Remis im Gipfeltreffen: Barcelona und Atletico lassen Big Points aus

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News | Drittplatzierter gegen Spitzenreiter hieß es am Samstagnachmittag, als der nur zwei Zähler zurückliegende FC Barcelona auf Atletico Madrid traf. Im Showdown diktierten beide Mannschaften eine Spielhälfte, doch ein Treffer wollte beim 0:0 keinem Akteur gelingen.

Klare Vorteile für Atletico

Von Beginn an war die Blaugrana mit mehr Ballbesitz ausgestattet. Den ersten Torschuss gaben aber die Gäste in Person von Thomas Lemar, für den die Begegnung verletzungsbedingt schon in Minute 13 endete, ab (3.). Ansonsten ereignete sich in der Anfangsphase nur wenig rund um die Strafräume. Auch ein Freistoß von Luis Suarez aus aussichtsreicher Lage verstrich. In der 19.Minute spielte sich Atletico auf der linken Seite durch, Mario Hermoso legte den Ball auf Angel Correa, dessen Abschluss im letzten Moment von Clement Lenglet zur Ecke geblockt wurde. Barca strahlte dagegen noch gar keine Torgefahr aus.

 

Erst in der 29.Minute musste Jan Oblak erstmals eingreifen. Die Direktabnahme aus 18 Metern von Antoine Griezmann hielt er souverän fest. Kurz darauf schied zu allem Überfluss Sergio Busquets endgültig aus, nachdem er zuvor heftig mit Stefan Savic zusammenprallte. Youngster Ilaix Moriba ersetzt das Kluburgestein. Nach 34 Minuten stellte Marc-Andre ter Stegen sein Können unter Beweis, indem er gegen Marcos Llorente parierte, der von Yannick Carrasco bedient wurde.

Trotz der geringeren Spielanteile kontrollierten die Colchoneros das Geschehen, da sie Barcelona gar nicht in den Rhythmus finden ließen. Carrasco näherte sich ebenfalls der Führung, seinen Versuch aus halblinker Position wehrte ter Stegen ab. Somit verhinderte der Schlussmann erneut einen möglichen Rückstand. Auf der Gegenseite sorgte ein Antritt von Lionel Messi für Aufregung, den folgenden Schuss lenkte Oblak hervorragend zur Ecke (41.). Den letzten Akzent setzte der Tabellenführer, jedoch verzog Felipe vom Elfmeterpunkt. Wenig später verabschiedeten sich beide Mannschaften torlos in die Halbzeitpause.

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Photo: Imago/Jose Breton

Barcelona legt zu und ist dem Sieg näher

Der zweite Abschnitt startete turbulent. Einen perfekt getimten Messi-Freistoß aus dem Halbfeld hätte der frisch eingewechselte Ronald Ajauro wohl verwertet, doch Lenglet nahm das Spielgerät per Kopf aus komplizierter Position und verzog (47.). Die Katalanen präsentierten sich infolge des Seitenwechsel direkt deutlich aktiver. Doch die Hauptstädter behielten ihre gute Struktur bei, sodass der Barca-Aufschwung schnell wieder verflachte. Immerhin entwickelten die Hausherren mehr Zug zum Tor, wodurch Moriba acht Meter vor dem Tor erst in letzter Sekunde gestoppt wurde und Oblak einen Pique-Kopfball abfing. In der 66.Minute rief der slowenische Torhüter seine Qualitäten vollends ab, nachdem Messi einen Freistoß aufs Torwarteck zog.

Diego Simeone reagierte auf die abnehmende Überlegenheit seiner Mannschaft und wechselte offensiv. Joao Felix betrat für Saul Niguez das Spielfeld. Zunächst netzte allerdings Barcelona ein. Das Schiedsrichtergespann um Antonio Mateu Lahoz erkannte das Kopfballtor von Araujo aufgrund einer Abseitsstellung zurecht ab (70.). Die Endphase des 182.Duells der beiden Traditionsvereine verlief eher unaufgeregt. Eine Riesenchance zum Siegtreffer kreierte die Blaugrana fünf Zeigerumdrehungen vor Ende der regulären Spielzeit. Alba servierte für Ousmane Dembele mit einer exzellenten Flanke, dessen wuchtiger Kopfball flog jedoch über den Kasten. Anschließend tat sich nichts Nennenswertes mehr, sodass auch nach 120 Sekunden Zugabe ein 0:0 zu Buche stand.

Der große Gewinner des Spitzenspiels ist Real Madrid, das mit einem Sieg am morgigen Abend gegen den Viertplatzierten FC Sevilla die Tabellenführung übernehmen kann. Der FC Barcelona blieb erneut im Duell mit einem direkten Konkurrenten ohne Erfolgserlebnis. Dienstagabend gastiert er in Levante. Atletico, das seine starke erste Halbzeit nicht in Zählbares ummünzte, trifft am Mittwoch auf Real Sociedad.

 

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(Photo: Bagu Blanco/Pressinphoto/Shutterstock)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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