Dem FC Liverpool gelingt offenbar die Verpflichtung des 23 Jahre alten Flügelstürmers Bradley Barcola. Nach übereinstimmenden Medienberichten haben sich die Reds mit Paris Saint-Germain auf eine Ablöse geeinigt, die in ihrer Größenordnung an die Summe heranreicht, die der Klub im vergangenen Jahr für Florian Wirtz an Bayer Leverkusen gezahlt hatte.
Einigung über Basisablöse von 117 Millionen Euro
Laut „The Athletic“ soll für Barcola ein Gesamtbetrag von rund 140 Millionen Euro fällig werden können. Diese Summe beinhalte sämtliche vertraglich vereinbarten Bonuszahlungen. Die Basisablöse soll sich demnach auf 117 Millionen Euro belaufen. Damit bewegt sich der Deal in einer ähnlichen Region wie der Transfer von Wirtz, der die Reds im Sommer 2025 eine garantierte Ablöse von 125 Millionen Euro gekostet hatte. Übertroffen wurde diese Marke im selben Sommer noch von Alexander Isak, der für rund 145 Millionen Euro von Newcastle United kam. Sollte der Wechsel Barcolas zustande kommen, wäre er der dritte Liverpool-Transfer in dreistelliger Millionenhöhe.
Vorausgegangen war den Berichten zufolge ein monatelanges Ringen um die Ablösehöhe: Liverpool war mit einem Angebot über rund 100 Millionen Euro in die Verhandlungen gestartet, PSG soll ursprünglich eine Summe von bis zu 170 Millionen Euro aufgerufen haben. Erst in den vergangenen Tagen sollen sich beide Seiten schrittweise angenähert haben.
Barcola will nicht verlängern – PSG unter Verkaufsdruck
Barcola hat mit PSG in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils die Champions League gewonnen und seinen Marktwert nach der Weltmeisterschaft im Sommer auf rund 90 Millionen Euro gesteigert. Aus der finanzstarken Premier League heraus und dank einer für PSG vorteilhaften Verhandlungsposition – Barcola besitzt in Paris noch einen bis 2028 laufenden Vertrag – konnten die Franzosen zunächst eine hohe Ablöseforderung stellen.
Dennoch stand PSG trotz der komfortablen Vertragslaufzeit unter Verkaufsdruck. Der Flügelstürmer soll dem Verein bereits vor einiger Zeit deutlich gemacht haben, in Paris nicht verlängern zu wollen. Vor zwei Jahren hatte PSG noch 45 Millionen Euro an Olympique Lyon für Barcola gezahlt – bei einer Ablöse von 117 Millionen Euro würde der Klub nun einen Transfergewinn von mehr als 100 Prozent erzielen.
Zuletzt außen vor: Enriques deutliche Worte
Zum Saisonende hin war Barcola bei PSG zunehmend außen vor. Beim Gewinn des UEFA Super Cups gegen Aston Villa (2:1) stand er zwar im Kader, blieb aber ohne Einsatz. Im französischen Supercup, der Trophée des Champions, gegen den RC Lens (0:1) fehlte er ebenso im Aufgebot wie beim Ligue-1-Saisonauftakt gegen Stade Rennes (2:2).
Trainer Luis Enrique hatte die Nichtberücksichtigung Barcolas sowie die des ebenfalls wechselwilligen Teamkollegen Ibrahim Mbaye (18) zuletzt allgemein kommentiert, ohne die Spieler namentlich zu nennen: Wenn ein Spieler nicht mit einem Lächeln im Gesicht zum Training komme, sei es besser, eine andere Lösung zu finden.

