Es war eine denkwürdige Pressekonferenz, die Real-Präsident Florentino Perez kürzlich abhielt. Darin sprach er über diverse Themen, darunter den Sommer bei Real, die Planungen auf der Trainerpoisition und Kylian Mbappé.
Der Real-Madrid-Präsident machte seinem Ärger auch im Hinblick auf die Schiedsrichter Luft: „Ich bin seit vielen Saisons hier und habe 7 Champions Leagues und 7 Meisterschaften gewonnen, weil mir die anderen gestohlen wurden„, sagte Pérez. Noch deutlicher wurde er in Richtung der Unparteiischen: „Ich bin nicht hierher gekommen, damit sich einige Schiedsrichter mit Barcelonas Geld bereichern.“
Das sitzt natürlich! Und das ist wieder einmal Ausdruck dessen, was sich schon seit geraumer Zeit hochschaukelt. Real, Barca und die Schiedsrichter sind ein Thema für sich. Es gibt immer wieder Diskussionen.
Schiedsrichter schießen gegen Perez zurück
In einem Interview mit La Sexta legte Perez sogar noch einmal nach. „Die gleichen Schiedsrichter machen weiterhin das Gleiche, auf eklatante Weise.„ Seine Bilanz für die laufende Spielzeit: „In dieser Saison haben sie uns 16 oder 18 Punkte gestohlen“, so der Real-Boss.

Die Schiedsrichtervereinigung in Spanien ist darüber sehr erbost und hat sich nun zu Wehr gesetzt. Die Vereinigung hat beim Disziplinarausschuss des Königlichen Spanischen Fußballverbands eine Beschwerde eingereicht. Die Begründung: Pérez beschränke sich nicht darauf, konkrete Schiedsrichterfehler aufzuzeigen, sondern unterstelle dem Schiedsrichterwesen die Begehung eines fortlaufenden Korruptionsverbrechens über zwei Jahrzehnte.
Und das ist der Punkt, an dem es klar zu weit geht. Dass Perez nicht selten Verschwörungen gegen Real wittert und der Meinung ist, dass alle anderen Schuld sind, nur nicht man selbst, ist jetzt nicht neu. Jetzt könnten ihm aber definitiv Konsequenzen drohen.

