Glanzloses PSG zittert sich zu knappem Sieg gegen Brest

Mbappé (PSG) bejubelt Treffer gegen Brest
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News | PSG bekam es am dritten Spieltag der Ligue 1 mit Stade Brest zu tun. Das Starensemble wurde der Favoritenrolle am Ende gerecht und bezwang Brest mit 4:2.

PSG dominiert Brest, macht aber zu wenig aus den Chancen

Paris Saint-Germain ist gut in die Saison gestartet und hielt sich bislang tadellos. Gegen ein nicht zu unterschätzendes Brest waren die drei Punkte also eigentlich nur Formsache. Von Beginn an ließ PSG an der eigenen Favoritenrolle keine Zweifel. Brest verteidigte sehr tief und war teilweise mit allen zehn Feldspielern hinter dem Ball. Nach vier Minuten dann direkt die erste gute Chance für die Pariser. Einen klugen Steckpass von Ander Herrera konnte Kylian Mbappé aber nicht mehr rechtzeitig erreichen, der Winkel wurde zu spitz.

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Es wurde deutlich, dass Brest Probleme hatte, das Tempo des Favoriten mitzugehen. Nach knappen 15 Minuten war es den Hausherren deutlich anzumerken, der Führungstreffer von Paris lag in der Luft. In der 21. Minute rutscht eine Hereingabe von links zu Mauro Icardi durch, der aber so überrascht davon ist, dass er ein Luftloch schießt. Wenig später fiel er dann aber der Führungstreffer. Eine Bogenlampe erwischte Ander Herrera aus knapp 19 Metern mit einem perfekten Volley. Der Ball prallte vom Pfosten gegen Keeper Marco Bizot, 0:1 PSG! Paris ließ nicht locker, immer wieder wurde über die linke Seite angeschoben. Nach 36. Minuten war es dann Mbappé, der erneut eine undurchsichtige Aktion nutzte und aus elf Metern einköpfte.

Wie aus dem Nichts kam Brest dann kurz vor der Pause zum Anschlusstreffer. Mbappé verlor nach starkem Pressing der Gastgeber die Kugel. Brest überbrückte mit zwei, drei Pässen das Spielfeld. Romain Faivre legte stark mit der Hacke im Strafraum ab, Franck Honorat ließ Keylor Navas keine Chance. Mit 1:2 ging es dann auch in die Halbzeit.

PSG: Ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss

Zu Beginn der zweiten Hälfte erneut das gleiche Bild: Viel Ballbesitz für PSG, tief stehende und dicht gestaffelte Ketten von Brest. Die Partie plätscherte weitestgehend vor sich hin. Paris wusste nicht viel anzufangen mit dem Ballbesitz oder wollte es nicht. Das Ergebnis wurde klassisch verwaltet. Brest lauerte auf die eine Gelegenheit, den einen Ballgewinn, allerdings waren Herrera, Gana Gueye und Co. im Mittelfeld zu ballsicher. Wenn Brest dann einmal den Ball erobern konnte, unterband einer der PSG-Akteure den Gegenangriff mit einem klugen Foul. In der 68. Minuten gab es dann die Chance zum Ausgleich. Nach einem langen Ball hinter die Abwehr war Cardona auf links durch, ließ sich aber mit seinem Abschluss zu viel Zeit, sodass Navas den Winkel verkürzen und parieren konnte.

Faivre, Honorat (beide Brest) klatschen sich ab

Photo: FEP/Panoramic/ Imago

In der 73. Minute machte dann Gueye sehenswert den Deckel drauf. Nach einer Ecke, die Brest nicht vernünftig klären konnte, fasste sich der Senegalese aus knapp 35 Metern ein Herz und versenkte den Ball aus zentraler Position im unteren rechten Eck. Der Ball war lange unterwegs und Bizot machte nicht die beste Figur. Dennoch ein Traumtor. Bereits nach fünf Minuten hatte Brest aber erneut die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Der gut aufgelegte Honorat setzte sich auf rechts stark durch, seine Hereingabe wusste Ronaël Pierre-Gabriel allerdings nicht zu verwerten. Sein flacher Abschluss aus acht Metern war letztlich zu unplatziert und kein Problem für Navas.

In der Schlussphase sorgte dann Steve Mounié mit seinem Treffer zum 2:3 noch einmal für einen schnelleren Herzschlag, für alle die es mit PSG halten. Erneut war es Youngster Faivre mit einem exzellenten Zuspiel, das Mounié halbrechts im Sechzehner dann Navas durch die Hosenträger schob. Am Ende nützte es aber alles nichts. PSG konterte stark, der eingewechselte Ángel di María sorgte mit seinem Heber über Bizot dann für den 2:4-Endstand.

Photo: FEP/Panoramic/ Imago

Sarom Siebenhaar

Die Oranje-Connection entfachte seine Leidenschaft für den HSV. Durch zahlreiche Tiefen schmecken die vereinzelten Höhen umso süßer. Schätzt attraktiven Offensivfußball genauso wie kämpferische Höchstleistungen. Internationaler Top-Fußball findet sich nicht nur in den Big Five. Seit 2021 bei 90PLUS.

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