Ligue 1 | Doppelschlag bringt verhaltenem PSG den Sieg in Troyes

Troyes PSG Ligue 1
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News | Paris St. Germain trat am Samstagabend zum ersten Saisonspiel beim ES Troyes AC an. Der turmhohe Favorit trat noch längst nicht in Bestbesetzung an, aber erfüllte die Pflichtaufgabe mit einem mühevollen 2:1-Erfolg.

Troyes startet fulminant – Prompte PSG-Antwort

Auf dem Papier enorm defensiv ausgerichtet schickte Trainer Laurent Batlles die Heimmannschaft aufs Spielfeld. Seine taktischen Maßnahmen wirkten angesichts der herausragenden individuellen Qualität der Hauptstädter vollkommen nachvollziehbar. Dabei musste ihr Chefcoach Mauricio Pochettino urlaubs-/verletzungsbedingt sogar auf die Neuzugänge Gianluigi Donnarumma und Sergio Ramos sowie die altbewährten Kräfte Marco Verratti, Ángel Di Maria oder Neymar verzichten.

PSG erlangte vor prall gefüllten Rängen direkt Spielkontrolle. Allerdings ließ sich der schläfrige Presnel Kimpenbe den Ball von Yoann Touzghar abluchsen, dessen scharfe Hereingabe klärte Thilo Kehrer in höchster Not. Die anschließende Ecke beförderte Dylan Chambost auf den Kopf von Oualid El Hajjam, der ins rechte Eck einnetzte – 1:0 (9.). Danach befand sich das Geschehen hauptsächlich in der Spielhälfte des Aufsteigers. Ander Herrera besaß die erste Gelegenheit zum Ausgleich, jedoch zielte er von der Strafraumgrenze knapp übers Tor.

 

Genauer schloss in Minute 19 Achraf Hakimi ab, nachdem ihn Herrera bediente, drosch er den Ball aus halbrechter Position zum Ausgleich in die Maschen. Keine 120 Sekunden später legte Kylian Mbappé für den freistehenden Mauro Icardi auf, der noch einen Haken setzte und dann überlegt einschoss – 1:2. Wiederum nur kurz darauf hätte Mbappé beinahe erhöht. Denn er umkurvte den weit aus seinem Gehäuse geeilten Gauthier Gallon, seinen Chipball lenkte Jimmy Giraudon kurz vor dem Einschlag über die Latte.

PSG zeigte eine starke Reaktion auf den verpatzten Beginn. Die Führung geriet aber schnell wieder in Gefahr. Renaud Ripart visierte das kurze Eck an und zwang Keylor Navas per Flachschuss, sein Können abzurufen (28.). Der Neuzugang aus Nimes stand auch in der 35.Minute im Mittelpunkt. Diesmal wehrte Navas seine wuchtige Direktabnahme mit einer Hand ab. Der letztjährige Vizemeister hielt sich dagegen in der Endphase des ersten Abschnitts zurück und nahm den Vorsprung mit in die Kabine.

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(Photo: Imago)

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Überlegenes PSG kommt in Schwierigkeiten

Troyes agierte auch nach dem Seitenwechsel mutig. 49 Minuten waren vorüber, als Kimpembe einen Versuch von Dylan Chambost blockte, bevor er gefährlich wurde. Auf der Gegenseite traf PSG insbesondere im letzten Drittel des Spielfelds noch einige falsche Entscheidungen. Deshalb sprangen zunächst nicht mehr als Halbchancen hinaus. Der zweite Durchgang verlief relativ ereignisarm. Der Gast beschränkte sich auf die klaren Feldvorteile, wodurch er ES nur noch schwer zur Entfaltung kommen ließ. In den gegnerischen Strafraum fanden Les Parisiens jedoch nur selten hinein. Wenn eine Flanke von Hakimi, den Mitspieler, in dem Fall Julian Draxler erreichte, folgte ein schwacher Abschluss, der deutlich neben dem Tor landete (72.).

Der Ligue-2-Meister warf hingegen vollste Leidenschaft in die Waagschale. Der hohe Aufwand reichte aber auch nur zu einer unkonventionellen Aktion von Mama Baldé, der das Spielgerät mit dem Rücken abfälschte und Navas fast auf dem falschen Fuß erwischte. Ansonsten musste der Schlussmann erst in der Nachspielzeit erst wieder eingreifen. Sowohl den Distanzschuss von Florian Tardieu als auch den Kopfball von Ripard wehrte er bravourös ab. Seine Vordermänner boten insgesamt eine konzentriertere Vorstellung als vor der Pause, sodass sie dem Druck der Hausherren standhielten.

Offensiv enttäuschte PSG dafür auf ganzer Linie. Die Balance stimmte noch gar nicht im ersten Ligaspiel. Letztlich brachte der Titelaspirant aber die 2:1-Führung über die Ziellinie. Weiter geht es in einer Woche mit einem Heimspiel gegen Straßburg. Troyes kann trotz der Niederlage fast ausschließlich positive Aspekte aus dem Auftritt mitnehmen. Mit einer ähnlichen Leistung sollte bei Mitaufsteiger Clermont (15.08, 15.00 Uhr) Zählbares aufs Punktekonto fließen.

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(Photo: Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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