Real Madrid vs. Getafe: Wer findet zuerst in die Spur?

Vorschau

Vorschau | Am Dienstagabend empfängt das kriselnde Real Madrid das ebenfalls formschwache Getafe. Für beide gilt es in dieser Partie, nicht nur in die Spur zurückzufinden, sondern auch, Schlüsselspieler zu ersetzen.

Anpfiff der Partie ist am Dienstag, 21:00 Uhr, Live Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Real Madrid: Fehlende Ergebnisse und viele Verletzungen: Die Königlichen in der Krise
  • Getafe CF: Die verbalen Nachwirkungen eines turbulenten Spiels in Sevilla
  • Getafes letzter Sieg in Madrid datiert vom Jahr 2008

Real Madrid CF: Viele Verletzungen in der königlichen Krise

Die Königlichen in der Krise! Schon vor einigen Wochen erleichterte sie Drittligist Alcoyano um die Copa (2:1 n.V.), zudem sind sie in La Liga nur Dritter, acht Punkte hinter Tabellenführer und Stadtrivale Atlético, die sogar noch ein Spiel in der Hinterhand haben. Zuletzt stolperte Real Madrid bei Osasuna (0:0) sowie zuhause gegen Levante (1:2). Immerhin konnte man in Huesca zurück in die Spur finden und gewann 2:1.

Einen herben Rückschlag galt es trotzdem einzustecken: Kapitän Sergio Ramos (34) plagten schon länger Kniebeschwerden. Diese Woche entschloss er sich zu einer OP des linken Innenmeniskus und wird laut Marca rund sechs Wochen ausfallen. „Sergio war am Limit. Wenn er so weitergemacht hätte, hätte er es noch viel schlimmer gemacht. Die Verletzung wäre noch schlimmer gewesen, er hätte abbrechen müssen und wäre nicht in der Lage gewesen, in dieser Saison noch zu spielen. Ich glaube, es ist eine gute und anständige Entscheidung“, so Zinedine Zidane (48) auf der Pressekonferenz.

Sowieso sind Verletzungen im Moment ein großes Thema bei Real Madrid. Neben Ramos fehlen auch Éder Militão (23). Dani Carvajal (29), Álvaro Odriozola (25), Fede Valverde (22), Eden Hazard (30), Rodrygo (20) und Lucas Vázquez (29). Toni Kroos (31) wird die Partie gegen Getafe gelbgesperrt verpassen.

 

Beschweren will sich Zidane aber nicht: „Es gibt keine Ausreden. Wir wissen, dass es eine schwierige Situation ist, aber wir wollen eine sehr guten Auftritt hinlegen. Diese Dinge passieren und es sind noch viele Spiele zu spielen. Wir brauchen jeden und versuchen, die verletzten Spieler schnellstmöglich zurückzubekommen.“

Getafe CF S.A.D.: Djenés Foul „ohne böse Absicht“ – Bordalas nimmt Verteidiger in Schutz – und legt gegen Lopetegui nach

Auch Getafe befindet sich, wenn nicht schon in einer Krise, dann zumindest in einem gewaltigen Formtief. Nur ein Tor in den letzten drei Spielen, dafür ganze acht Gegentore. Bedenkt man, dass die Mannschaft von José „Pepe“ Bordalas (56) eigentlich für eine extrem kompakte Defensive steht, macht es die jüngste 1:5-Niederlage in Bilbao sowie das 0:3 in Sevilla nicht zwingend besser. Zwischendurch gab es immerhin ein 0:0 gegen Deportivo Alavés. Tabellarisch ergibt das vor dem Spiel 24 Punkte und Rang 13. Ein Blick nach unten ist durchaus nicht unangebracht. Auf dem ersten Abstiegsplatz steht momentan Valladolid, auf das sie gerade einmal vier Zähler Vorsprung haben.

„Wir bereiten die Spiele immer so vor, dass wir gewinnen, aber morgen einen Punkt zu holen, wäre eine großartige Nachricht“, schraubte Bordalas die Ansprüche auf der Pressekonferenz zurück. Wohl wissend, dass ihr letzter Erfolg in Madrid auf das den 24. Februar 2008 zurückgeht. Damals gewann die Mannschaft von Michael Laudrup 1:0 im Bernabéu gegen das Real von Bernd Schuster, bei dem unter anderem Arjen Robben in der Startelf stand.

(Photo by CRISTINA QUICLER/AFP via Getty Images)

Das Spiel in Sevilla war von vielen Nickligkeiten geprägt. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff ließ sich Dakonam Djené (29) zu einem rüden Einsteigen gegen Lucas Ocampos (26) hinreißen, für das er des Feldes verwiesen wurde. „Djené ist eine sehr noble Persönlichkeit. Sein Einsteigen war purer Zufall, ohne jegliche böse Absicht“, nahm Bordalas seinen Spieler in Schutz. In der Folge erhitzten sich die Gemüter. Sevilla-Trainer Julen Lopetegui (54) war ob der Verletzung Ocampos‘, der vom Platz getragen werden musste, nicht mehr zu bändigen und nagelte verbal Richtung Getafe-Bank. Das ließ sich Bordalas nicht gefallen, hielt dagegen.

So blieb Schiedsrichter Juan Martínez Munuera (38) nur eine Wahl. Um die Gemüter abzukühlen, mussten auch beide Trainer gehen. Zumindest den Platzverweis für sich selbst bezeichnete Bordalas als „total unfair“. Und auch für seinen Kollegen hatte er einen Rat übrig: „Ich hätte mich über einen Entschuldigungsanruf von Lopetegui gefreut. Es ist das, was ich an seiner Stelle gemacht hätte.“ Immerhin gibt es eine gute Nachricht. Mit Ausnahme von Djené muss Bordalas für das Spiel in Valdebebas niemanden ersetzen.

Prognose

Wenngleich auch Getafe im Formtief steckt, wird es kein einfaches Spiel für Real Madrid. Sie werden viel Geduld und Resilienz mitbringen müssen, um die drei Punkte zu holen. Ein Chancenfestival darf man nicht erwarten. Wenn Real gewinnen sollte, dann höchstwahrscheinlich mit einem Tor Differenz. Sollte das Spiel – anders, als die letzten Wochen – für Getafe laufen, ist sogar ein Punktgewinn möglich. 

 

Mögliche Aufstellungen:

Real Madrid: Courtois – Marcelo, Varane, Nacho, F. Mendy – Modric, Casemiro, Isco – Asensio, Benzema, Vinicius Jr.

Getafe CF: Rubén Yáñez – D. Suárez, Cabaco, Sofian, Nyom – David Timor – Kubo, Ne. Maksimovic, C. Aleñá, Cucurella – J. Mata

(Photo by GABRIEL BOUYS/AFP via Getty Images)

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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