Ein Konsortium rund um Ex-Sevilla-Profi Sergio Ramos, der auch bei Real Madrid lange erfolgreich spielte, wollte den FC Sevilla übernehmen. Doch das ist nun gescheitert.
Der Deal platzte kürzlich, was alles andere als erwartbar war. Zwar gab es ein paar Ungereimtheiten, aber Experten erwarteten eher, dass das den Kaufpreis beeinflusst.
Nun haben die Hauptaktionäre den ehemaligen Spieler in einer Mitteilung messerscharf kritisiert.
Ramos steht heftig in der Kritik
Es ist erst wenige Tage her, da hat Ramos mit seinen Geschäftskollegen die Gespräche abgebrochen und den Deal endgütig begraben.
Das konnten die Aktionäre nicht auf sich sitzen lassen. In der Erklärung heißt es unter anderem, dass der Klub einer „Täuschung“ unterlegen sei, die „seit Monaten vorbereitet wurde“. Weiter ist von einem „offensichtlichen Mangel an Respekt gegenüber den Aktionären und dem Verein“ die Rede, was als „einer in der Welt des Fußballs so angesehenen und bedeutenden Persönlichkeit wie Herrn Ramos unwürdig“ angesehen wird.
Besonders brisant: Es wird zudem darauf hingewiesen, dass „in einer für den Ruf des Vereins schädlichen Weise aus dem Umfeld“ von Sergio Ramos „unter brutaler Verletzung der mit dem Verein und den Aktionären zum Schutz ihrer Informationen unterzeichneten Vertraulichkeitsvereinbarungen“ Informationen über die Finanzen des Vereins verbreitet werden, die so auch nicht der Wahrheit entsprechen.
Zahlreiche Verfehlungen wurden außerdem aufgelistet. Die Ramos-Seite hat das noch nicht kommentiert, aber schon während der intensiven Phase der Gespräche war mitunter von einem Zwist die Rede. Ramos, so hieß es, sei mit seinem Partnern mehrfach an einen Punkt gekommen, an dem er mehr Fragen als Antworten hatte, was die wirtschaftliche Lage anging. Nun eskaliert die Situation also komplett. Ausgang offen.

