vor der Europa League
  • Atlético Madrid: Der Start in entscheidende Wochen – mit COVID-19 als größtem Gegner
  • Letzter Granada-Sieg über Atlético datiert aus den Siebzigerjahren.

Granada CF: Ein siegloser Monat macht noch keine Krise

Normalerweise würde man sagen, dass ein Verein tief in der Krise steckt, wenn ihr letzter Ligasieg genau einen Monat her ist. Bei Granada ist genau das der Fall, am 12. Januar gewannen sie zuhause 2:0 gegen Osasuna. Trotzdem hält sich die Mannschaft stabil auf Platz acht. Der Rückstand auf die europäischen Plätze beträgt weiterhin einigermaßen überschaubare fünf Punkte.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass hier die Rede von einer Mannschaft ist, die erst letzte Saison in La Liga aufstieg und es unter der Leitung von Diego Martínez (40) auf Anhieb in die Europa League schaffte. Dort beendete Granada die Gruppenphase mit elf Punkten auf Platz zwei, die PSV Eindhoven kann nur einen Zähler mehr aufweisen. Kommende Woche steigt das Heimspiel gegen Napoli. 

 

 

Zusammen mit dem Spiel gegen Tabellenführer Atlético steht für Granada eine wegweisende Woche an. Dass die Mannschaft in der Lage ist, die gut betuchte Gesellschaft in La Liga herauszufordern, bewiesen sie jüngst in der Copa gegen Barcelona. Bis kurz vor Schluss führte man 2:0, musste sich dem Druck der Katalanen schließlich beugen. Auch auf den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 3:3 in der Verlängerung konnte man nicht aufbauen. So unterlagen die Nazaríes in einem höchst spektakulären Spiel 3:5. Am vergangenen Wochenende rettete Roberto Soldado (35) im Estadi Ciutat de Valencia bei Levante immerhin last-Minute das 2:2. 

Vor dem Spiel gegen Atlético zeigt sich Diego Martínez allerdings nicht resigniert, sondern brannte auf die anstehenden Aufgaben: „Auf diese Gegner zu treffen, spornt uns an, motiviert uns und wir brauchen das beste von uns in allen Bereichen.“ Verzichten muss er gegen Atlético auf Neyder Lozano (26/Schienbeinbruch) sowie Maxime Gonalons (31/Muskelprobleme).

Atlético Madrid: Der Beginn entscheidender Wochen

Es lief alles so perfekt, wie es nur hätte laufen können, für Atlético Madrid. Nach dem 0:2 in Valdebebas bei Stadtrivale Real – der einzigen Saisonniederlage – gewann die Mannschaft von Diego Simeone (50) acht Ligaspiele am Stück. Doch am vergangenen Wochenende kam der große Rückschlag. Gegen Celta Vigo gab es lediglich ein 2:2. 

(Photo by Denis Doyle/Getty Images)

Nun gilt es für Atlético mit einem Sieg in Granada wieder aus dieser XXL-Krise zu finden. Spaß beiseite. Simeone hatte – wie so oft – auf der Pressekonferenz nur lobende Worte für den Gegner übrig: „Granada ist eine Mannschaft, die sehr gut konkurriert.“ Das hielt Atléti allerdings nicht davon ab, das Hinspiel am 1. Spieltag satt 6:1 zu gewinnen. Luis Suárez (34) erzielte in dieser Partie Ende September seine ersten beiden Tore für die Rojiblancos.

Nun ist es der Start in entscheidende Wochen. In der kommenden steht der Doppelpack – samt Nachholspiel – gegen Levante an, bevor es im Champions-League-Achtelfinale einmal mehr gegen eine englische Mannschaft mit deutschem Trainer geht: Diesmal nicht Jürgen Klopps Liverpool, sondern Thomas Tuchels Chelsea. Anschließend gibt es in La Liga zwei Spitzenspiele gegen das fünftplatzierte Villarreal sowie das Derbi madrileño.

Es gilt also, genau jetzt den Trend der letzten Wochen und Monate zu bestätigen. Sollte Atlético das Nachholspiel gegen Levante gewinnen, betrüge der Vorsprung an der Tabellenspitze sieben Punkte. In dieser Form ist die Meisterschaft nach menschlichem Ermessen entschieden und Atlético auch in der Champions League unter den Titelfavoriten. In drei Versuchen 1974, 2014 und 2016 blieb ihnen die europäische Krönung bislang verwehrt. 

Davor gilt es vereinsintern zuerst einen anderen Gegner zu besiegen: COVID-19. Héctor Herrera (30), Thomas Lemar (25), João Félix (21) sowie Neuzugang Moussa Dembélé (24) wurden allesamt positiv getestet und fallen für das Spiel in Granada aus. Zudem wurde Rechtsverteidiger Kieran Trippier (30) von der FA bis 28. Februar gesperrt. 

Prognose

Granada hat in den letzten Spielen gezeigt, dass sie mit den Großen der Liga mithalten können. Allerdings datiert ihr letzter Sieg gegen Atlético vom 18. November 1973 (1:0). Das wird sich auch an diesem Wochenende nicht ändern. Man darf ein enges und umkämpftes Spiel erwarten. Ein Schützenfest wie im Hinspiel wird es nicht werden, dafür ein souveräner Auswärtssieg.

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Granada CF: Rui Silva – Domingos Duarte, Pérez, J. Vallejo – Foulquier, Eteki, Montoro, Marin – Kenedy, Soldado, Luis Suárez

Atlético Madrid: Oblak – Savic, Giménez, Felipe – Kondogbia – Llorente, Koke, Saúl, Renan Lodi – Correa, Luis Suárez

(Photo by PIERRE-PHILIPPE MARCOU/AFP via Getty Images)

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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