Liga Portugal | Gyökeres! Sporting holt Last-Minute-Remis beim FC Porto

28. April 2024 | News | BY Steven Busch

Spielbericht | Anlässlich des 31. Spieltags der Liga Portugal Betclic gastierte der designierte Meister Sporting Clube de Portugal beim FC Porto. In einer intensiven Partie mit verrückter Schlussphase trennten sich die beiden Traditionsklubs mit 2:2-Remis.

FC Porto agiert furios und geht mit 2:0-Führung in die Kabine, Sporting nicht meisterwürdig

Am Sonntagabend hieß es “Boa noite” aus dem Estádio do Dragão zur prestigeträchtigen Begegnung der Liga Portugal Betclic zwischen dem FC Porto und Sporting Clube de Portugal. Während die Gastgeber wichtige Punkte im Kampf um die Europa-League-Qualifikation sammeln wollten, erhofften sich die Leões (Löwen) den Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen zu können. Sérgio Conceição, seines Zeichens Trainer der heimischen Dragões (Drachen), veränderte die Anfangsformation nach dem 2:1-Auswärtserfolg bei Casa Pia AC auf vier Positionen. Unter anderem rückte Top-Torjäger Evanilson (elf Saisontore) nach Rot-Sperre zurück ins Aufgebot.

Auf Seiten der Gäste beorderte Chefcoach Rúben Amorim, im Vergleich zum 3:0-Sieg über Vitoria Guimaraes, zwei frische Kräfte in die Startelf. Der Ex-St.-Paulianer respektive Torschütze vom Dienst Viktor Gyökeres nahm zunächst auf der Bank Platz. Mit der Leitung des Aufeinandertreffens wurde der 48-jährige Unparteiische Nuno Miguel Serrano Tavares Almeida betraut.



Zu Beginn der Partie agierten die Gastgeber forsch und durften sich bereits frühzeitig über die 1:0-Führung erfreuen. Sporting-Keeper Franco Israel spielte einen indisponierten Ball in die gegnerischen Reihen, Pepê steckte filigran auf Mittelstürmer Evanilson durch, woraufhin der Brasilianer aus kurzer Distanz das Leder in die Maschen bugsierte (7.). Auf diesen Rückschlag reagierte der designierte Meister aus der portugiesischen Landeshauptstadt bemüht, aber zunächst, trotz deutlicher Feldvorteile, ohne ernsthafte Möglichkeiten zu initiieren.

Stattdessen war es erneut Evanilson vergönnt, für Gefahr zu sorgen, doch dessen Abschluss landete im Außennetz (33.). Die disziplinierten Männer aus der Hafenstadt schafften es zudem, in Abwesenheit des angestammten Abwehrchefs respektive Kapitäns Pepe, für defensive Stabilität zu sorgen und die Leões vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. Noch effizienter präsentierte sich der FC Porto im Angriffsspiel. Der aufgerückte Jung-Rechtsverteidiger Martim Fernandes stolzierte durch die Sporting-Defensive, passte millimetergenau auf Pepê und dieser knallte die Kugel unhaltbar zum 2:0 ins Tor (40.). Francisco Conceicao hätte kurz darauf sogar auf ein womöglich vorentscheidendes 3:0 erhöhen können, doch Schlussmann Israel reagierte geistesgegenwärtig (44.).

(Photo by MIGUEL RIOPA/AFP via Getty Images)

Porto wirkt wie der sichere Sieger, doch dann schlägt Edeljoker Gyökeres per Doppelpack zu

Erst wenige Momente waren im zweiten Durchgang absolviert, da hatte der bereits mit Gelb verwarnte ehemalige Mainzer Jerry St. Juste großes Glück, nach einem erneuten regelwidrigen Vergehen nicht des Feldes verwiesen zu werden (46.). Folgerichtig nahm Chefcoach Amorim den gefährdeten Niederländer unmittelbar nach dieser Aktion vom Platz. Im Gegensatz zur Intensität in den Zweikämpfen blieben Torannäherungen Mangelware.

Es dauerte bis zur 69. Minute, ehe ein abgefälschter Zé-Pedro-Freistoß der Gastgeber für ein Raunen im Stadionrund sorgte. Und Sporting? Der Tabellenführer musste sich auf die Extraklasse des Edeljokers Gyökeres verlassen. Und wie! Erst erzielte der Schwede per Kopf den Anschlusstreffer (87.). Doch dann kam es noch verrückter! Anstoß FC Porto, Ballverlust, der eingewechselte Marcus Edwards legte quer und abermals war es Gyökeres, der zum 2:2-Endstand egalisierte (88.). Wenige Sekunden später musste Edwards noch den Gang in die Kabine, infolge einer Tätlichkeit, antreten (90.).

Mehr News und Storys rund um die Liga Portugal Betclic findest DU hier…

Für den FC Porto geht es am kommenden Samstag (21:30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei Abstiegskandidat GD Chaves in der Beletage des portugiesischen Fußballs weiter. Ebenfalls am Sonnabend (19 Uhr) empfängt Sporting Clube de Portugal die Gäste vom SC Portimonense.

FC Porto – Sporting Clube de Portugal 2:2 (2:0)

FC Porto: Diogo Costa – Martim Fernandes (90.+2 Danny Namaso), Zé Pedro, Otavio, Wendell – Nico, Varela, Francisco Conceicao (80. Romario Baro), Pepê, Galeno – Evanilson (79. Taremi)

Sporting Clube de Portugal: Israel – St. Juste (50. Eduardo Quaresma), Coates, Diomande (61. Nuno Santos) – Catamo, Hjulmand, Daniel Braganca (46. Gyökeres), Goncalo Inacio – Trincao, Paulinho (61. Morita), Pedro Goncalves

Tore: 1:0 Evanilson (7.), 2:0 Pepê (40.), 2:1 Gyökeres (87.), 2:2 Gyökeres (88.)

Besondere Vorkommnisse: Marcus Edwards sieht Rot für Tätlichkeit (90.)

(Photo by MIGUEL RIOPA/AFP via Getty Images)

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik schwand.


Ähnliche Artikel